Reporter ohne Grenzen warnt vor Anstieg der Morde an Journalist*innen

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Foto: Dan Hetherington via wikimedia
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(Oaxaca, 27. Juli 2026, educaoaxaca).- Nach dem jüngsten Mord an dem Journalisten Alejandro Leyva Aguilar in Oaxaca vor wenigen Tagen bestätigt Reporter ohne Grenzen einen „alarmierenden“ Anstieg der Morde an Journalist*innen. In Mexiko, das ohnehin als das gefährlichste Land Amerikas für Presseleute gilt, ist die Zahl der Todesopfer laut der Organisation so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. „Sieben Morde in sieben Monaten – das ist nicht hinnehmbar. So viele Tote in so kurzer Folge machen einen fassungslos. Seit 2011 oder 2012 hat Reporter ohne Grenzen keinen so alarmierenden Anstieg von Morden an Presseleuten mehr verzeichnet“, erklärte die mexikanische Reporter ohne Grenzen-Sprecherin Balbina Flores Ende Juli in einem Telefoninterview mit EFE.Laut den offiziellen Regierungserklärungen sei ein Rückgang der Mordfälle zu verzeichnen, doch tatsächlich steige die Zahl der tödlichen Verbrechen gegen Presseleute an, warnte Flores, es seien ungefähr so viele wie während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Enrique Peña Nieto (2012–2018), das Problem der Gewalt sei somit offensichtlich „nicht überwunden“.

Verbindungen der Kommunalbehörden mit dem organisierten Verbrechen

Laut der Nichtregierungsorganisation „Artículo 19“ wurden seit Beginn der Amtszeit von Claudia Sheinbaum vor knapp zwei Jahren 14 Journalist*innen ermordet. Francisco Alejandro Leyva Aguilar wurde in einem Imbiss erschossen – er ist der siebte Journalist, der in diesem Jahr in Mexiko gewaltsam ums Leben kam. Für Reporter ohne Grenzen verdeutlicht die aktuelle Situation das „völlige Versagen“ der Behörden beim Schutz der Presse, insbesondere der Medienschaffenden in den ländlichen Gebieten im Süden des Landes. „Das können wir nicht länger hinnehmen. Das ist entsetzlich, es scheint, als würde es nicht aufhören. Das waren alles Journalist*innen, die bedroht worden waren, und niemand hat sie geschützt“, so Flores. Leyva Aguilar hatte die Drohungen gemeldet, doch er bekam weder Schutz, noch wurde auf die besondere Situation eingegangen, kritisierte die Organisationen für Pressefreiheit. Außerdem wurden in einigen Fällen Verbindungen zwischen den Kommunalbehörden und dem organisierten Verbrechen aufgezeigt, wie beispielsweise beim Mord an der Journalistin Roxana Guzmán, für den mehrere lokale Polizisten aus Veracruz festgenommen wurden. Ihnen wird Komplizenschaft mit den Entführern vorgeworfen.

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