Rauchsignale

Gleichzeitig bezichtigte Santos Kolumbiens zweitgrößte Guerillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional), ihre „kriminellen Aktivitäten“ ausgeweitet zu haben, obwohl diese ihr Interesse an Verhandlungen mit der Regierung bekundet habe. „Deshalb werden wir unsere militärischen und polizeilichen Operationen gegen diese ausweiten“, so der Präsident.

Während sowohl Teile der Opposition als auch Generalstaatsanwalt Alejandro Ordóñez die Ankündigung über eine Einstellung der Bombardierungen kritisierten, werteten die Medien diesen Schritt als eine weitere Geste des guten Willens gegenüber der Guerilla. Zuvor hatte sich die Regierung bereits geweigert, einen der Anführer der paramilitärischen Terrororganisation AUC (Autodefensas Unidas de Colombia) an die USA auszuliefern. Die Regierung begründete dies damit, dieser würde bei „der Klärung der Wahrheit und dem Recht auf Wiedergutmachung“ der Opfer mitarbeiten. Die FARC hatten gefordert, Kolumbien solle sich verpflichten, nach einem eventuellen Friedensabkommen keine demobilisierten Guerilleros auszuliefern. Die Regierung hat sich dazu noch nicht geäußert, jedoch könnte dies ein Signal sein, dass GuerillerakämpferInnen in Kolumbien bleiben könnten, sofern sie mit der Justiz zusammen arbeiten.

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