Weltsozialforum setztKritik an Wasserkraftwerken auf die Agenda

(Rio de Janeiro, 12. Januar 2009, púlsar).- Die Frauenbewegung von Pará, Bundesstaat im Norden Brasiliens, möchte auf dem diesjährigen Weltsozialforum (WSF), das vom 27.1. bis zum 1.2.2009 in der Stadt Belém in Pará stattfindet, Bewusstsein für die im brasilianischen Amazonasgebiet geplanten hydroelektrischen Großprojekte schaffen. Sie stellten eine Reihe von Gefahren für die Umwelt dar. Antonia Melo, Koordinatorin der Frauenbewegung von Pará, hofft, dass die Weltöffentlichkeit durch das WSF mehr Anteil an den aktuellen Problemen der Amazonasregion nehmen werde.

Dass das Weltsozialforum 2009 in einem Amazonas-Bundesstaat stattfinden wird, betrachtet Melo als positives Signal: Sie erhofft sich eine „größere Sichtbarkeit des Problems und seiner Auswirkungen auf nationaler und internationaler Ebene“.

Das Regierungsprogramm zur Wachstumsbeschleunigung PAC (Programa de Aceleração do Crescimento) umfasst den Bau mehrerer riesiger Staudämme in der Region. Laut Melo stellten diese die größte Gefährdung für die Umwelt und eine extreme Beeinträchtigung für alle Menschen der Region dar, für Indigene, Quilombo-Bewohner*innen und die an den Flussufern ansässigen Bauern und Bäuerinnen. Der Bau der Staudämme bedeute für die Region u.a. eine erhöhte Brandgefahr, schwerwiegende ökologische Folgen und treibe die Ausweitung des Bergbaus voran.

Bisher wurden im Rahmen des WSF über 3.000 Veranstaltungen registriert. Laut Melo betrachten die teilnehmenden Gruppen das Forum als eine Möglichkeit, sich auszutauschen und gemeinsam mit anderen Interessierten zu diskutieren. Zu den Themen gehören für Melo konkret das Wasserkraftwerk Belo Monte am Fluss Xingu, die Landverteilung und die Zukunft der Territorien der indigenen Gemeinden.

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