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(Lima, 26. Juni 2026, pressenza).- Nach Auszählung von 100 Prozent der Stimmen hat Keiko Fujimori Higushi laut den vom Nationalen Wahlamt 50,135 Prozent erzielt. Die rechtsgerichtete Kandidatin wurde somit zur vorläufigen Präsidentin der Republik Peru erklärt. Das ONPE bestätigte Fujimori Higushis Sieg in der zweiten Wahlrunde nach 23 Tagen der Stimmenauszählung – ihr Vorsprung fiel mit knapp über 49.000 Stimmen sehr knapp aus und ist vor allem auf die Stimmen aus dem Ausland zurückzuführen. Roberto Sánchez will mit verschiedenen sozialen Basisorganisationen zusammenarbeiten, um eine „große demokratische Verteidigungsfront“ zu bilden. Er unterlag mit 49,865 Prozent, errang aber in mehr als 17 Departamentos des Landes die Mehrheit. Sánchez erklärte, es gebe aufgrund angeblicher Unregelmäßigkeiten im Wahlverlauf den Verdacht auf möglichen Wahlbetrug. Trotz der Schwere dieser Vorwürfe ist von einer künftigen Untersuchung der Angelegenheit keine Rede.
Erste Schritte in einem polarisierten Land
Die Nationale Wahlkommission (JNE) hatte Tage zuvor die offizielle Verkündung des Wahlausgangs für den Zeitraum zwischen dem 3. und 7. Juli angekündigt, doch in allen nationalen Medien wird bereits über Fujimoris Sieg berichtet. Über die Hälfte der Stimmen landesweit ging an Roberto Sánchez, also wird die konservativ-rechte Regierung unter Keiko Fujimori sich gleich zu Anfang mit den wichtigsten Forderungen eines polarisierten Landes auseinandersetzen müssen, das die Aufhebung der in den letzten Jahren vorgenommenen Reformen der peruanischen Verfassung fordert. Dazu gehören: die Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Staatsgewalten (Exekutive, Legislative und Judikative), die Aufhebung der Gesetze, die die Kriminalität begünstigen und Hunderten von Peruaner*innen geschadet haben, höhere Investitionen in Bildung und Gesundheitswese, Achtung der Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung und vor allem den Kampf gegen die Korruption.
Opposition kündigt große demokratische Widerstandsfront an
Die Bevölkerung hat sich in verschiedenen Fronten organisiert, um eine echte Demokratie auszuüben, die über die Stimmabgabe hinausgeht und als Kontrollinstanz für eine gute Regierungsführung fungiert. In diesem Zusammenhang kündigte Roberto Sánchez „die Organisation einer großen demokratischen Widerstandsfront“ an, „die dem Mafia-Pakt und den kriminellen Gesetzen ein Ende setzen, die Gewaltenteilung und die demokratischen Institutionen wiederherstellen und das Justizsystem dezentralisieren und eine Wahrheitskommission einrichten wird, um die Morde zu ahnden, die an unseren Völkern im Süden begangen wurden“.
Die rechtsgerichteten Regierungen von Bolivien, Argentinien, Costa Rica und Kolumbien gratulierten Keiko Fujimori zu ihrem Sieg und und erklärten ihre Bereitschaft, die internationalen Beziehungen zu stärken.
Keiko Fujimori nach Auszählung aller Stimmen zur Siegerin erklärt von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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