Agua Zarca


Transparent
Honduras

Kein Geld mehr für Agua Zarca

Wie honduranische Medien berichten, haben internationale Geldgeber angekündigt, das geplante Kraftwerk Agua Zarca in Honduras nicht mehr zu finanzieren. Gegen das Wasserkraftprojekt hat es seit Jahren Widerstand gegeben; die prominenteste Gegnerin war die Umweltaktivistin Berta Cáceres, die wegen ihres Kampfes gegen das Projekt im März 2016 ermordet wurde. Der britische Guardian schreibt, dass die niederländische Bank FMO und der finnische Geldgeber FinnFund angekündigt haben, sich komplett aus dem Projekt zurückzuziehen.  […]


Mädchen verkauft Schmuck
Argentinien Chile Guatemala Honduras Kolumbien Mexiko Panama
Fokus: Migration und Flucht / Migración y Refugio

Kurznachrichten – Migrationsgesetz verschärft

Am 30. Januar hat der argentinische Präsident Mauricio Macri das Migrationsgesetz per Dringlichkeitsdekret verschärft (mit dem „decreto de necesidad y urgencia“ kann ein Gesetz ohne die Zustimmung des Kongresses verabschiedet werden, Anm. d. Ü.). Er setzte strengere Kontrollen durch, die die Einreise von vorbestraften Personen verhindern und die Abschiebung von Migrant*innen beschleunigen soll, die sich innerhalb des argentinischen Staatsgebiets strafbar gemacht haben. Diese Maßnahme wurde mit der Zunahme von Straftaten begründet, die angeblich von Ausländer*innen verübt würden. In dem Dekret wird angeführt, dass der Anteil an Migrant*innen in den letzten Jahren auf 21,3 Prozent aller Gefangenen gewachsen sei.  […]


Honduras Mexiko

Fall Berta Cáceres: Weiterer Verdächtiger verhaftet

Am Sonntag den 15. Januar ist der ehemalige honduranische Militärangehörige Henry Javier Hernández Rodríguez in der nordmexikanischen Stadt Reynosa im Bundesstaat Tamaulipas verhaftet worden. Er gilt als einer der Mörder der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres. Der 26-jährige Hernández arbeitete geade in einem Friseurladen, als er von der mexikanischen Bundespolizei, Angehörigen der Armee und Mitarbeitern der Migrationsbehörde verhaftet wurde. […]


Honduras

Wieder Attentate auf COPINH-Mitglieder

Am 9. Oktober wurden an zwei verschiedenen Orten Mordanschläge auf Führungsmitglieder des Komitees der indigenen Völker Honduras COPINH (Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras) verübt, wie die Organisation mitteilte. Dabei wurden sowohl auf den Generalsekretär des COPINH, Tomás Gómez Membreño als auch auf den Gemeindeführer Alexander García Schüsse abgegeben. […]


Honduras
Fokus: Menschenrechte 2016

Mutmaßliche Verwicklungen von Militärs und Politiker*innen in den Mordfall Berta Cáceres

Von Jutta Blume (Berlin, 16. Mai 2016, npl).- Fast genau zwei Monate nach dem Mord an der bekannten Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres wurden am 2. Mai vier Tatverdächtige verhaftet, kurz darauf ein weiterer. Drei der Männer sind oder waren Militärangehörige, einer ist Angestellter des Unternehmens Desarrollos Energéticos S.A. (DESA). Mitglieder des Zivilen Rats der Basis- und indigenen Organisationen von Honduras (COPINH), deren Koordinatorin Cáceres war, glauben, dass es sich bei den Festgenommenen allenfalls um die materiellen Täter, nicht aber um die Auftraggeber*innen des Mordes handelt. […]


