Monroe-Doktrin
Die Monroe-Doktrin ist eine außenpolitische Leitlinie der USA aus dem Jahr 1823. Sie erklärte Lateinamerika zur Einflusszone der Vereinigten Staaten und richtete sich ursprünglich gegen europäische Interventionen. In der Praxis diente sie jedoch immer wieder zur Rechtfertigung von US-Eingriffen, Regimewechseln und wirtschaftlicher Dominanz in der Region, die die USA als ihren Hinterhof betrachteten. Unter Donald Trump erlebte diese Logik eine politische Renaissance, etwa die neue Sicherheitsdoktrin, durch aggressive Rhetorik, Sanktionen und sicherheitspolitische Drohungen gegenüber lateinamerikanischen Staaten. Beobachter*innen sehen darin ein Wiederaufleben imperialistischer Machtpolitik, eingebettet in eine globale Konkurrenz zwischen den USA, China und Russland, die Lateinamerika erneut zum geopolitischen Schauplatz macht.
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