Argentinien

Zehntausende gegen den Feminizid


Die größte Kundgebung fand in Buenos Aires vor dem Kongressgebäude statt. Teilnehmende waren Überlebende der geschlechtsbezogenen Gewalt, sowie Freund*innen und Familienangehörige. Die Kampagne #NiUnaMenos ist im März dieses Jahres ins Leben gerufen worden, nachdem die 19-jährige Daiana García tot in einem Sack unter einer Brücke aufgefunden worden war. Sie war von dem 38-jährigen Juan Manuel Fígola ermordet worden, der sie als seine Freundin bezeichnet hatte und sich nach dem Mord vor einen Zug warf.

Demonstrationen auch in Chile und Uruguay

Unter demselben Motto fanden sowohl in Chile, als auch in Montevideo und anderen uruguayischen Städten Demonstrationen statt. Tausende Frauen, Männer und Kinder protestierten dort ebenfalls gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Feminizide. Sie trugen Plakate und Transparente, die den Feminizid in Uruguay anprangerten. Dort sind in diesem Jahr bereits 21 Frauen ermordet worden.

CC BY-SA 4.0 Zehntausende gegen den Feminizid von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Fotostrecke: Ein Aufschrei gegen Monsanto
75
(Buenos Aires, 19. Mai 2019, ANRed).- Am 18. Mai haben weltweit Demonstrationen gegen den multinationalen Konzern Monsanto stattgefunden. In 52 Ländern sind die Menschen auf die Straßen gegangen, auch in Argentinien versammelten sich Demonstrant*innen in mehreren Städten. Die Bilder zeigen die Proteste in Buenos Aires. [gallery size="full" columns="1" ids="27282,27281,27280,27279,27278,27277,27276,27275,27283"]
Argentinien: 90 Frauenmorde innerhalb von 120 Tagen
189
(Buenos Aires, 9. Mai 2019, ANRed).- Auf Initiative der feministischen Organisation MuMaLá – Frauen des Lateinamerikanischen Mutterlands (Mujeres de la Matria Latinoamericana) wurde das Nationalregister der Frauenmorde ins Leben gerufen. Ausgewertet werden Printmedien und digitale Nachrichten. Nun liegen die Zahlen für die ersten vier Monate dieses Jahres vor: 90 Femizide. Das bedeutet: Im Schnitt wird alle 32 Stunden eine Frau umgebracht. Statt Maßnahmen für ein gewaltfreies...
Mord an Lesvy und Aidée: Demonstrantinnen fordern Gerechtigkeit
58
(Mexiko-Stadt, 3. Mai 2019, cimacnoticias).- Am 3. Mai hat sich zum zweiten Mal der Tag gejährt, an dem die damals 22-jährige Lesvy Berlin Rivera Osorio auf dem Gelände der Nationaluniversität UNAM getötet wurde. Mittlerweile ist ihr Exfreund Jorge Luis G. wegen Femizides angeklagt, doch dass es den Gerichtsprozess überhaupt gibt, ist allein dem mutigen Kampf von Lesvys Familie zu verdanken. Das hat die Generalstaatsanwältin der Stadt Mexiko, Ernestina Godoy Ramos, in einem ö...
Garín: 250 Familien gewaltsam geräumt
62
(Buenos Aires, 15. April 2019, anred).- Am Freitag den 12. April wurden 250 Familien ohne gerichtlichen Räumungstitel von einem Grundstück in in der Ortschaft Garín (Provinz Buenos Aires) vertrieben. Die Besetzer*innen hatten angeboten, für das Land zu bezahlen. Stattdessen seien sie gewaltsam von dem Grundstück vertrieben worden. Sie beklagten, ein Bulldozer habe eine Hütte überrollt, in der sich noch eine Familie aufgehalten habe. Am 29. März hatten rund 250 Familien ein...
„Lesen rettet dich“: Der Verlag „Eloisa Cartonera“ aus Buenos Aires
101
Aus Altpapier, das auf Argentiniens Straßen gesammelt wird, neue Bücher herstellen: Das ist die Idee der Verlagskooperative „Eloisa Cartonera“ aus Buenos Aires. Was ein argentinische Poesie mit menschenwürdiger Arbeit zu tun hat und wie es gelingt, mit einem Bucheinband aus Karton auch noch nachhaltig zu wirtschaften, haben wir von zwei Mitarbeitern der Kooperative erfahren. Die beiden Schriftsteller Maria Gomez und Washington Cucurto waren Ende Februar in Berlin zu Gast und ...