Cajamarca


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Bäuerin aus Peru gewinnt Goldman-Preis für die Verteidigung der Umwelt

Máxima Acuña, eine Bäuerin aus der Region Cajamarca im Norden Perus, ist mit dem Goldman-Preis für ihren Kampf gegen einen transnationalen Minenkonzern ausgezeichnet worden. Máxima Acuña kämpft seit 2011 gegen das Yanacocha-Unternehmen, das unter der Führung des zweitgrößten Bergbaukonzerns der Welt, Newmont, auf ihrem Land Goldabbau betreibt und sie nach Darstellung der Aktivistin enteignen will. Sie ist zu einem Symbol des Widerstands gegen die Goldkonzerne in Peru und ihren skrupellosen Methoden geworden. […]


kolumbien efrain jaramillo. Foto: Noticias Aliadas
Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Interview: „Ein Friedensabkommen macht Entwaffnete nicht zu Engeln“

von Orsetta Bellani (Lima, 31. August 2015, noticias aliadas).- Der kolumbianische Anthropologe Efraín Jaramillo Jaramillo hat vier Jahrzehnte lang indigene, afrokolumbianische und Kleinbauerngemeinden bei dem Kampf um den Schutz ihrer Territorien und Kulturen begleitet. Er ist Direktor des Arbeitskollektivs Jenzera, einer interdisziplinären und interethnischen Gruppe, die 1998 gegründet wurde. Den Namen Jenzera, der in der Emberá-Sprache „Ameise“ bedeutet, erhielt die Gruppe von Kimy Pernía, einem indigenen Anführer der Emberá Katío, der 2001 von Paramilitärs getötet wurde. […]


Peru: Maxima Chaupe. Foto: Pulsar
Peru

Yanacocha gewinnt Prozess gegen Bauernfamilie

von Pablo Florencio Salazar (Rio de Janeiro, 08. August 2014, púlsar).- Anfang August verurteilte ein Gericht in der peruanischen Provinz Celendín (im nördlichen Teil der Anden, Region Cajamarca) überraschenderweise die Familie Chaupe zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis auf Bewährung. Jaime Chaupe, Máxima Acuña, Elías Chávez und Isidora wurden angeklagt, ein Gründstück der Minengesellschaft Yanacocha unrechtmäßig in Besitz genommen zu haben. Dieses Urteil hat viel Kritik gegen die peruanische Justiz und Solidaritätsbekundungen für die Bauernfamilie hervorgerufen. […]


Marco Arana in Cajamarca. Foto: Servindi/La Mula
Lateinamerika

Von Linken und Rechten, Umweltschutz und Fortschritt

von Marco Arana* (Lima, 28. März 2013, servindi).- Alle Präsident*innen Lateinamerikas, egal ob aus dem linken oder rechten politischen Flügel, konnten ihrer Wähler*innen stets mit dem Versprechen gewinnen, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die bestehende Armut zu verringern oder gar zu beseitigen. Während für die einen das Rezept zum Erfolg im wirtschaftlichen Neoliberalismus besteht, setzten die anderen darauf, von staatlicher Seite stärker ins Wirtschaftssystem einzugreifen sowie die Erträge umzuverteilen. […]


Widerstand gegen das Projekt Conga / Foto-Jorge Olivera, Servindi-
Peru

Das tödliche Vorgehen der Regierung Humala

von Wilfredo Ardito Vega* (Fortaleza, 09. Juli 2012, adital).- Tausende von Menschen in und außerhalb von Peru waren erschüttert über das Video, in dem Marco Arana auf der Plaza de Armas in Cajamarca festgehalten und brutal geschlagen wird. Nicht ohne Grund haben sich viele gefragt: Wenn die Polizei an einem öffentlichen Ort, vor den Fernsehkamaras und gegen eine Person, die im Ausland Auszeichnungen erhalten hat, so handelt – was würde sie dann mit jenen tun, die weniger bekannt sind? Und wie verhält sie sich, wenn keine Presse in der Nähe ist? […]


conga-tu-madre tarbol
Peru

Pinselstriche aus Cajamarca

von Paul Maquet* (Berlin, 06. Juli 2012, la mula-poonal).- Nachdem ich zehn Tage in Cajamarca verbrachte, davon sieben während des unbefristeten Streiks und drei während des Ausnahmezustandes, konnte ich ein paar persönliche Schlüsse ziehen. An erster Stelle gilt es zu sagen, dass die Losung „Conga kommt nicht“ (“Conga no va”) keine Parole einer kleinen radikalisierten Gruppe ist, sondern die Klage des Volkes. […]


