Guerrero


Mexiko

Guerrero: Das organisierte Verbrechen als bewaffneter Arm der Bergbauunternehmen

Im Gebirge von Guerrero, zwischen den Regionen Costa Grande und Tierra Caliente sind Dutzende von Dörfern und Ejido-Siedlungen verlassen oder befinden sich in der Gewalt des organisierten Verbrechens. Sie sind praktisch menschenleer, abgesehen von den Bewohner*innen, die akzeptierten oder gezwungen wurden, für die Kriminellen zu arbeiten. Manuel Olivares, Leiter des Regionalen Menschenrechtszentrums José María Morelos y Pavón (Centro Morelos) mit Sitz in der guerrensischen Stadt Chilapa beschreibt die Situation eindrücklich. Er weist die Verantwortung für diese Situation den Interessen sowohl der multinationalen als auch mexikanischen Bergbauunternehmen zu. Das organisierte Verbrechen agiert wie ihr paramilitärischer Arm. […]


Mexiko

Wenn aus Holzstücken Knochenreste werden – Freiwillige Suchbrigade findet geheime Gräber in Veracruz

Von Gert Goertz

(Mexiko-Stadt, 7. Mai 2016, npl).- Zwei Wochen reichten aus, um zu finden, was die Regierung nicht finden will. Am 9. April kamen Mitglieder der „Nationalen Suchbrigade Verschwundener Personen“ in den Bundesstaat Veracruz. Am 22. April präsentierten sie in den Räumlichkeiten des Menschenrechtszentrums Miguel Agustín Pro Juárez in Mexiko-Stadt ihre Ergebnisse: Nur acht Kilometer von den Grenzen der 200.000 Einwohnerstadt Córdoba entfernt, fanden sie in 15 verschiedenen, nahe beieinander gelegenen klandestinen Gräbern Kleider- und Knochenreste mit Brandspuren.  […]


Mexiko

Die Nacht von Iguala und der mexikanische Staat

Von Luis Hernández Navarro. (Mexiko-Stadt, 26. April 2016, la Jornada-poonal).- Die Form wahrend, ist der letzte Bericht der Unabhängigen Interdisziplinären Expert*innengruppe (GIEI) dennoch inhaltlich demolierend. Er hinterfragt nicht nur die armselige gerichtliche Arbeit der Funktionär*innen, die mit den Ermittlungen zu den Ereignissen der Nacht von Iguala beauftragt waren. Er stellt die ureigene Glaubwürdigkeit des mexikanischen Staates in Frage.  […]


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onda-info 378

Hallo und willkommen zum onda-info 378! Zu Beginn dieser Sendung haben wir für euch eine Reihe Nachrichten – aus Argentinien, El Salvador und Mexiko. Beiträge gibt es zu Mexiko und Argentinien. […]


Mexiko

Ayotzinapa: Forensiker demontieren „historische Wahrheit“

(Oaxaca, 9. Februar 2016, educa/la jornada/poonal).- Das Team Argentinischer Forensiker*innen EAAF (Equipo Argentino de Antropología Forense) hat keinen biologischen und physischen Nachweis gefunden, aus dem sich schließen ließe, dass die 43 in der Stadt Iguala verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa auf einer Müllkippe verbrannt wurden. Genau dies hatten jedoch Regierung und Generalstaatsanwaltschaft behauptet.  […]


Mexiko

„Auftrag ausgeführt“ – Hoffnung der Familienangehörigen der 43 Verschwundenen

(15. Januar 2016, desinformémonos).- Am 14. Januar fand ein Treffen zwischen den Eltern der 43 verschwundenen Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa (siehe auch hier) und der Generalbundesstaatsanwältin Arely Gómez statt, in dem über die Fortschritte der Untersuchung berichtet wurde. Dies was vereinbart worden, als die neue Untersuchungskommission mit ihrer Arbeit begann. Beim Treffen waren Ángela Buitrago und Alejandro Valencia vom interdisziplinären und unabhängigen Expertenteam GIEI (Grupo Interdisciplinario de Expertos Independientes) und die Rechtsanwälte der Familienangehörigen anwesend. […]


Mario Vergara /Foto: Wolf-Dieter Vogel/ Kristin Gebhardt
Mexiko

Mexiko: Die anderen Verschwundenen

Der Fall sorgte international für Schlagzeilen: Am 26. September 2014, verschwanden in der Stadt Iguala im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero 43 Studenten, sechs Personen wurden getötet. Polizisten nahmen die jungen Männer fest und übergaben sie Söldnern der Mafia-Organisation ,,Guerreros Unidos“. Auch über ein Jahr später fehlt von ihnen praktisch jede Spur. Der Angriff sorgte dafür, dass das massenhafte Verschwinden von Menschen in Mexiko international bekannt  […]


Mexiko Maribel González / noticias aliadas
Mexiko

„Es findet ein systematischer Angriff auf die Lehrerschule von Ayotzinapa statt“

von Carmen Herrera (Lima, 06. November 2015, noticias aliadas-adital).- Maribel González Pedro ist Rechtsanwältin und arbeitet im Menschenrechtszentrum Tlachinollan im Bundesstaat Guerrero im Südwesten von Mexiko. Das Menschenrechtszentrum unterstützt die Familienangehörigen der 43 Studenten, die im September 2014 in Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero gewaltsam verschwunden sind. Es bietet rechtliche Unterstützung bei der Aufklärung dieses Falles, der nicht nur in Mexiko sondern auch international die Öffentlichkeit erschüttert hat. […]


mexiko radilla. Foto: Desinformemonos
Mexiko

Weitere Untersuchungen im Fall Radilla

von Desinformémonos (Berlin, 06. November 2015, poonal).- Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft PGR (Procuraduría General de la República) will erneut nach dem verschwundenen Oppositionellen Rosendo Radilla Pacheco suchen lassen. Radilla war im August 1974 im Bundesstaat Guerrero verschwunden gelassen worden. Die Untersuchungen sollen auf dem Gelände des früheren 27. Militärgebietes in der Gemeinde Atoyac de Álvarez in Guerrero stattfinden. Wie die Untersuchungsbehörde SEIDF gegenüber der Tageszeitung La Jornada erklärte, sollen Beamte des Bundesinnenministeriums die Ermittlungen durchführen. Konkret handelt es sich bereits um die fünfte Serie von Ausgrabungen, um die sterblichen Überreste von Radilla Pacheco zu finden. […]