Honduras

„Die Regierung schützt diejenigen, die Berta bedroht haben“

(Caracas, 21. März 2016, telesur).- Der honduranische Abgeordnete Bartolo Fuentes hat am Montag, 21. März 2016, die Regierung scharf kritisiert. Diese habe fast einen halben Monat nach der Ermordung der indigenen Anführerin und Umweltaktivistin Berta Cáceres immer noch nicht gegen diejenigen Personen ermittelt, die Cáceres jahrelang bedroht hatten. Er beschuldigte die Behörden, ihre Mörder in Schutz zu nehmen. […]


Berta Isabel Zúñiga Cáceres
Honduras

Tochter von Berta Cáceres: Verantwortlich sind DESA, Regierung, Armee und Polizei

Von Gloria Muñoz Ramírez. (Mexiko-Stadt, 3. März 2016, desinformémonos).- „Immer wieder wurde sie direkt oder indirekt bedroht, und mehr als einmal haben sie Auftragskiller engagiert und bezahlt, damit sie meine Mutter töten. Schuld ist auch die honduranische Regierung: Erst 2010 hat sie zahlreiche Konzessionen für Wasserkraft- und Bergbauprojekte vergeben, die die Indígena-Gemeinden beeinträchtigen.“ […]


Honduras

Weiterer Aktivist von COPINH ermordet

(Tegucigalpa, 16. März 2016, servindi/prensa latina/poonal).- Ein weiterer Aktivist des Komitees der indigenen Völker Honduras COPINH ist am Dienstag, 15. März ermordet worden. García war aktiv an Landbesetzungen im Gebiet Río Lindo beteiligt. Just am selben Tag waren 150 Familien von der Militärpolizei und der Spezialeinheit Cobras geräumt worden, berichtete das Portal Notiindigena.  […]


Mittelamerika Lateinamerika Brasilien Chile Honduras Mexiko

onda-info 377

Hallo und Willkommen zum onda-info 377! Auch wir sind sehr bestürzt über die Ermordung der honduranischen Umweltaktivistin, Menschenrechtsverteidigerin und Feministin Berta Cáceres. Sie wurde in der Nacht auf den 3. März in ihrem Wohnhaus in Honduras erschossen. Ihr hört einen Nachruf auf diese große Frau. Bei dem Mordanschlag wurde auch ihr mexikanischer Mitstreiter Gustavo Castro verletzt. Die honduranische Regierung will Castro nicht ausreisen lassen, obwohl er weiterhin um sein Leben fürchten muss. Ihr hört dazu eine Nota. Unser zweiter längerer Beitrag führt uns nach Brasilien, dort werden Menschen aus ihren Häusern geräumt, um Platz für die Olympischen Spiele zu schaffen. Ihr hört Stimmen aus dem Viertel Vila Autodromo. Den letzten Beitrag widmen wir einem Film, der auf der Berlinale zu sehen war: la historia de un oso, die Geschichte eines Bären. Der chilenische Film gewann den Titel: Bester animierter Kurzfilm. […]


Honduras

Die Familie zum Tod von Berta Cáceres

Von Copinh Dokumentation (La Esperanza, 5. März 2016, copinh).- Am Totenbett unserer Berta – unserer Mutter, unserer Tochter, unserem Leitbild. Wir – ihre Töchter Olivia, Berta und Laura, ihr Sohn Salvador, ihre Mutter Austra Berta, begleitet von unseren Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden – möchten der Öffentlichkeit mitteilen, wie wir uns in diesem Moment tiefster  […]


Eine Familie der Lenca. Foto: Knut Hildebrandt
Honduras

Indigene Gemeinden gegen ein Staudammprojekt

von Knut Hildebrandt (Berlin, 23. Mai 2015, npl).- Von der Weltbank und anderen internationalen Entwicklungsbanken geförderte Projekte geraten immer mehr in die Kritik. Das ist mittlerweile auch bei den verantwortlichen Politikern angekommen. Im April flog Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zur Frühjahrstagung der Weltbank nach Washington. Dort unterhielt es sich unter anderem mit Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Thema der Gespräche war auch, wie bei Weltbank-Projekten Menschenrechte, Umweltfragen und soziale Gerechtigkeit stärker berücksichtigt werden können. […]