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Brasilien Costa Rica Peru

onda-info 427

Pünktlich zum Weltradiotag 2018 beglücken wir Euch mit einem neuen onda-info! In der nächsten halben Stunde hört ihr eine Nachricht aus Costa Rica und Beiträge aus Brasilien und Peru: Bei den Präsidentschaftswahlen in Costa Rica hat es ein evangelikaler Prediger mit homophoben Parolen in die Stichwahl geschafft. (Poonal hat ausführlich berichtet) Nun wird am ersten April entschieden, wohin das angeblich so friedliche, liberale und umweltfreundliche Costa Rica in Zukunft steuern wird. Gibt es ein Grundrecht auf schnelles Internet? Wir haben uns mal umgehört, beim Netzausbau in Brasilien. Denn um auch das letzte Atoll oder den hintersten Winkel des Regenwaldes zu vernetzen, braucht es viele Tausend Kilometer Glasfaserkabel, unzählige Funk-Antennen – und das nötige Kleingeld. Seit Jahrzehnten wird in der peruanischen Amazonasregion Erdöl gefördert, seit Jahrzehnten kommt es dort zu Umweltkatastrophen. Menschen, Tiere und Natur werden vergiftet, doch Staat und Konzerne kümmern sich nur widerwillig. Indigene haben nun vor Gericht erste Erfolge erzielt. […]


Aktivistin jennifer Moore
Kanada Peru

Verhaftung von kanadische Aktivistin bleibt rechtmäßig

Die Verhaftung der kanadischen Umweltaktivistin Jennifer Moore bleibt vorerst rechtmäßig. Das hat die erste Strafkammer des Obersten Gerichtshofes in Lima beschlossen. Die Aktivistin war am 21. April in der peruanischen Stadt Cusco vorübergehend festgenommen worden, nachdem sie dort einen Dokumentarfilm präsentiert hatte, der sich kritisch mit den Auswirkungen des Bergbauunternehmens Hudbay in Guatemala, den USA, Kanada und Peru auseinandersetzt. Gegen die Entscheidung des Gerichts hat die Verteidigung Einspruch eingelegt. […]


Peru

Nordamerikanische Filmemacher aus Peru ausgewiesen

Von Serena Pongratz. (27. April 2017, amerika21).- Vergangenen Freitag sind nach der öffentlichen Vorführung einer Dokumentation zu Minenaktivitäten des kanadischen Unternehmens Hudbay der US-amerikanische Journalist John Dougherty und die kanadische Lateinamerika-Koordinatorin der Nichtregierungsorganisation (NGO) Mining Watch Canada festgenommen worden. Wenige Stunden später waren sie wieder frei. Das Innenministerium gab nun bekannt, dass beide wegen Störung der öffentlichen Ordnung des Landes verwiesen werden. […]


Peru-Bagua-Powless CC BY 2.0 flickr
Peru

Der Baguazo und weitere Kurven des Falles (Teil I)

von Roxana Olivera (Berlin, 30. November 2014, revista ideele-poonal).- Erinnern wir uns: Vor etwas mehr 5 Jahren, am 5. Juli 2009, gab es einen Zusammenstoß zwischen Indigenen und Polizisten, der 34 Personen das Leben kostete und als Baguazo bekannt wurde. Die Konfliktursache war die Verabschiedung eines Gesetzespakets durch den damaligen Präsidenten Alan García, das die Rechte der indigenen Völker Perus verletzte und das Amazonasgebiet bedrohte. […]


Der Journalist Glatzer Tuesta kritisiert das Medienmonopol. Foto: Noticias Aliadas/Tatiana Guerrero
Peru

Gefährliche Medienkonzentration

von Víctor Liza Jaramillo (Lima, 23. Januar 2014, noticias aliadas).- In Peru besitzt derzeit eine einzige Mediengruppe rund 80 Prozent aller herausgegebenen Zeitungen und Zeitschriften. Der Konzern El Comercio hat am 23. August 2013 die Gruppe Epensa (Empresa Periodística Nacional) aufgekauft, indem er 54 Prozent ihrer Aktien erwarb. Bis dahin war Epensa Besitzerin der 14 Regionalausgaben der Tageszeitung Correo sowie weiterer landesweit erscheinender Publikationen. […]


Foto: Martintoy, CC BY-NC 2.0, flickr
Peru

Umstrittenes Gesetz schützt Polizist*innen und Militärs vor Strafverfahren

von MG (Montevideo, 16. Januar 2014, la diaria-poonal).- Am 16. Januar 2014 ist ein Gesetz in Kraft getreten, durch das Polizist*innen und Militärangehörige, die „in Ausübung ihres Sicherheits- oder Verteidigungsauftrages“ Menschen verletzen oder töten, nicht mehr strafrechtlich belangt werden können. Lokale Medien gehen davon aus, dass 139 angeklagte Polizisten und Soldaten – ermächtigt durch die Verfassung – rückwirkend davon profitieren könnten. Das Gesetz sorgt in jedem Fall für Gesprächsstoff. […]


Foto: Servindi
Peru

Ein Schritt vor, zehn zurück… Politisches Tauziehen um das Recht auf vorherige Befragung

von Andreas Wolf, Lima (Berlin, 24. Juni 2013, npl).- Im September 2011 hat Peru als erstes Land Lateinamerikas ein Gesetz zur vorherigen Konsultation indigener Völker verabschiedet. Trotz einiger Schwächen des Gesetzestextes bestand die Hoffnung, dass damit die Umwelt- und Sozialkonflikte vermindert und die indigenen Völker in sie betreffende Entscheidungen einbezogen würden. Doch die Regierung schien das Gesetz bald zu bereuen. War schon die Durchführungsverordnung heftig umstritten, so dreht sich die aktuelle Debatte um zwei Hauptthemen: Wer wird konsultiert und was überhaupt ist Konsultation. […]