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(Lima, 3.06.2026, pressenza).- Roberto Sánchez, Spitzenkandidat von Juntos por el Perú (JP), hat einen neuen Regierungsplan vorgestellt, der aus dem Konsens mit Ahora Nación, Partido Cívico Obras, Primero la Gente und Alianza Electoral Venceremos hervorgegangen ist. Entsprechend verpflichteten sich diese Parteien, Sánchez in der kommenden Stichwahl zu unterstützen. Wie steht es um die von JP gegenüber den Basisorganisationen eingegangenen Verpflichtungen?
Ein taktisch wichtiger Schritt
Nach der jüngsten Stichwahl-Debatte zwischen den Präsidentschaftskandidaten Keiko Fujimori und Roberto Sánchez ging Letzterer als Sieger hervor. Darauf hatten verschiedene Parteien, die im ersten Wahlgang noch gegeneinander angetreten waren, beschlossen, Juntos por el Perú zu unterstützen. Nach der politischen Zersplitterung, die das Land erlebt hat, ist der Zusammenschluss der Kräfte ein wichtiger taktischer Schritt. Das überarbeitete Regierungsprogramm von JP enthält zwar messbare Ziele und wichtige Beiträge zur Mäßigung der ideologischen Sprache, die Hauptforderungen der Bürger*innen, die bei der Unterzeichnung einer „Verpflichtung für Peru“ übernommen wurden, müssen jedoch ebenfalls Teil des Programms sein. Der Forderungskatalog wurde von mehr als 30 Basisorganisationen unterzeichnet. Er verlangt unter anderem die Wiederherstellung des Gleichgewichts der Gewalten, die Aufhebung der „Gesetze zur Förderung der Kriminalität“ (leyes pro crimen), Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die Opfer der Proteste der letzten zehn Jahre.
Plan 2026-2031: Messbare Ziele
Im Bereich Wirtschaft erwähnt der neue Plan nicht mehr die „Neuverhandlung von Verträgen und staatliche Kontrolle“ und verspricht stattdessen, „Kleinstunternehmen und die Industrialisierung zu fördern, die Benzinpreise zu senken und den existenzsichernden Mindestlohn auf 1500 Soles anzuheben“. Im Bereich der demokratischen Reformen steht nicht mehr die „Verfassungsänderung“ im Mittelpunkt, sondern sie ist Teil anderer Reformen in den Bereichen Justiz und Korruptionsbekämpfung.
Im Gesundheitssektor wird das „Ziel von 8 Prozent des BIP“ nicht mehr erwähnt, stattdessen wird eine „Versorgung von 95 Prozent der Bevölkerung mit grundlegenden Dienstleistungen“ zugesagt; „6 Prozent des BIP für Bildung“ wird beibehalten, und „100 Prozent der Schulen in ländlichen Gebieten, Grundversorgung sowie ein Schulabschluss für 90 Prozent der Jugendlichen“ wurde als weiterer Punkt ergänzt.
Im Bereich Dezentralisierung erhöht der Plan den Anteil der Regionen außerhalb von Lima und Callao am BIP um 10 Prozent; im Bereich Sicherheit wird die gegenüber der Zivilgesellschaft, den politischen Parteien und der Bevölkerung eingegangene Verpflichtung bekräftigt: die „Aufhebung der verbrecherfreundlichen Gesetze, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für Opfer der Proteste, eine Wirtschaftspolitik im Einklang mit der Natur sowie der Schutz einer hochwertigen öffentlichen Bildung“.
Nicht der erste „Fahrplan“
Das Regierungsprogramm von JP ist nicht Perus erster „Fahrplan“. Schon 2011 trat der ehemalige Präsident Ollanta Humala mit seiner „Gran Transformación“ an, änderte seinen Plan jedoch später in der Stichwahl, wobei er zwar einige ursprüngliche Meilensteine beibehielt, sich aber stärker am Modell der Marktwirtschaft orientierte. Die aktuelle Lage in Peru ist in vielerlei Hinsicht ähnlich; doch die kriminellenfreundliche Gesetze und mangelnde institutionelle Strukturen sowie durch die auf allen staatlichen Ebenen verbreitete Korruption haben eine unsichere Sicherheitslage herbeigeführt, die ein entschlossenes Engagement der künftigen Präsidentschaft erfordert. Deren Aufgabe ist es nun, notwendige Reformen in Angriff zu nehmen. Die Bevölkerung steht vor der großen Aufgabe, sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft zu beteiligen und ihre Wahlentscheidung wohlüberlegt zu treffen.
„Juntos por el Perú“ (JP) stellt neues Regierungsprogramm vor von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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