Voith Hydro


Honduras
Fokus: Menschenrechte 2016

Mutmaßliche Verwicklungen von Militärs und Politiker*innen in den Mordfall Berta Cáceres

Von Jutta Blume (Berlin, 16. Mai 2016, npl).- Fast genau zwei Monate nach dem Mord an der bekannten Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres wurden am 2. Mai vier Tatverdächtige verhaftet, kurz darauf ein weiterer. Drei der Männer sind oder waren Militärangehörige, einer ist Angestellter des Unternehmens Desarrollos Energéticos S.A. (DESA). Mitglieder des Zivilen Rats der Basis- und indigenen Organisationen von Honduras (COPINH), deren Koordinatorin Cáceres war, glauben, dass es sich bei den Festgenommenen allenfalls um die materiellen Täter, nicht aber um die Auftraggeber*innen des Mordes handelt. […]


Deutschland Honduras

Menschenrechte in Honduras stärken – bei der Siemens-Hauptversammlung

Am 27. Januar findet in München die jährliche Siemens-Hauptversammlung statt. Kritische Aktionäre und Menschenrechtsverteidiger wollen dies nutzen, um auf Menschenrechtsverletzungen bei der Umsetzung von Projekten, an denen der Konzerns beteiligt ist, aufmerksam zu machen. Denn immer wieder werden Menschen bedroht und angegriffen, die sich gegen den Bau von Windparks oder Staudämmen auf ihrem Grund und Boden wehren. Und oftmals bleibt es nicht bei bloßen Drohungen  […]


María Santos Domínguez wurde mit Macheten, Stöcken und Steinen attackiert. Foto: Amerika21
Honduras

Versuchter Mord an StaudammgegnerInnen

von Johannes Schwäbl (Río Blanco/Intibucá, 08. März 2014, amerika21.de).- Im Konflikt um das Staudammprojekt Agua Zarca im Departement Intibucá sind am Mittwoch drei Staudammgegner*innen schwer verletzt worden. Laut der indigenen Organisation COPINH wurde María Santos Domínguez auf dem Nachhauseweg von sieben Personen mit Macheten, Stöcken und Steinen attackiert. Ihr Ehemann Santos Roque Domínguez und der zwölfjährige Paulo Domínguez, die ihr nach einem Telefonanruf zu Hilfe eilten, wurden von den Aggressoren ebenfalls angegriffen und durch Machetenhiebe schwer verletzt. Die drei Mitglieder des COPINH befinden sich nach der Attacke in einem kritischen Gesundheitszustand. […]


AktivistInnen protestieren vor der Siemens-Hauptversammlung. Foto: Amerika21/Hondurasdelegation
Honduras

Proteste bei Siemens-Hauptversammlung

von Hondurasdelegation (München, 05. Februar 2014, amerika21.de).- Die Teilnehmer*innen der Aktionärs-Hauptversammlung des Siemenskonzerns sind am 28. Januar auf dem Weg zum Tagungsort in der Münchner Olympiahalle mit Protesten von Umweltschützer*innen und Menschenrechtler*innen konfrontiert worden. “Hände weg vom Regenwald”, “Stopp Belo Monte” und “Terror, Tote und Turbinen – Siemens verDAMMT Indigene in Honduras” war auf den Bannern der Demonstrant*innen zu lesen. Auf ihren Flugblättern erklärten die Vertreter*innen einer Koalition aus brasilianischen, US-amerikanischen, französischen und deutschen Organisationen, worauf ihr Protest zielt: Die Turbinenlieferungen des Siemens Joint Ventures Voith Hydro für die Staudämme Belo Monte in Brasilien und Agua Zarca in Honduras und die mit den Großprojekten verbundenen schweren Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörungen. In Belo Monte soll der drittgröße Staudamm der Welt entstehen, der Konflikt um Agua Zarca gilt als wichtigstes Beispiel für indigene Kämpfe in Honduras. […]


Berta-Caceres / Foto: LINyM, Giorgio Trucchi
Honduras

Haft für Menschenrechtsverteidigerin in Honduras

von Johannes Schwäbl 22. September 2013, amerika21.de).- Am Freitag (20.09.) hat ein Gericht in der honduranischen Stadt La Esperanza Untersuchungshaft gegen die indigene Menschenrechtsverteidigerin Bertha Cáceres verhängt. Cáceres ist Generalkoordinatorin des Zivilen Rates der zivilgesellschaftlichen und indigenen Organisation von Honduras Copinh (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras) und Trägerin des Shalompreises des Arbeitskreises für Gerechtigkeit und Frieden der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Gegen die mitangeklagten indigenen Aktivisten Tomás Gómez und Aureliano Molina wurden Bewährungsstrafen verhängt. […]


Honduras: Proteste in Rio Blanco. Foto: Amerika21/1.bp.blogspot.com (CC by-nc-sa 3.0)
Honduras

Militärs töten Staudammgegner

von Johannes Schwäbl (Río Blanco/Intibucá, 20. Juli 2013, amerika21.de).- Bei einer Protestaktion gegen den Bau des Staudammprojektes Agua Zarca im honduranischen Río Blanco wurde Tomas García, lokales Mitglied der indigenen Organisation COPINH, von Soldaten erschossen. Sein Sohn Allan wurde ebenfalls von zwei Kugeln getroffen und schwer verletzt ins Krankenhaus von Santa Barbara eingeliefert. Auch der Minderjährige Cristian Anael Madrid wurde tot aufgefunden. Der Vorfall ereignete sich, als die Dorfbewohner*innen vor dem Firmengelände von DESA und SINOHYDRO eine friedliche Kundgebung abhalten wollten. […]