Gleichstand kurz vor der Stichwahl

Stichwahl Peru 2026(Lima, 4. Juni 2026, prensa latina).- Kurz vor der Stichwahl in Peru sollen die beiden Präsidentschaftskandidat*innen, der progressive Roberto Sánchez und die rechtsliberale Keiko Fujimori, praktisch gleichauf liegen, wobei Sánchez knapp vorne liegen soll.

Nach Zahlen eines bekannten Umfrageinstituts, deren Veröffentlichung in Peru kurz vor der Wahl verboten ist, die Prensa Latina jedoch einsehen konnte, liegt Roberto Sánchez von Juntos por el Perú (JP) mit 50,3 Prozent in der Wähler*innengunst knapp vor seiner Konkurrentin Keiko Fujimori (Fuerza Popular, FP) mit 49,7 Prozent. Laut Umfrageexpert*innen legt Sánchez drei Tage vor der Stichwahl am Sonntag, 7. Juni in der Tendenz weiter zu.

Unterstützung mehrerer Mitte-Parteien für Sánchez

Der Kandidat der JP erhielt am 4. Juni offizielle Unterstützung von diversen politischen Organisationen, die sich seinem Projekt angeschlossen haben, das eine Regierungsfähigkeit verspricht, um notwendige Reformen durchzuführen, wie die Wiedererlangung des Rechts der Bevölkerung auf Referenden, die momentan vom konservativ dominierten Kongress kontrolliert werden.

Er erhalte Unterstützung von einem großen Teil der Bevölkerung sowie von anderen Parteien, sagte Sánchez. Es sei sehr zu begrüßen, „wenn es Führungspersonen gibt, die sich entscheiden, an der Seite Perus zu stehen“, so Sánchez bei einer Pressekonferenz, auf der er zusammen mit drei ehemaligen Präsidentschaftskandidaten saß, gegen die er im ersten Wahlgang antrat.

Diese neuen Mitstreiter von Sánchez – der ehemalige Universitätsrektor Alfonso López Chau, der ehemalige Bürgermeister von Lima Ricardo Belmont und der Exfußballer George Forsyth – sehen sich in der politischen Mitte, aber teilen ein gemeinsames Ziel: die Verhinderung eines sogenannten „mafiösen Pakt“, der vom Fujimorismus angeführt werde.

Zuvor hatte sich der progressive Kandidat mit einem Präsidentschaftskandidaten der Mitte getroffen, Mesías Guevara, der sich ebenfalls seiner Kampagne anschloss, genau wie der populistische Yonhy Lescano, sowie die Partei Primero la Gente und Teile der rechten Partei País para todos.

Rechte gegen Kommunismus und Extremismus

Der im ersten Wahlgang unterlegene rechtsextreme Kandidat Rafael López Aliaga rief seine Anhänger*innen dazu auf, gegen „Kommunismus“ und „Extremismus“ und für Keiko Fujimori zu stimmen, so wie auch weitere rechte Kandidaten von geringer Reichweite.

Laut peruanischem Wahlrecht durfte der Wahlkampf nur bis zum 4. Juni geführt werden. Die konkurrierenden Kandidat*innen beendeten ihren Wahlkampf in der Nacht in Lima mit weit voneinander entfernt liegenden Kundgebungen.

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