FSLN

1961 gründeten Carlos Fonseca, Tomás Borge Martínez, Santos López und andere die Sandinistische Nationale Befreiungsfront, FSLN (span: Frente Sandinista de Liberación Nacional) mit dem Ziel, die in Nicaragua seit Jahrzehnten herrschende Somoza-Diktatur zu stürzen. Der Sandinismus beruft sich auf Augusto Sandino, der zwischen 1927 und 1933 den nicaraguanischen Widerstand gegen US-amerikanische Interventionen im Land leitete. Mit der sandinistischen Revolution von 1979 endete die Somoza Diktatur und die FSLN übernahm die Macht in Nicaragua. 1984 wurde Daniel Ortega für die Sandinist*innen zum Präsidenten gewählt und war bis heute bei allen Wahlen der Kandidat der FSLN. Gegen die sandinistische Revolution initiierten die USA einen blutigen Wirtschaftskrieg. Die Wahlen 1990 verloren die Sandinist*innen überraschend an eine Oppositionskoalition. In den Neunziger Jahren entzündete sich am Führungsstil von Daniel Ortega und der ideologischen Ausrichtung der FSLN Streit innerhalb des Sandinismus. Ortega ist seit Januar 2007 erneuter Staatspräsident Nicaraguas. Die wichtigsten sandinistischen Dissident*innen sitzen heute in Haft oder haben sich ins Exil geflüchtet.

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