Alvaro Uribe


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onda-info 436

in Lateinamerika war in den letzten Wochen mal wieder einiges los. Zunächst präsentieren wir euch eine positive Nachricht: Am 14 Juni wurde vom argentinischen Parlament endlich die Legalisierung der Abtreibung beschlossen. Wir haben dazu ein paar Fakten zusammen gestellt. Danach geht es nach Nicaragua. Die anhaltende Repression im Land sorgt zunehmend auch für Gegengewalt, die Zahl der Toten seit dem 18. April ist bereits auf 200 gestiegen. Die Lage ist unübersichtlich, die Desinformation überall. Wir versuchen trotzdem, euch einen Überblick zu verschaffen. Und in Kolumbien hat es wieder nicht gereicht: 42 Prozent für den linken Präsidentschaftskandidaten Petro waren nicht genug. Iván Duque, Vertreter des konservativen Establishments und Ziehsohn von Hardliner Uribe, wird der nächste Präsident. Das bedeutet für den Friedensprozess nichts Gutes; allerdings war vom Frieden in vielen Provinzen eh nicht viel zu spüren. Bereits vor den Wahlen haben wir darüber mit zwei Aktivist*innen aus der kolumbianischen Provinz Bolívar gesprochen. […]


Semana
Kolumbien

Duque und Petro im Wahlkampf-Endspurt

Iván Duque, Kandidat der rechten Partei Centro Democrático und von Ex-Präsident Álvaro Uribe auserkoren, führt in den Wahlumfragen zur zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien, die am 17. Juni stattfindet. Laut den letzten Wahlumfragen wollen ihn zwischen 45 und 57 Prozent der Stimmberechtigten wählen, während der Linkskandidat Gustavo Petro vom Bündnis Colombia Humana zwischen 34 und 37 Prozent der Stimmen liegt. Er wird voraussichtlich in der Hauptstadt Bogotá gewinnen, deren Bürgermeister er war. […]


Juan Manuel Santos und Álvaro Uribe
Kolumbien

Die Verhandlungen mit den FARC haben das politische Panorama verändert

2018 wird es in Kolumbien zwei Wahlen geben: die legislativen im März und die Präsidentschaftswahlen im Mai. Nicht nur für die Bildung des Parlaments und der Exekutive, sondern auch für die Umsetzung der mit der Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) unterschriebenen Friedensvereinbarungen, werden dies entscheidende Momente sein. Diese Verhandlungen sind die neuesten der vielen Ereignisse, die in den letzten Jahren das parteipolitische Panorama Kolumbiens fast vollständig verändert haben. Das erste Ereignis war die Distanzierung des aktuellen Präsidenten Juan Manuel Santos zu seinem Vorgänger Álvaro Uribe. […]


Kolumbien
Fokus: Erinnerung und Gerechtigkeit / Memoria y Justicia

Wichtiger Schritt im Friedensprozess: FARC geben Waffen ab

Mit der Übergabe von etwa 7.000 Waffen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) an eine Sonderkommission der Vereinten Nationen ist am 27. Juni eine lange und gewaltsame Ära in Kolumbien zu Ende gegangen. Die Übergabe der [letzten] Waffen ist entscheidend für die Umsetzung des im November 2016 zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC geschlossene Friedensabkommen. Nach einem halben Jahrhundert langen Konflikt beginnt für die FARC-Kämpfer*innen das Ende des Lebens im Untergrund und die Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Es wird geschätzt, dass sich vor dem 27. Juni noch etwa 40 Prozent der Waffen in Händen der FARC befanden. […]


Kolumbien Regionalwahlen 2015. Foto: Amerika21/Telesur
Kolumbien

Sieg für Konservative bei Regionalwahl

von Ani Dießelmann (Bogotá, 28. Oktober 2015, amerika21.de).- In Kolumbien sind am Sonntag, 25. Oktober Regionalwahlen in den 32 Departamentos durchgeführt und Gouverneur*innen, Bürgermeister*innen, Stadt- und Gemeinderäte gewählt worden. Rund 33 Millionen Kolumbianer*innen waren stimmberechtigt. Nach ersten Einschätzungen ging im gesamten Land das rechtsgerichtete Lager gestärkt aus den Wahlen hervor. […]


Alejandro Ordonez gilt als reaktionär und als Uribe-Freund. Foto: Archiv
Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Generalstaatsanwalt torpediert Friedensprozess

