Sinaloa


Miroslava Breach
Mexiko

Sinaloa-Kartell für Mord an Journalistin verantwortlich

Wie die Generalstaatsanwaltschaft von Chihuahua mitteilte, ist die Korrespondentin der Tageszeitung La Jornada, Miroslava Breach Velducea von der kriminellen Organisation Gente Neva, dem bewaffneten Arm des Sinaloa-Kartells, ermordet worden. Die Identität der Person, die Breach am 23. März 2017 außerhalb ihres Hauses erschoss, sei noch nicht geklärt. […]


drogenboss verhaftet
Mexiko

Mazatlán: Der blauen Linie folgen

Der Bundesstaat Sinaloa ist einer der gewalttätigsten in Mexiko. Mehrere Drogenkartelle liefern sich dort erbitterte Auseinandersetzungen um die “Plaza”, die Kontrolle über den Standort. Bekanntester Drogenboss in Sinaloa war der jüngst an die USA ausgelieferte Joaquín “El Chapo” Guzmán. Der Journalist Javier Valdez Cárdenas hat jüngst in der Tageszeitung La Jornada eine der Auswirkungen für die Hafenstadt Mazatlán beschrieben. Um den Kreuzfahrttourismus und andere Besucher*innen nicht zu vertreiben, haben die Behörden dort zu einer eher verzweifelten und auch skurrilen Maßnahme gegriffen: Ein breiter auf die Straßen gepinselter blauer Streifen grenzt eine angeblich sichere Hafen- und Innenstadtzone von den gefährlichen Sektoren Mazatláns ab.  […]


Mexiko

Behörden im Bundesstaat Sinaloa: „Abwesenheiten“ statt erzwungenes Verschwindenlassen

Wie inzwischen in vielen mexikanischen Bundesstaaten haben sich auch im Bundesstaat Sinaloa – vor allem weibliche – Familienangehörige organisiert, um ihre unter gewaltsamen Umständen verschwundenen Verwandten zu suchen. „Las Rastreadoras“ (Die Fährtensucherinnen) sind bei ihren Nachforschungen bisher auf zahlreiche geheime Gräber gestoßen. Die gefundenen Knochenreste werden 75 Skeletten zugeordnet. Die Aktivistinnen beklagen sich über die „Kälte“, die Behörden und Gesellschaft angesichts des Problems zeigten. Zudem würden die Verschwundenen ein zweites Mal zu Opfern gemacht, indem die Regierung des Bundesstaates sich weigere, bei ihnen von „erzungenem Verschwindenlassen“ zu sprechen, sondern stattdessen den Ausdruck „Abwesenheiten“ benutze.  […]


Mexiko

Wenn aus Holzstücken Knochenreste werden – Freiwillige Suchbrigade findet geheime Gräber in Veracruz

Von Gert Goertz

(Mexiko-Stadt, 7. Mai 2016, npl).- Zwei Wochen reichten aus, um zu finden, was die Regierung nicht finden will. Am 9. April kamen Mitglieder der „Nationalen Suchbrigade Verschwundener Personen“ in den Bundesstaat Veracruz. Am 22. April präsentierten sie in den Räumlichkeiten des Menschenrechtszentrums Miguel Agustín Pro Juárez in Mexiko-Stadt ihre Ergebnisse: Nur acht Kilometer von den Grenzen der 200.000 Einwohnerstadt Córdoba entfernt, fanden sie in 15 verschiedenen, nahe beieinander gelegenen klandestinen Gräbern Kleider- und Knochenreste mit Brandspuren.  […]


