Guatemala-Stadt


Kundgebung Guatemala
Guatemala

Großkundgebung in Guatemala-Stadt

Etwa 75.000 Menschen verschiedenen Alters haben sich am 20. September in der Hauptstadt Guatemalas auf der Plaza de la Constitución vor dem Nationalpalast versammelt, um gegen den „Pakt der Straflosigkeit und Korruption“ zu protestieren, in den Regierung und Behörden verstrickt seien. Obwohl die Demonstrant*innen verschiedenen politischen Strömungen und sozialen Schichten angehörten, vereinte sie die Ablehnung von Korruption und Straflosigkeit. Bei ihrer Protestaktion forderten sie zudem den Rücktritt von Präsident Jimmy Morales sowie von den 107 Abgeordneten, die für seine umstrittene Strafrechtsreform gestimmt hatten.  […]


Richter
Guatemala
Fokus: Frauen und Queer / Mujeres y Queer

Eine Beteiligte am Tod von 41 Mädchen freigesprochen

Mehr als fünf Monate nach dem verheerenden Brand in einem staatlichen Kinder- und Jugendheim in Guatemala-Stadt, bei dem 41 Mädchen starben, herrscht in dem Fall noch immer Straflosigkeit. Das Feuer in dem Heim Virgen de la Asunción, bei dem die 41 Mädchen starben, war kein Unfall. Sie starben durch ein Feuer, das nicht gelöscht werden sollte. Ihnen wurde zugerufen: ‚Wenn sie flüchten können, können sie das auch aushalten‘. Und so starb eine nach der anderen durch das Feuer oder erstickte. In diesem Beitrag der Prensa Comunitaria geht es um den Zwischenstand im Strafprozess. […]


Guatemala derrumbe cerro cambray. Foto: Adital/Conred
Guatemala

Erdrutsch in Guatemala durch Bergbauarbeiten ausgelöst

(Fortaleza, 05. Oktober 2015, adital).- Bei dem Erdrutsch am 1. Oktober in der Siedlung Cambray II im Vorort von Guatemala-Stadt stieg die Zahl der Todesopfer auf 131. 300 Personen bleiben weiterhin vermisst. Mindestens 21 der Toten sind Kinder. Diese Zahlen gab am Sonntag, 4. Oktober Julio Sánchez, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und Sprecher des Rettungskommandos, am Unglücksort gegenüber den Journalist*innen bekannt. Helfer und Rettungsmannschaften nahmen am Sonntag nach dem Erdrutsch in der 15 Kilometer östlich der Hauptstadt liegenden Stadt Santa Catarina Pinula, in der sich die von Minenarbeiten betroffene Gemeinde El Cambray II befindet, ihre Arbeit wieder auf. […]


guatemala 27a. Foto: Cerigua/soy502
Guatemala

Zehntausende fordern Rücktritt von Präsident Pérez Molina

(Guatemala-Stadt, 27. August 2015, cerigua).- Der 27. August wurde für ganz Guatemala zu einem historischer Tag, nachdem Zehntausende von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, Student*innen, Arbeiter*innen, Gewerkschaftler*innen und Akademiker*innen mit lauter Stimme den Rücktritt des Präsidenten Otto Pérez Molina sowie tiefgreifende Veränderungen im politischen System forderten. […]


Guatemala

„Immer noch sehr nah dran an dieser schlimmen Zeit“

von Markus Plate

GUATEMALA

Guatemala Daniel Hernandez Mater Dolorosa. Fotos mit frdl. Genehmigung von Hernandez(Guatemala-Stadt, 16. März 2015, npl).- In Guatemala nimmt fast 20 Jahre nach Unterzeichnung der Friedensabkommen und dreißig Jahre nach den schlimmsten Massakern der Armee an Indígena-Gemeinden die juristische Aufarbeitung der Verbrechen der Militärdiktatur an Fahrt auf. Das ist auch das Verdienst von Daniel Hernández Salazar, dessen fotografisches Werk einen wichtigen Beitrag leistet, dass die Menschenrechtsverletzungen der jüngeren guatemaltekischen Geschichte im kollektiven Gedächtnis geblieben sind.