Salomón Lerner. Foto: TeleSur
Peru

Kabi­nett stürzt über Bergbaukonflikt

von Ger­hard Dilger (Porto Alegre, 12. Dezember 2011, taz).- Nicht einmal fünf Monate nach Amts­an­tritt hat Perus Prä­si­dent Ollanta Humala mehr als die Hälfte seines Kabi­netts aus­ge­wech­selt. Am Samstag waren Pre­mier­mi­nister Salomón Lerner Ghitis und mit ihm, wie in Peru üblich, sämt­liche Minis­te­r*innen zurückgetreten. […]


Yanacocha-Mine. Foto: Flickr/Participatory Learning
Peru

Protest stoppt Bergbau-Projekt

von Benjamin Beutler (Lima, 30. November 2011, amerika21.de).- Die Anti-Bergbauproteste im Norden Perus feiern einen ersten Etappensieg. Am späten Dienstagabend, 29. November (Ortszeit) stoppte der Bergbauriese Yanacocha S.A. das umstrittene Goldtagebau-Projekt Conga, in das insgesamt 4,8 Milliarden US-Dollar investiert werden sollen. „Im Interesse der Rückkehr von Ruhe und sozialem Frieden werden die Arbeiten im Projekt Conga nach sechs Tagen des Streiks suspendiert“, verlas Yanacocha-Vize Carlos Santa Cruz im Regierungspalast in Lima eine Erklärung. Begleitet wurde der Unternehmer von Perus Premierminister Salomón Lerner. […]


Foto: Covilha, Flickr
Peru

Wasser oder Gold?

von Cecilia Remón (Lima, 25. November 2011, noticias aliadas).- „Was ist wichtiger? Das Wasser oder das Gold? Warum trinkt ihr kein Gold? Warum esst ihr kein Gold? Hierher darf kein Bergbauprojekt kommen, dass die Grundwasservorräte aufzehrt“, so der Präsidentschaftskandidat Ollanta Humala vergangenen April, während seines Wahlkampfes vor Tausenden von Menschen in der nördlichen Andenstadt Cajamarca. […]


Foto: Stephanie Boyd
Lateinamerika Peru

Den Bergbau fest im Blick

von Stephanie Boyd, Cuzco (Berlin, 26. November 2011, lateinamerikanachrichten).- Nach den Wahlen in Peru, aus denen der linksnationalistische Ollanta Humala als Sieger hervorgegangen ist, sind die Erwartungen auf dem Land hoch. Von dort bekam er den Großteil seiner Stimmen und die Bewohner*innen erwarten, dass er sich wie im Wahlkampf versprochen für ihre Rechte einsetzt und diese gegen Großkonzerne verteidigt. In Asacasi, einem kleinen Dorf, dessen Lebensgrundlage durch ein Kupferbergbauprojekt bedroht ist, treffen die Anwohner*innen die ersten präventiven Maßnahmen um sich gegen den schweizerischen Konzern Xstrata zu wehren. […]


Peru

Proteste gegen Bergbau gehen weiter

(Rio de Janeiro, 14. November 2011, púlsar).- Nachdem die Verhandlungen zwischen Delegierten der Demonstrant*innen und der Regionalregierung gescheitert sind, gehen die Protestaktionen gegen die Bergbauaktivitäten im Südosten Perus weiter. In anderen Regionen des Landes wurden die Proteste jedoch ausgesetzt. […]


