MAIS


Mais
Mexiko

Filmbesprechung: Mord am Mais

Die Wissenschaft ist keine Religion, aber sie ist in der Lage, solche Schwerverbrechen zu begehen, als ob sie eine Religion wäre. Die moderne Geschichte ist reich an Beispielen. Obwohl diese Fälle in gewissenhaften bis hin zu genialen Gründen ihren Ursprung haben, verursachen sie einen immensen Schaden beim ausgewählten Objekt, wenn sie ihre Absichten umsetzen. Wenn das Ziel ein ausdrücklich kriegerisches ist, geht es darum, zu zerstören. Wenn es sich um Friedenszeiten und mutmaßlich konstruktive Ziele handelt, scheinen die Verbrechen keine zu sein. Sie sind dann einem höheren Gut geschuldet oder werden als Kollateralschaden unter Bergen von Lügen, Geldgeschenken und Propaganda geleugnet. Die Pharmaindustrie bietet ein monumentales Beispiel dafür.  […]


Mexiko

Harte Kritik an Transgenen von mexikanischem Experten

(Mexiko-Stadt/Berlin, 21. August 2016, la jornada-poonal).- Der Biologe und frühere Rektor der Autonomen Nationaluniversität Mexikos (UNAM), José Sarukhán, sprach sich im Rahmen eines Vortrages mit für seine Verhältnisse ungewöhnlich deutlichen Worten gegen den Anbau genveränderter Pflanzen in Mexiko. Den Aussagen kommt besondere Bedeutung zu, da Sarukhán auch Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Präsidentenamtes ist. […]


Guatemala

Landesweite Bauernproteste in Guatemala

Von Barbara Klitzke Rozas

(16. Mai 2016, amerika21).- Mehrere tausend Kleinbauern und Kleinbäuerinnen haben in Guatemala 29 zentrale Hauptverkehrsachsen im ganzen Land blockiert, um auf Ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Zum nationalen Streik am 11. Mai hatten die Nationale Koordination der Bauernorganisationen, das Komitee für die Bäuerliche Entwicklung (CODECA) und der Verband der Bauernorganisationen aus Vera Paz (UVOC) aufgerufen. […]


Bildquelle: http://www.autistici.org

San Andrés: 20 Jahre später

von Luis Hernández Navarro (Mexiko-Stadt, 26. Januar 2016, La Jornada).- Vor 20 Jahren, am 16. Februar 1996, wurden in San Andrés Sakam’chén de los pobres die Abkommen von San Andrés über Indigene Rechte und Kultur unterschrieben. Ohne Fototermin setzten Zapatist*innen und Bundesregierung ihre Unterschrift unter die ersten substantiellen Vereinbarungen, die sich auf die Ursachen bezogen, die zum  […]


Mexiko

Monsanto und die mexikanischen BäuerInnen

von Antonio Turrent Fernández* (Mexico-Stadt, 21. August 2015, la jornada).- In seinem von Eugenio Bermejillo moderierten Programm „Chiapas Expediente Nacional“ veranstaltete Radio UNAM eine Debatte zwischen Monsanto-Vertretern und der Kollektivklage Mais. Die Debatte wurde am 11. August gesendet und kann über den link http://htl.li/QPrE1 angehört werden. In seinem Schlussbeitrag erklärte einer der Monsanto-Vertreter, sein Unternehmen „würde niemals einen mexikanischen Bauern verklagen, sollte sein einheimischer Mais irgendeine genveränderte Struktur in Monsanto-Eigentum aufweisen.“ So könne der Campesino weiterhin sein Saatgut bewahren, aber wählen, ob er eine Tonne pro Hektar mit seinem einheimischen Mais oder aber drei bis sechs Tonnen pro Hektar mit Genmais ernten wolle. […]


Vielfalt der einheimischen Maissorten / Foto: archivo de proyectos, CC BY NC SA 2.0, flickr
Mexiko

Fallbeispiel Gensoja: Menschenrechtskommission bekräftigt Recht der indigenen Völker auf Konsultation

von ceccam (Berlin, 09. August 2015, poonal).- Die staatliche Nationale Menschrechtskommission CNDH (Comisión Nacional de los Derechos Humanos) hat festgestellt, dass das mexikanische Landwirtschaftsministerium (Sagarpa) das Recht der indigenen Völker auf eine freie, vorherige und informierte Konsultation mehrfach verletzt hat. Hintergrund ist die Sagarpa-Genehmigung für den Anbau von Gensoja auf der Halbinsel Yuacatán. Dagegen hatten mehrere Maya-Gemeinden mit Hinweis auf die fehlende Konsultation und internationale Abkommen erfolgreich geklagt. […]


Chile Lateinamerika Mexiko

onda-info 357

Hallo und willkommen zum onda-info 357. Diese Sendung steht ganz im Schatten der Zwischenwahlen in Mexiko. Die Wahlen an sich sind eigentlich nicht weiter wichtig, denn es stand eh fest, wer gewinnt: Die Vertreterinnen und Vertreter des korrupten, brutalen und vom organisierten Verbrechen durchzogenen politischen Systems. Genau aus diesem Grund wurde bei diesen Wahlen erstmals in Mexiko massiv gefordert, die Wahlen zu boykottieren, um auf  […]


