Wasser


Honduras

Angriff auf Aktivisten gegen Wasserkraftwerk in Honduras

Von Daniela Dreißig. (09. August 2017, amerika21).- Am vergangenen Freitag sind in Honduras Martín Fernández, Generalkoordinator der Menschenrechtsorganisation „Breite Bewegung für Würde und Gerechtigkeit“ MADJ (Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia) und Oskar Martínez, Mitglied der MADJ, von etwa 20 bewaffneten Männern angegriffen und verletzt worden. Die beiden Aktivisten wollten in der Gemeinde Pajuiles im Department Atlántida die Zerstörung der Protestcamps gegen das Wasserkraftwerk des Unternehmens Hidroeléctrica Centrales El Progreso (Hidrocep) am Fluss Mezapa in Augenschein nehmen. […]


Kubas Strände schwinden, die schützenden Mangrovenwälder sind ja auch bereits weg / Foto: k@mphuis, cc-by-nc-nd-2.0
Kuba

Kubas Strände schwinden

Lima, 28. Juni 2017, noticias aliadas).- Kuba hat einen Rückgang seiner Küstenstrände um 1,2 Meter jährlich festgestellt. Anzeichen von Erosion gebe es an 82 Prozent der 499 Stränden des Landes. Dies geht aus einer Studie des kubanischen Ministeriums für Wissenschaft, Technik und Umwelt hervor, die am vergangenen 5. Juni, dem Weltumwelttag, veröffentlicht wurde. […]


Die Mine Veladero liegt in der Provinz San Juan / Foto: Ferjacon, CC BY-SA 4.0
Argentinien

Nach Giftunfall: Umweltminister verfügt Betriebsstopp der Mine Veladero

(Lima, 01. Mai 2017, noticias aliadas).- Der argentinische Umweltminister Sergio Bergman hat am 19. April 2017 eine einstweilige Verfügung unterzeichnet, mit der die Aktivitäten der Bergbaumine Veladero in der nordwestargentinischen Provinz San Juan bis auf Weiteres gestoppt werden. Anlass für diesen Schritt ist der Austritt giftiger Flüssigkeiten am vergangenen 28. März. Man wolle „verhindern, dass als Folge dieses Lecks die Wasserreserven im Westen Argentiniens gefährdet werden“, so der Minister. […]


Protest gegen Mega-Staudämme am Rio Beni
Bolivien
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir

Der Widerstand gegen Mega-Staudämme in Bolivien wächst

Von Ecoticias. (Lima, 21. März 2017, servindi).- Im November vergangenen Jahres hielten Vertreter*innen von 17 indigenen Gemeinschaften eine Mahnwache in El Chepete und El Bala, im Amazonastiefland Boliviens ab. Sie protestierten damit gegen den Plan von Präsident Evo Morales, in El Chepete und El Bala Staudämme zu errichten. Der italienischen Firma Geodata, die von der Regierung zu einer Machbarkeitsstudie für das Projekt beauftragt wurde, wurde der Zugang zum Ort blockiert. Zwölf Tage später zogen die Ingenieur*innen der Firma ihr Team mit der folgenden Begründung zurück: „Ohne Zustimmung der Gemeinschaft sind keine geeigneten Arbeitsbedingungen gegeben“.

Dieses Ereignis stellt einen kleinen aber wichtigen Sieg für indigene Gruppen, Umweltaktivist*innen und Nichtregierungsorganisationen dar, die jahrelang gegen den Bau der Staudämme Widerstand geleistet hatten. Doch ihr Kampf dauert bis heute an. […]


Transparent gegen Abbau von Edelmetallen
El Salvador

El Salvador verbietet Abbau von Edelmetallen

(Berlin, 30. März 2017, onda).- Am Mittwoch den 29. März verabschiedete El Salvadors Kongress ein Gesetz, das den Abbau von Edelmetallen in dem kleinen mittelamerikanischen Land verbietet. Damit entsprach das Parlament den Forderungen eines breiten Bündnisses aus Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, der katholischen Kirche sowie der Mehrheit der salvadorianischen Bevölkerung. Bei einer Umfrage im Jahr 2015 hatten sich fast 80 Prozent der Salvadorianer*innen für ein Verbot des Bergbaus ausgesprochen. […]


Mann im schmutzigen Wasser
Kolumbien
Fokus: Recht auf Stadt und Land / Derecho a la ciudad y tierra

Umzingelt vom Hunger

(Medellín, 10. November 2016, colombia informa).- „Heute habe ich kein bisschen Land mehr; nur noch die Erde unter den Fingernägeln wenn ich hinfalle und an den Füßen, wenn ich mir die Schuhe ausziehe“, sagt Fredy, Bewohner von La Pista. Der Ort befindet sich inmitten eines mehrere Kilometer weitreichenden Palmenwalds, an dessen Längsseite ein kleiner Kanal mit grünlichem Wasser fließt. Die Hitze in der Karibik ist stark. Es ist kurz nach Mittag und die Sonne begleitet eine Gruppe von Kindern mit brauner Haut und schwarzen Haaren, die sich dort baden. […]


Uruguay
Fokus: Menschenrechte 2016

Ist sauberes Trinkwasser bald Vergangenheit?