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Guatemala

Noch weit entfernt von Teilhabe und Einbeziehung: Menschen mit Behinderungen in Guatemala

von Markus Plate, Guatemala-Stadt(Berlin, 21. September 2010, npl).- Silvia Quan ist Ombudsfrau für die Rechte von Menschen mit Behinderung in der staatlichen Ombudsstelle für Menschenrechte in Guatemala. Daneben ist sie Mitbegründerin der Organisation „Colectivo Vida Independiente de Guatemala“, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzt und sich zurzeit vor allem für Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr einsetzt. Silvia ist selbst blind und lebt ein sehr unabhängiges Leben, was in Guatemala als Mensch mit Behinderung alles andere als leicht ist. […]


Guatemala

Präsident unter Mordverdacht

von Markus Plate, Guatemala-Stadt(Berlin, 13. Mai 2009, npl).- Ein derart ungeheuerlicher Vorgang würde wohl jeden Staats– oder Regierungschef der Welt in ärgste Bedrängnis bringen: Der Fall beginnt mit einem Mord. Am vergangenen Sonntag wird der Anwalt Rodrigo Rosenberg in Guatemala beim Fahrradfahren erschossen. So zynisch das klingt, bei vier bis fünftausend Mordopfern jährlich im kleinen Guatemala ist dies allein kaum eine Schlagzeile Wert. Die Bombe platzt einen Tag später, am Montag, den 11. Mai. Zwei große Tageszeitungen veröffentlichen eine Videobotschaft des Ermordeten, aufgenommen eine halbe Woche vor dem Mordanschlag. […]


Guatemala Lateinamerika Mittelamerika

III. Amerikanisches Sozialforum wendet sich gegen offenen Tagebau in Zentralamerika

von Darius Ossami, Guatemala-Stadt(Berlin, 16. Oktober 2008, npl).- Die Maya haben eine lange Geschichte der Ausbeutung und Unterdrückung hinter sich. Während der Kolonialisierung raubten die Spanier in ihren Siedlungsgebieten Gold und Silber und alles, was sie finden konnten. Später kam die industrielle Revolution und brachte den extensiven Kaffeeanbau mit sich. So verloren die Maya einen Grossteil des Landes, das sie als das ihre ansehen. Trotz dieser finsteren Geschichte kämpfen sie weiter für ein Leben in Würde. Doch drohen ihnen neue Gefahren. Nachdem der Bürgerkrieg in Guatemala vorbei ist, interessieren sich transnationale Konzerne nun für die im Land vermuteten Bodenschätze. Darüber sagt Dolores Sales, Aktivistin der nationalen indigenen und bäuerlichen Organisation Conic: „Jetzt kommen, mit der Lebensmittel- und der Energiekrise, wieder die transnationalen Unternehmen und wollen uns das letzte Land nehmen, das uns noch geblieben ist. Sie nehmen uns die Berge weg. In Guatemala haben 80% der Bevölkerung nur Zugriff auf 2% des nutzbaren Landes.“ […]


Guatemala

Gegen Vergessen und Straflosigkeit

von Darius Ossami, Guatemala-Stadt(Berlin, 16. Oktober 2008, npl).- Die Aufarbeitung der blutigen Geschichte des Bürgerkriegs in Guatemala hat gerade erst begonnen und ist ein wichtiger Teil im Kampf gegen das Vergessen. Seinen blutigen Höhepunkt fand der Krieg gegen die Zivilbevölkerung in den Jahren 1980 bis 1983, als das guatemaltekische Militär einen regelrechten Vernichtungsfeldzug gegen Teile der indigenen Hochlandbevölkerung führte. So gab es auf dem III. Amerikanischen Sozialforum gleich mehrere Tage der Erinnerung, an denen sich zahlreiche Opfer zu Wort meldeten und ihre Geschichte erzählten. […]


Guatemala Lateinamerika

Ein anderes Amerika ist möglich

von Darius Ossami, Guatemala-Stadt(Berlin, 13. Oktober 2008, poonal).- Mit einer Demonstration zur Plaza Central von Guatemala-Stadt ist das III. Amerikanische Sozialforum am Sonntag zu Ende gegangen. Nahezu unbemerkt von der guatemaltekischen Öffentlichkeit hatten zuvor vier Tage lang rund 6.000 Vertreter*innen sozialer Bewegungen auf dem Uni-Campus debattiert, sich ausgetauscht und vernetzt. Besonders präsent waren indigene Organisationen sowie Frauen- und Campesinoverbände aus Guatemala, aber auch aus fast allen anderen amerikanischen Staaten. […]


Guatemala Lateinamerika Mittelamerika

Protest gegen geplantes Abkommen zwischen der EU und Zentralamerika

von Darius Ossami, Guatemala-Stadt(Berlin, 12. Oktober 2008, npl).- Gleich mehrere Veranstaltungen thematisierten auf dem III. Amerikanischen Sozialforum den geplanten Acuerdo de Asociacion, kurz ADA. Dieses in Deutschland noch weitgehend unbekannte Abkommen zwischen der Europäischen Union und Zentralamerika sieht neben „politischem Dialog“ und „Zusammenarbeit“ auch die Errichtung einer Freihandelszone vor. […]


