Raúl Sendic
Raúl „Bebe“ Sendic wurde am 16. März 1925 in der Ortschaft Chamangá im Departement Flores geboren. Sein Leben war geprägt von einem tiefen sozialen und politischen Engagement für die Arbeiterklasse; insbesondere an der Organisation der Zuckerrohrarbeiter und der Gründung der Gewerkschaft „Unión de Trabajadores Azucareros de Artigas“ (UTAA) hatte er entscheidenden Anteil. Seit seiner Jugend engagierte er sich aktiv in der Sozialistischen Partei Uruguays, von der er sich Anfang der 1960er Jahre abwandte, um die Nationale Befreiungsbewegung – Tupamaros zu gründen.
Er wurde mehrfach inhaftiert, doch im Rahmen des durch den Ausnahmezustand gefestigten autoritären Regimes wurde er am 1. September 1972 erneut festgenommen und durch einen Schuss im Gesicht verletzt. Er blieb als Geisel der Diktatur bis 1985 in Haft. Nach seiner Entlassung nahm er seine politische Tätigkeit wieder auf, verstarb jedoch wenige Jahre später an den Folgen der schweren Verletzungen und Folterungen, denen er über zwölf Jahre lang ausgesetzt war. Seine Ideen von Freiheit und sozialer Gerechtigkeit haben die soziale und politische Linke in Uruguay und Lateinamerika tiefgreifend geprägt. Raúl „Bebe“ Sendic starb am 28. April 1989 in Paris.
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