Omar Esparza. Foto: Educaoaxaca.org
Mexiko

Morddrohungen gegen Ehemann von Bety Cariño

(Berlin, 09. Juni 2015, poonal).- Omar Esparza Zarate, linker indigener Aktivist aus dem südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca, hat Morddrohungen erhalten. Esparza ist der Ehemann von Bety Cariño, die vor fünf Jahren in Oaxaca erschossen wurde. Sie hatte eine humanitäre Karawane angeführt, die Medizin und Lebensmittel in die damals von Paramilitärs eingekesselte autonome Gemeinde San Juan Copala bringen wollte. Die Karawane wurde beschossen; dabei kam neben Bety Cariño auch der finnische Aktivist Jyri Jaakkola ums Leben. […]


Ditadura Nunca Mais! Foto: Flickr/ Ben-Perrusi Martins (CC BY-NC-SA 2.0)
Italien Uruguay

Die Wahrheit siegt durch sich selbst

von Montevideo Portal (Montevideo, 13. März 2015, comcosur).- Die Diktaturen in den Ländern des Südkegel genannten südlichen Teils Lateinamerikas kosteten zwischen 1970 und 1980 etliche Menschen das Leben. Nun wollen die Angehörigen der italienisch-uruguayischen Opfer, die in jenen Jahren verschwanden, durch ein in Italien eröffnetes Verfahren die Verbrechen rund um die sogenannte Operation Condor aufklären und unter anderem den Ex-Militär Jorge Néstor Fernández Troccoli zur Verantwortung ziehen. […]


Mexiko

Die Kollektivklage der Maismenschen

von Silvia Ribeiro, Mexiko-Stadt

MEXIKO

Foto: Ceccam(Mexiko-Stadt, 18. April 2015, la jornada-poonal).- „Der zum Essen ausgesäte Mais ist heilige Grundlage des Menschen, der aus dem Mais geschaffen wurde. Zum Geschäftemachen ausgesät ist er der Hunger des Menschen, der aus dem Mais geschaffen wurde.“ Dieser einfache und tiefgründige Satz von Miguel Ángel Asturias gewinnt Tag für Tag mehr Bedeutungen. Das Geschäft, den Hunger zu säen, befindet sich heute in der Hand von vier Multis.

 

 […]


Maisverladung / Foto: JohnLillis CC BY-NC-ND 2.0, flickr
Mexiko

Verschüttete GVO: Kriminelle Gleichgültigkeit

von Elena Álvarez-Buylla* (Mexiko-Stadt, 06. Februar 2015, la jornada).- In diesem neuen Jahr ist es entscheidend, unseren Mais und unser Maisfeld, die Milpa, zu verteidigen. Damit setzen wir auf unsere Kultur, unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Zu einem wesentlichen Ausmaß hängen diese von der kleinbäuerlichen Produktion ohne Agrargrifte ab. Ein biologischer Landbau, der gesunde Lebensmittel produziert und weder die Umgebung schädigt noch die biologische Vielfalt in Mexiko zerstört, baut auf Wissen sowie auf die Vielfalt von Anbau, Technologie und gemeindebasierter Organisation. All dies ist von unschätzbarem Wert, um die Ernährungssouveränität zurückzugewinnen. […]


USA

Millionenimporte von genverändertem Futtermais aus den USA

von Ceccam (Berlin, 13. Februar 2015, poonal).- In diesem Jahr wird Mexiko voraussichtlich wie schon 2014 etwa zehn Millionen Tonnen sogenannten gelben Mais aus den USA einführen. Der gelbe Mais dient vorrangig, aber nicht ausschließlich, als Futtermittel. Da es sich beim Futtermais aus den USA zu weit über 90 Prozent um Genmais handelt und dieser nicht gemahlen sondern als Korn importiert wird, stellt er eine enorme potentielle Quelle für die Kontamination von traditionellen mexikanischen Sorten dar, deren Ernte für den menschlichen Verzehr bestimmt ist. […]


Per Kürzung aufs Trockene gesetzt? / Foto: andresg, 2009, flickr
Mexiko

Ungewissheit im Agrarsektor nach Milliardenkürzungen

von Ceccam (Berlin, 06. Februar 2015, poonal).- Am 30. Januar verkündete der mexikanische Finanzminister Luis Videgaray angesichts drastisch gefallener Öleinnahmen des Landes – der Preis pro Barrel mexikanisches Öl stürzte in den vergangenen Monaten auf unter 40 US-Dollar ab – eine umfangreiche Haushaltskürzung. Insgesamt 124 Milliarden Pesos (ca. sieben Milliarden Euro) sollen in 2015 eingespart werden. […]


Hier ist der Mais eines Kleinbauern aus Oaxaca zu sehen. Keine Genmaisausschüttung, sondern lokale Sorten / Foto: Archivo-de-Proyectos, CC BY-NC-SA 2.0, Flickr
Mexiko

Großzügige Ausschüttung

von Ceccam (Berlin, 23. Januar 2015, poonal).- Nach Recherchen der mexikanischen Zeitschrift Contralínea setzten Multis bei Transportunfällen in Mexiko binnen weniger Jahre 800 Tonnen genveränderten Mais und Reis frei. So habe es von 2010 bis 2013 mindestens sieben Transportunfälle in Mexiko gegeben, bei denen signifikante Mengen von genverändertem Mais und Reis mit der freien Natur in Berührung kamen. Contralínea beruft sich auf Angaben und Berichte der Interministeriellen Kommission für die Biosicherheit der gentechnisch veränderter Organismen CIBIOGEM (Comisión Intersecretarial de Bioseguridad de los Organismos Genéticamente Modificados). […]