Inzwischen wurden auch noch mehrere mutmaßliche Fluchthelfer von
Mexiko

Finanzchef vom Sinaloa-Kartell verhaftet

(Venezuela, 23. Oktober 2015, telesur).- Die mexikanische Ermittlungsbehörde AIC (Agencia de Investigación Criminal), eine Unterabteilung von Interpol, hat Arturo Díaz Díaz verhaftet. Er gilt als Finanzchef des Sinaloa-Kartells, das vom flüchtigen Joaquín “El Chapo” Guzmán geführt wurde. Díaz Díaz wird vorgeworfen, für die Buchhaltung der Drogen verantwortlich gewesen zu sein, die in die USA exportiert wurden. Außerdem soll er die Transporte finanziert, Geldströme kontrolliert und Befehlsempfänger des Kartells bezahlt haben. […]


Ein Fahndungsfoto? / Maulwurf, Foto: Andre Leisner, CC BY NC 2.0, flickr
Mexiko

Drogenboss und Ausbrecherkönig

von Wolf-Dieter Vogel (Berlin, 13. Juli 2015, taz).- Er ist der bekannteste Drogenboss Mexikos, zählt zu den reichsten Menschen weltweit und war der wohl am besten bewachte Gefangene des Landes. Seit dem Wochenende kann Joaquín Guzmán Loaera seinen Reichtum nun wieder in vollem Umfang genießen. […]


Mexiko

Initiative kämpft für die Anhebung des Mindestalters für Eheschließungen

von Gloria Analco (Mexiko, Oktober 2014, semlac).- Vor einigen Monaten wurde in Mexiko auf Betreiben von Verónica Beatriz Juárez Piña, Präsidentin der Kommission für Kinderrechte des Abgeordnetenhauses in Mexiko, eine Initiative gegründet, die sich für die Anhebung des Mindestalters für Eheschließungen auf 18 Jahre einsetzt und somit die Reform, Erweiterung und Aufhebung mehrerer Bestimmungen des bürgerlichen Zivilrechts anstrebt. […]


Demo 2011 gegen den Drogenkrieg. Foto: Flickr/Jesus Villaseca (CC BY-NC-SA 2.0)
Mexiko

Nach wie vor deutlich über 20.000 Morde im Jahr

(Berlin, 01. August 2014, poonal).- Nach vorläufigen Angaben der mexikanischen Statistikbehörde INEGI sind im vergangenen Jahr fast 23.000 Menschen eines gewaltsamen Todes im Land gestorben. Das sind durchschnittlich 62 Morde pro Tag. Gegenüber dem Jahr 2012 bedeutet dies einen Rückgang von 12,45 Prozent, aber immer noch eine äußerst hohe Mordrate von 19 Personen pro 100.000 Einwohner*innen. Dabei ist das Ausmaß der Gewalt in den 31 Bundesstaaten und der Hauptstadt sehr unterschiedlich. Bezogen auf die Einwohnerzahl geschehen die meisten Morde im Bundesstaat Guerrero (63 pro 100.000). Es folgen die nördlichen Bundesstaaten Chihuahua und Sinaloa. Über dem Bundesdurchschnitt liegen ebenfalls Morelos, Colima, Tamaulipas, Durango, Sonora, Baja California, Michoacán und der Bundesstaat Mexiko. […]


Mexiko, Bergbau / la_nave_de_los_locos, CC_BY-NC_2.0, flickr.jpg
Mexiko

Verheerende Umweltsituation geht im Wahlkampfgetöse unter

von Mauricio Álvarez Eugenio Bermejillo (San José, 28. Mai 2012, voces nuestras).- Sechs Wochen vor den Präsidentschaftswahlen am 1. Juli in Mexiko dreht sich in erster Linie alles um die Kandidat*innen und erst in zweiter Linie um deren Themen. Während im Kandidatenrennen der bereits sicher geglaubte Sieg des PRI-Kandidaten Enrique Peña Nieto nach einigen fatalen öffentlichen Auftritten in Gefahr gerät, sind die Themen, welche die Mexikaner*innen am meisten bewegen, seit Monaten dieselben: Sicherheit und Wirtschaft stehen ganz oben, danach folgen die Armutsbekämpfung, Gesundheit und Bildung. […]