Aachener Friedenspreis an Marco Arana

von Mathias Hohmann(Darmstadt, 02. September 2010, amerika21.de).- Aachen. Der peruanische Priester, Menschenrechts- und Umweltaktivist Marco Arana erhielt am 2. September den Aachener Friedenspreis. Ihre Wahl begründete die Jury damit, dass sich Arana als hartnäckiger Verfechter der Menschen- und Umweltrechte erwiesen habe und für die vom rücksichtslosen Goldabbau bedrohten Bauern in Cajamarca kämpfe. Karl Heinz Otten, Vorsitzender des Aachener Friedenspreis e.V., der den Preis vergibt, erklärte: „Ausgezeichnet werden Menschen, die sich von ganz unten an der Basis um Frieden bemühen. Genau das macht Marco Arana.“ […]


Wo die Geschichte von Avatar Wirklichkeit wird

von Susanne Friess*(Berlin, 19. Februar 2010, npl).- Am Samstag war ich im Kino. Der neue millionenfache Kassenschlager heißt „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. In der Beschreibung steht, es sei ein Science-Fiction-Film. Computeranimierte, faszinierende Bilder aus einer märchenhaften Welt. Eine ergreifende Geschichte, die auf dem fernen Planeten Pandora spielt. Na’vi heißen die Eingeborenen dieses Planeten, die in enger Verbundenheit und perfekter Harmonie mit der Natur leben und die von bösen, geldgierigen Menschen, die in ihrem vom Planeten Erde gekommen sind, bedroht werden. So weit die Beschreibung. Doch je länger ich im Kino sitze und je tiefer ich mich von der Geschichte davontragen lasse, umso klarer wird mir: das ist keine Science Fiction. Das, was da in knapp drei Stunden erzählt wird, ist über weite Strecken absolut real. Die Geschichte der Na’vi auf dem fernen Planeten Pandora wiederholt sich täglich hundertfach auf unserem Planeten. Es ist eine Geschichte, der ich in meiner Arbeit ständig begegne. Eine Geschichte, gegen deren grausamen Ausgang wir – Misereor und die Partnerorganisationen in Lateinamerika, Asien und Afrika ständig ankämpfen. Mein Pandora heißt Cajamarca. Es liegt im Norden Perus. Meine Na’vi sind einfache Bäuerinnen und Bauern, Cajamarquinos, die von gierigen Unternehmen aus fernen Ländern in ihrer Existenz bedroht werden. Die Unternehmen wollen an die kostbaren Rohstoffe auf dem Land der Cajamarquinos. Sie wollen diese Rohstoffe, unbedingt und um jeden Preis. Sie sind bereit, dafür über Leichen zu gehen. Was im Film der heilige Baum der Na’vi ist, ist in Cajamarca der Cerro Quilish. Kein Baum, sondern ein Berg. Aber eben nicht irgendein Berg, genauso wenig, wie der heilige Baum im Film „Avatar“ irgendein Baum ist. Es ist ein heiliger Ort. Ein unantastbarer Ort. Ein geweihter Ort. Ein Ort, an dem die Cajamarquinos beten und der Mutter Erde Opfer bringen. […]


Peru

Ein peruanischer Priester im Kampf gegen die größte Goldmine Lateinamerikas

Seit 1994 fördert das US-amerikanische Unternehmen Newmont Mining Corporation in der Region Cajamarca im Nordwesten Perus Gold. Für das Unternehmen und seine Aktionär*innen bringt die größte Tagebau-Goldmine Lateinamerikas saftige Gewinne, für die Bewohner*innen Cajamarcas nur Zerstörung: Das Wasser, das die Menschen als Trinkwasser und für ihre Felder nutzen, ist verseucht, Tiere verenden, immer mehr Menschen leiden in der Region an Krankheiten. An der Seite der  […]


Peru

Zwei Tote und vier Verletzte bei Auseinandersetzungen um Bergbaufirma

(Berlin, 18. September 2009, npl).- Zeitgleich zur Bergbaumesse PERUMIN forderte der Konflikt um den Bergbau in Peru erneut Tote. Am Dienstag, den 15. September kam es in Vista Alegre in der nordperuanischen Provinz Hualgayoc-Cajamarca zu einer Schießerei, die zwei Tote und mehrere Verletzte gefordert hat. Nach Angaben von Prensa Alternativa handelt es sich bei den Toten um den 19-jährigen José Mori Hoyos und ein Kleinkind. […]