(Havanna, 14. Oktober 2015, prensa latina).- Am 14. Oktober hat der kolumbianische Ex-Präsident César Gaviria den Generalstaatsanwalt Alejandro Ordóñez beschuldigt, die Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla zu torpedieren. Die Friedensverhandlungen sollen einen Schlussstrich unter den kolumbianischen Bürgerkrieg ziehen, der seit über 50 Jahren andauert. […]


Mitglieder der Verhandlungsdelegationen der Farc (links) und der Regierung in Havanna. Foto: Amerika21/pazfarc-ep.org
Kolumbien

Übergangsjustiz zwischen Kritik und Zuspruch

von Ani Dießelmann (Bogotá, 29. September 2015, amerika21.de).- Das am 23. September von der Regierung und der Guerillabewegung Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (Farc) geschlossene Abkommen wird vielfach als „historischer Moment“ für das südamerikanische Land bezeichnet. Die Bewertungen fallen jedoch unterschiedlich aus. […]


Venezuela Julito Velez. Foto: Telesur
Kolumbien Venezuela

Mord an Serra: Spur soll zu Uribe führen

(Venezuela, 03. Juni 2015, telesur/poonal).- Eine rechte Hand des kolumbianischen Ex-Präsidenten Álvaro Uribe, der Ex-Stadtrat Julio Vélez, soll den Mord an dem venezolanischen Abgeordneten Robert Serra gesteuert haben. Das erklärte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro am Dienstag, 2. Juni 2015. „Julito“ Vélez soll das Geld übergeben und den gesamten Ablaufprozess zum Mord an Serra gesteuert haben. Außerdem sei er in Verbrechen und Straftaten gegen Venezuela verwickelt. „Ich bitte die gesamte Bevölkerung und alle Justizsorgane um Unterstützung bei dem Zusammentragen aller notwendigen Fakten für die kolumbianische Polizei, die zur Verhaftung von Julio Vélez führen“, so der Staatschef. […]


Elina Velazquez vom Volk der Embera in Quibdo. Foto: otramerica (CC BY-NC 3.0)
Kolumbien

Der Konflikt im Chocó

von Emma Gascó und Martín Cuneo* (Quibdó, 09. Januar 2014, otramérica).- Der Chocó im Nordwesten Kolumbiens ist eine jener Provinzen, in denen sich der Konflikt zwischen Guerilla und Paramilitärs, aber auch zwischen multinationalen Unternehmen und einheimischer Bevölkerung mit größter Gewalt zeigt. Der Chocó liegt am Pazifik ist kaum mit dem Rest des Landes verbunden. Der Großteil des Gebietes gehört indigenen und afrokolumbianischen Gemeinschaften, sie besitzen gemeinschaftlich 90 Prozent davon. Hier sind zwei Geschichten von der Realität im Chocó: Sie erzählen von Delis Palacios Herrón, einem der Opfer des Bojayá-Massakers im Jahr 2002; sowie vom Widerstand der indigenen Völker der Embera gegen das US-amerikanische Bergbauunternehmen Muriel Mining Corporation. […]


kolumbien uribe tomatazo. Foto: Telesur
Kolumbien

Tomatenstarker Empfang für Uribe

(Venezuela, 21. Januar 2014, telesur).- Der kolumbianische Ex-Präsident Álvaro Uribe Vélez, der wieder für den Senat kandidiert, wurde am 20. Januar auf dem Hauptplatz von Soacha in der zentralkolumbianischen Provinz Cundinamarca mit einem Hagel aus Tomaten empfangen. Eine große Gruppe von Einwohner*innen rief „Mörder“ und machte ihn verantwortlich für hunderte von Verschwundenen während seiner Amtszeit, die später als „falsos positivos“ bekannt geworden sind. […]


Gustavo Petro, linker noch-Bürgermeister. Foto: indymedia (CC BY-SA 2.0 DE)
Kolumbien

Bogotá: Bürgermeister weggeputscht

von Contracorriente (Bogotá/Hamburg/Berlin, 16. Dezember 2013, indymedia/poonal).- Am 9.12.13 wurde der demokratisch gewählte Bürgermeister der acht-Millionen-Metropole Bogotá, Gustavo Petro von dem sog. „Staatsprokuristen“, Alejandro Ordóñez des Amtes enthoben. Gustavo Petro gilt als zweitstärkster Mann im Land und als wichtiger Hoffnungsträger für ein modernes, tolerantes, friedliches und korruptionsfreies Kolumbien. Er steht außerdem für die Aufdeckung von Verbindungen zwischen mörderischen Paramilitärs zu dem konservativen Establishment. Und sein Beispiel steht dafür, dass fortschrittliche, linke Politik legal möglich ist in dem vom Bürgerkrieg geprägten Land. […]