Human Rights Watch


Mitglieder der Verhandlungsdelegationen der Farc (links) und der Regierung in Havanna. Foto: Amerika21/pazfarc-ep.org
Kolumbien

Übergangsjustiz zwischen Kritik und Zuspruch

von Ani Dießelmann (Bogotá, 29. September 2015, amerika21.de).- Das am 23. September von der Regierung und der Guerillabewegung Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (Farc) geschlossene Abkommen wird vielfach als „historischer Moment“ für das südamerikanische Land bezeichnet. Die Bewertungen fallen jedoch unterschiedlich aus. […]


venezuela leopoldolopez. Foto:Adital/taringa.net
Venezuela

Geteilte Meinungen und Kritik an Urteil gegen Oppositionsführer

von Cristina Fontenele (Fortaleza, 15. September 2015, adital).- Leopoldo López, politischer Gegner des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, ist am 10. September zu fast 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil erging aus der Anklage wegen Terrorismus, Mordes, Sachbeschädigungen, Brandstiftung sowie Anstiftung zur Aufruhr der Öffentlichkeit und kriminelle Vereinigung während der Proteste von 2014 gegen die Regierung Maduros. Diese hatten 43 Tote und mehr als 800 Verletzte gefordert. López saß seit 19 Monaten im Militärgefängnis Ramo Verde der Stadt Los Teques im Bundesstaat Miranda in Haft. […]


mexiko ayotzinapa 8 meses. Foto: Pulsar
Mexiko

Ayotzinapa: Neue Demo von Angehörigen

von Pablo Florencio Salazar (Buenos Aires, 28. Mai 2015, púlsar).- Ende Mai war es schon acht Monate her, dass die 43 Studenten aus Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero spurlos verschwunden sind. Aus diesem Anlass fanden in mehreren mexikanischen Städten Demonstrationen und Gedenkkundgebungen statt, an denen Angehörige, Freund*innen und Aktivist*innen von Organisationen der Zivilgesellschaft teilnahmen. Unter anderem teilte der Dachverband der Angestellten im Bildungswesen CNTE (Coordinadora Nacional de Trabajadores de la Educación) mit, dass sie zur Unterstützung der Eltern der verschwundenen Studenten auf die Straße gingen. […]


Alejandra Ancheita nimmt in Genf den Preis entgegen / Foto: www.prodesc.org.mx
Mexiko

„Menschenrechts-Nobelpreis“ für mexikanische Aktivistin

(Berlin, 09. Oktober 2014, poonal).- Der mexikanischen Anwältin Alejandra Ancheita, geschäftsführende Direktorin der Menschenrechtsorganisation ProDesc (Projekt für die WSK-Rechte) wurde am 7. Oktober in Genf der Martin Ennals Award 2014 verliehen. Die Auszeichnung wird inoffiziell auch als Menschenrechts-Nobelpreis bezeichnet. […]


Kolumbianische Paramilitärs in Aktion / Foto (Archiv): operamundi (Adital)
Kolumbien

„Ehemalige“ Paramilitärs terrorisieren die Hafenstadt Buenaventura

von Marcela Belchior (Fortaleza, 31. März 2014, adital).- Kriminelle Organisationen versetzten ganze Stadtviertel in Angst und Schrecken und vertrieben Tausende Menschen aus Buenaventura, dem Haupthafen Kolumbiens am Pazifischen Ozean. Die Region ist massiv betroffen von Fällen von Folter, gewaltsamem Verschwinden, Hinrichtungen und brutalen Morde. Die Situation führte zu einer überhasteten Flucht der größtenteils afrokolumbianischen Bevölkerung des Bezirks. […]


encuentro internacional de trabajadoras domesticas del Uruguay. Foto: Flickr/mujeres del sur (CC BY-NC-SA 2.0)

Verbesserte Arbeitsrechte für Hausangestellte

(Montevideo, 29. Oktober 2013, la diaria).- Vom 26. bis 28. Oktober war die uruguayische Hauptstadt Montevideo Austragungsort des Internationalen Kongresses der Vereinigung der Haushaltshilfen. Ein Ergebnis dieser Tagung war die Bildung eines internationalen Verbandes von Hausangestellten. Es nahmen Vertreter*innen aus allen Kontinenten teil, so dass ein genauer Einblick in die verschiedensten aktuellen Situationen der Hausangestellten gegeben werden konnte. […]


