
(Bogota, 10. September 2026, prensa latina).- Der neue Präsident Kolumbiens, Abelardo de la Espriella, arbeitet weiter daran, die Strukturen für Verhandlungen mit bewaffneten Gruppen abzuschaffen, die die Vorgängerregierung unter Gustavo Petro (2022-2026) eingerichtet hatte.
Die jüngste dieser Entscheidungen ist das Widerrufen der Ernennung der Vertreter*innen an den Verhandlungstischen für Friedensverhandlungen mit der Nationalen Befreiungsarmee ELN (Ejército de Liberación Nacional) und den Unterhändler*innen der Regierung mit der selbsternannten Gaitanistischen Armee Kolumbiens EGC (Ejército Gaitanista de Colombia).
Zudem wurde bekannt, dass bereits ab dem 30. September die temporäre „Unterbringungszone“ in Valle de Guamuez im südwestlichen Departamento Putumayo geschlossen werden soll, wo 100 Mitglieder des Nationalen Rats der Bolivarianischen Armee CNEB (Coordinadora Nacional Ejército Bolivariano) untergebracht sind. Diese Zone ist Teil der Verhandlungen mit dieser Splittergruppe der aufgelösten FARC-Guerilla.
De la Espriella will bewaffnete Konfrontationen, Verhaftungen und Auslieferungen
Für ihn sei der Weg des Dialogs komplett ausgeschöpft, erklärte der neue Präsident; deshalb werde er während seines Mandats eine Politik der harten Hand anwenden und bewaffnete Konfrontationen, Verhaftungen und Auslieferungen bevorzugen.
Die Verhandlungen mit der linken Guerilla ELN wurden bereits im Januar 2025 ausgesetzt, nachdem die Guerilla Kämpfe mit dem Frente 33 (eine FARC-Abspaltung, Anm. d. Ü.) in der nordöstlichen Region Catatumbo aufnahm, was Dutzende Tote und Tausende Vertriebene zur Folge hatte.
Im September 2025 hatte die damalige kolumbianische Regierung offiziell Friedensgespräche mit dem EGC (das auch als Golfclan bekannt ist) aufgenommen. Im Gegensatz zu Verhandlungen mit aCommonsnderen kolumbianischen bewaffneten Gruppen fanden diese Gespräche in Doha statt, Katar übernahm die Rolle als Vermittler und Gastgeber des Friedensprozesses. Beide Seiten unterzeichneten Abkommen über eine Verringerung der Drogenproduktion, eine Verringerung der Rekrutierung von Minderjährigen in den ländlichen Gebieten und die Erleichterung der Wiedereingliederung von jungen Kämpfer*innen in die Gesellschaft.
Präsident de la Espriella hat bereits fünf Friedensverhandlungen abgesagt: die Gespräche mit der Gruppe EMBF unter ihrem Chef „Calarcá“; mit der CNEB; mit den Autodefensas Conquistadoras der Sierra Nevada; mit den Comuneros del Sur und den kriminellen Banden von Medellín.
Präsident schafft Strukturen für Friedensverhandlungen ab von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
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