Falsos positivos

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Bezeichnung außergerichtlicher Hinrichtungen, die das Militär während des bewaffneten Konflikts in Kolumbien an Zivilisten vorgenommen hat. Während der Regierung von Álvaro Uribe „belohnte“ der Staat Militärangehörige, die im Rahmen des bewaffneten Konflikts zwischen dem Staat und Guerillagruppen Angehörige der Guerillas töteten. Diese Belohnungen reichten von Geldprämien bis hin zu Beförderungen in den militärischen Rängen. Das führte dazu, dass mehrere Militärangehörige wehrlose Zivilisten entführten und ermordeten, um solche Belohnung zu erhalten. Die häufigste Vorgehensweise bestand darin, junge Campensines zu entführen, sie zu töten und sie dann mit Kleidern zu bestücken, die denen der Guerillagruppen ähnelten. So konnten sie den Massenmedien als Guerillas präsentiert werden, die bei Armeeoperationen im Kampf gefallen seien. Nach Angaben der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden wurden während der Regierung Uribe 6402 Menschen auf diese Weise hingerichtet.

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