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Brasilien am rechten Abgrund
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(Rio de Janeiro, 18. Oktober 2018, taz).- Jair Bolsonaro legt sich nun auch mit der Bundesstaatsanwaltschaft an. Eine seiner ersten Amtshandlungen als neuer Präsident Brasiliens wäre ein genereller Freibrief für Polizisten. Ein tödlicher Schuss im Dienst solle per Gesetz als Notwehr gewertet werden, eine Untersuchung solcher Todesfälle werde es nicht mehr geben. Diese Ankündigung, die der rechtsextreme Kandidat beim Besuch einer Polizei-Sondertruppe zu Wochenbeginn in Rio de ...
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(Rio de Janeiro, 8. Oktober 2018, taz).- Der erwartete Rechtsruck ist eingetreten: Fast 50 Millionen Brasilianer stimmten bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag für den rechtsextremen Ex-Militär Jair Bolsonaro. Mit 46 Prozent liegt er deutlich vor Fernando Haddad von der Arbeiterpartei PT, der auf gut 29 Prozent kam. Nur knapp verfehlte Bolsonaro sein erklärtes Ziel, bereits im ersten Durchgang zu gewinnen. „Schuld waren die elektronischen Wahlurnen“, wusste Bolsonaro bereit...
Kommentar: Brasilien blickt in eine ultra-rechte Zukunft
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(Rio de Janeiro, 8. Oktober 2018, taz).- Noch besteht etwas Hoffnung in Brasilien. Nicht ausgeschlossen, dass der Ex-Militär Jair Bolsonaro doch noch gestoppt wird. Dass sein rechtsextremer Diskurs die Menschen stutzig macht und verhindert, dass er weitere vier Prozent Stimmen hinzugewinnt und auch den zweiten Durchgang der Präsidentschaftswahl gewinnt. Doch es ist unwahrscheinlich. Zu befürchten ist, dass das fünftgrößte Land der Welt sich demnächst in die Staatengruppe einr...