Von Antje Vieth. (Berlin, 28. Oktober 2016, npl).- Bisher war Uruguay eines der wenigen Länder, in denen man unbekümmert den Hahn aufdrehen und selbst in der Hauptstadt Montevideo Wasser direkt aus der Leitung trinken konnte. Dieses für die meisten Europäer*innen ganz selbstverständliche Privileg, ist in den meisten lateinamerikanischen Ländern undenkbar – und nun auch in Uruguay wohl bald Geschichte. Denn seit 2013 machen in dem kleinen Land am Rio de la Plata regelmäßig Katastrophenmeldungen die Runde. […]


Panama
Fokus: Menschenrechte 2016

Wasserkraftprojekt Barro Blanco: Ngobe Buglé lehnen Abkommen mit Regierung ab

(Panama-Stadt, 18. September 2016, prensa latina).- Der Nationalkongress der indigenen Ngobe Buglé hat das Abkommen mit der Regierung Panamas zum weiteren Vorgehen in Bezug auf ein umstrittenes Wasserkraftwerkes abgelehnt. Die Ngobe Buglé sind ein indigenes Volk, welches im nordwestlichen Panama in dem gleichnamigen Territorium Ngobe Buglé lebt. Nach Meinung von Analyst*innen könnte dadurch eine politische Krise wieder aufflammen, die bereits überwunden schien. […]


Mexiko

Zwei Jahre nach Flusskontamierung durch Kupfermine: Bleibende Schäden für Menschen und Natur

Von Gerold Schmidt. (Mexiko-Stadt, 20. Juli 2016, npl).- Am 6. August 2014 ergossen sich im nördlichen Bundesstaat Sonora 40 Millionen Liter Sulfatsäure und mehrere hundert Tonnen Schwermetalle aus einem Rückhaltebecken der Kupfermine des mexikanischen Bergbau-Unternehmens Buenavista del Cobre direkt in den Sonora-Fluss. Dutzende Kilometer verseuchter Flussläufe, Hautverätzungen bei Menschen, die mit dem Wasser in Berührung kamen und zahlreiche geschlossene Trinkwasserbrunnen waren die unmittelbare Folge. Der Mutterkonzern Grupo México im Besitz des mexikanischen Milliardärs Germán Larrea versprach umfassende Wiedergutmachung – gegenüber den Menschen und der Natur. […]


Honduras
Fokus: Menschenrechte 2016

Mutmaßliche Verwicklungen von Militärs und Politiker*innen in den Mordfall Berta Cáceres

Von Jutta Blume (Berlin, 16. Mai 2016, npl).- Fast genau zwei Monate nach dem Mord an der bekannten Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres wurden am 2. Mai vier Tatverdächtige verhaftet, kurz darauf ein weiterer. Drei der Männer sind oder waren Militärangehörige, einer ist Angestellter des Unternehmens Desarrollos Energéticos S.A. (DESA). Mitglieder des Zivilen Rats der Basis- und indigenen Organisationen von Honduras (COPINH), deren Koordinatorin Cáceres war, glauben, dass es sich bei den Festgenommenen allenfalls um die materiellen Täter, nicht aber um die Auftraggeber*innen des Mordes handelt. […]


Argentinien
Fokus: Menschenrechte 2015

Greenpeace klagt an: Das Trinkwasser in Argentinien ist in Gefahr

ARGENTINIEN

Verschmutzung im Matanza-Riachuelo-Flussbecken / Foto: vocesenelfenix(Fortaleza, 23. Juli 2015, adital).- Sieben Jahre nach der Urteilsverlesung zur Sanierung des Matanza-Riachuelo-Flussbeckens im Großraum Buenos Aires bleibt der Petrochemie-Komplex Dock Sud eine der größten Quellen der Verschmutzung – und gleichzeitig eine der am wenigsten kontrollierten. Die Umweltorganisation Greenpeace prangert in einem Bericht das Eindringen der Kohlenwasserstoffe (Benzin, Heizöl, Chemikalien, Schmierstoffe) in den Boden an, die auf diesem Wege in das Grundwasser gelangten und so die Trinkwasserreserven der ganzen Region in Gefahr brächten.

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Mexiko

Die Verdammten der Sierra Norte

von Francisco López Bárcenas

MEXIKO

Protest gegen das Wasserkraftwerk Puebla 1 / Bildquelle: consejotiyattlali.blogspot.de(Mexiko-Stadt, 02. Juli 2015, la jornada).- Zu den Landesregionen, in denen Megaprojekte die Territorien der indigenen Völker außerordentlich beeinträchtigen, gehört die Sierra Norte von Puebla. Und zwar wirklich heftig. Mehr als 180.000 Hektar dieser Gebirgsregion sind für Bergbauprojekte, Wasserkraftwerke und Vorhaben mit fossilen Brennstoffen konzessioniert. Allein im Bergbau gibt es 103 Konzessionen in den Händen von Unternehmen aus acht Ländern.

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