Indigene aus Oaxaca protestieren. Foto: Servindi
Mexiko

Indigene beklagen Repression in Oaxaca

(Lima, 05. Mai 2013, servindi).- Indigene Organisationen des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca sowie mexikanische Menschenrechtsorganisationen baten Human Rights Watch (HRW) um Unterstützung gegen die mexikanische Regierung und die Interamerikanische Entwicklungsbank BID (Banco Interamericano de Desarrollo). Damit hoffen sie, die Gewalttätigkeiten und Repressionen gegen die indigenen Gruppen zu stoppen, welche sich gegen die Umsetzung von Großprojekten auf ihrem Territorium wehren. […]


Duvalier /Alterpresse
Haiti

Haitis Ex-Diktator Duvalier erscheint vor Gericht

von Ulrich Mercker (Port au Prince, 02. März 2013, amerika21.de).- Nach zwei vergeblichen Vorladungen ist der frühere Diktator Jean Claude Duvalier am 28. Februar zu einer Anhörung vor einem haitianischen Gericht in Port-au-Prince erschienen. Er sollte Gelegenheit erhalten, sich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu äußern. Diese umfassen schwerste Menschenrechtsverletzungen während seiner Amtszeit von 1971 bis 1986 sowie Unterschlagung und millionenfachen Raub von Geldern aus der Staatskasse. […]


Demonstration gegen das Verschwinden von Maula Moreno (August 2011) /Ciudadana-express.com
Mexiko

Mehr als 26.000 Menschen in den letzten sechs Jahren verschwunden

(Venezuela, 03. März 2013, telesurpúlsar).- Laut offiziellen Zahlen, sind in Mexiko in der Regierungszeit von Felipe Calderón (Dezember 2006 bis November 2012) insgesamt 26.121 Menschen als verschwunden oder vermisst registriert worden. Dies gab die Unterstaatssekretärin für Menschenrechte, Lía Limón am 26. Februar bekannt. Die offizielle Zahl der Verschwundenen basiert auf Vermisstenmeldungen der Staatsanwaltschaften des Landes. […]


Magaly Quintena vom Movimiento Feminista. Foto: Flickr/Sven Hansen
Nicaragua

„Wir tauschen keine Rechte gegen Wählerstimmen“

von Sylvia R. Torres (Lima, 30. August 2011, semlac).- “No cambiamos derechos por votos” – „Wir tauschen keine Rechte gegen Wählerstimmen.“ So las man vor der Wahl auf einigen Bussen des öffentlichen Nahverkehrs in Managua. Unterzeichnet war der Slogan von einem Zusammenschluss mehrerer Organisationen, der sich „El Movimiento Feminista“ – „Feministische Bewegung“ nennt. […]


Journalist unter „Terrorismusverdacht“ erhält doch US-Visum

(Guatemala-Stadt, 12. August 2010, cerigua).- Die Regierung der Vereinigten Staaten hat laut Presseberichten am 27. Juli dem kolumbianischen Journalisten Hollman Morris doch ein Visum erteilt. Dieses war ihm Mitte Juli von den US-Behörden wegen „Terrorismusverdacht“ verweigert worden. Morris, der als einer von 12 Journalist*innen von der Nieman Stiftung für das Stipendienprogramm 2010-2011 ausgewählt worden war, benötigt das Visum, um sein Studium an der Harvard-Universität fortsetzen zu können. Morris hat sich in seiner Arbeit auf die Themen Menschenrechte sowie den bewaffneten Konflikt in Kolumbien spezialisiert. […]


Venezuela

Regierung weist Mitarbeiter von Human Rights Watch aus

(Montevideo, 19. September 2008, comcosur).- Die venezolanische Regierung hat am 18. September den Human Rights Watch-Beauftragten für Lateinamerika, José Miguel Vivanco, und einen seiner Mitarbeiter ausgewiesen. Das geschah, nachdem Vivanco einen Bericht über den Zustand der Demokratie in Venezuela vorgestellt hatte. […]