Guatemala Lateinamerika

Patriarchat und Neoliberalismus verantwortlich für Frauenmorde

von Markus Plate, Guatemala-Stadt(Berlin, 10. Oktober 2008, poonal).- Eine mit rund 100 Teilnehmerinnen und leider nur einem Dutzend Teilnehmern sehr gut besuchte Veranstaltung des III. Amerikanischen Sozialforums in Guatemala-Stadt hatte die unzähligen Morde an Frauen zum Thema, die in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern Lateinamerikas erschreckende Ausmaße angenommen haben. Aktivistinnen aus Mexiko, Guatemala, El Salvador und Kolumbien schilderten die Situation in ihren Ländern und berichteten von ihren Erfahrungen beim Kampf um die Identifizierung und die Bestrafung der Täter. […]


Guatemala Lateinamerika

Digitales Radio und Fernsehen – Das Ende der alternativen Medien?

von Markus Plate, Guatemala-Stadt(Berlin, 08. Oktober 2008, npl).- Auf dem III. Amerikanischen Sozialforum (FSA) wird auch über die Chancen und Risiken bezüglich des Zugangs zu Information und Kommunikation angesichts der digitalen Revolution debattiert. Alternative Medienexpert*innen referierten über das Ende der analogen Übertragung und die Möglichkeiten, die digitale Technologien zur Stärkung der freien Radios und zur Verringerung von Ungerechtigkeiten beim Zugang zu Informationen bieten. […]


Guatemala Lateinamerika

Guatemala begrüßt 9000 Aktivist*innen zum III. Amerikanischen Sozialforum

von Darius Ossami und Markus Plate, Guatemala-Stadt(Berlin, 08. Oktober 2008, npl).- Mit einer großen Eröffnungsveranstaltung auf dem Platz der Märtyrer begann Abends am 7. Oktober das III. Amerikanische Sozialforum in Guatemala-Stadt. Bis zu 9.000 Teilnehmer*innen werden für die kommenden Tage erwartet, fast 5.000 davon aus anderen Ländern des Kontinents. Sie werden sich auf rund 400 angemeldete Veranstaltungen verteilen. Für Guatemala ist das eine Großveranstaltung mit Seltenheitswert und für die Organisator*innen eine Herausforderung. Vor allem aber sei “das Sozialforum für Guatemala ein Ereignis von großer Wichtigkeit”, meint Enrique Álvarez, Leiter des Zentrums für Demokratiestudien in Guatemala-Stadt. Es seien ein paar Veränderungsprozesse in Gang gekommen, die gestärkt werden müssten: “Vor allem die soziale Bewegung Guatemalas kann durch das Sozialforum Rückhalt, Unterstützung und Impulse erfahren”, hofft Álvarez. Insbesondere im Angesicht der aktuellen weltweiten Finanzkrise und seiner Auswirkungen sei es von größter Wichtigkeit, “dass wir die Ereignisse, die Ursachen und die Auswirkungen gemeinsam klar und präzise analysieren, um daraus Antworten ableiten zu können“. […]


Guatemala Lateinamerika

Amerikanisches Sozialforum in Guatemala: Hintergrund Frauenmorde

Hintergrundbeitrag anlässlich des Amerikanischen Sozialforums vom 7.-12. Oktober in Guatemala. Beitrag aus dem Jahre 2005/06 Jeden Tag werden es mehr. Beinahe 600 Frauen sind in diesem Jahr bereits in Guatemala umgebracht worden, doppelt so viele wie noch vor vier Jahren. Die Opfer: Hausfrauen, Arbeiterinnen, Prostituierte, Studentinnen, Mitglieder von Jugendbanden… Häufig werden die Frauen vor ihrem Tod vergewaltigt und verstümmelt, in vielen Fällen  […]


Guatemala

ondainfo-Spezial: Zehn Jahre Frieden in Guatemala

Am 29. Dezember feiert Guatemala einen ganz besonderen Jahrestag: Zehn Jahre Frieden. Zehn Jahre, die die zentralamerikanische Republik von einem der blutigsten Bürgerkriege Lateinamerikas trennen. Über 200.000 kamen in 35 Jahren Krieg ums Leben, Zehntausende Menschen ließen die Militärs spurlos verschwinden, Hunderttausende versuchten den mordenden Truppen des Militärmachthabers Efrain Rios Montt duch die Flucht nach Mexiko zu entkommen. In diesem ondainfo-Spezial berichten  […]