Wasser


Die Mine Veladero liegt in der Provinz San Juan / Foto: Ferjacon, CC BY-SA 4.0
Argentinien

Nach Giftunfall: Umweltminister verfügt Betriebsstopp der Mine Veladero

(Lima, 01. Mai 2017, noticias aliadas).- Der argentinische Umweltminister Sergio Bergman hat am 19. April 2017 eine einstweilige Verfügung unterzeichnet, mit der die Aktivitäten der Bergbaumine Veladero in der nordwestargentinischen Provinz San Juan bis auf Weiteres gestoppt werden. Anlass für diesen Schritt ist der Austritt giftiger Flüssigkeiten am vergangenen 28. März. Man wolle „verhindern, dass als Folge dieses Lecks die Wasserreserven im Westen Argentiniens gefährdet werden“, so der Minister. […]


Protest gegen Mega-Staudämme am Rio Beni
Bolivien

Der Widerstand gegen Mega-Staudämme in Bolivien wächst

Von Ecoticias. (Lima, 21. März 2017, servindi).- Im November vergangenen Jahres hielten Vertreter*innen von 17 indigenen Gemeinschaften eine Mahnwache in El Chepete und El Bala, im Amazonastiefland Boliviens ab. Sie protestierten damit gegen den Plan von Präsident Evo Morales, in El Chepete und El Bala Staudämme zu errichten. Der italienischen Firma Geodata, die von der Regierung zu einer Machbarkeitsstudie für das Projekt beauftragt wurde, wurde der Zugang zum Ort blockiert. Zwölf Tage später zogen die Ingenieur*innen der Firma ihr Team mit der folgenden Begründung zurück: „Ohne Zustimmung der Gemeinschaft sind keine geeigneten Arbeitsbedingungen gegeben“.

Dieses Ereignis stellt einen kleinen aber wichtigen Sieg für indigene Gruppen, Umweltaktivist*innen und Nichtregierungsorganisationen dar, die jahrelang gegen den Bau der Staudämme Widerstand geleistet hatten. Doch ihr Kampf dauert bis heute an. […]


Transparent gegen Abbau von Edelmetallen
El Salvador

El Salvador verbietet Abbau von Edelmetallen

(Berlin, 30. März 2017, onda).- Am Mittwoch den 29. März verabschiedete El Salvadors Kongress ein Gesetz, das den Abbau von Edelmetallen in dem kleinen mittelamerikanischen Land verbietet. Damit entsprach das Parlament den Forderungen eines breiten Bündnisses aus Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, der katholischen Kirche sowie der Mehrheit der salvadorianischen Bevölkerung. Bei einer Umfrage im Jahr 2015 hatten sich fast 80 Prozent der Salvadorianer*innen für ein Verbot des Bergbaus ausgesprochen. […]


Mann im schmutzigen Wasser
Kolumbien

Umzingelt vom Hunger

„Heute habe ich kein bisschen Land mehr; nur noch die Erde unter den Fingernägeln wenn ich hinfalle und an den Füßen, wenn ich mir die Schuhe ausziehe“, sagt Fredy, Bewohner von La Pista. Der Ort befindet sich inmitten eines mehrere Kilometer weitreichenden Palmenwalds, an dessen Längsseite ein kleiner Kanal mit grünlichem Wasser fließt. Die Hitze in der Karibik ist stark. Es ist kurz nach Mittag und die Sonne begleitet eine Gruppe von Kindern mit brauner Haut und schwarzen Haaren, die sich dort baden. […]


Uruguay

Ist sauberes Trinkwasser bald Vergangenheit?

Von Antje Vieth. (Berlin, 28. Oktober 2016, npl).- Bisher war Uruguay eines der wenigen Länder, in denen man unbekümmert den Hahn aufdrehen und selbst in der Hauptstadt Montevideo Wasser direkt aus der Leitung trinken konnte. Dieses für die meisten Europäer*innen ganz selbstverständliche Privileg, ist in den meisten lateinamerikanischen Ländern undenkbar – und nun auch in Uruguay wohl bald Geschichte. Denn seit 2013 machen in dem kleinen Land am Rio de la Plata regelmäßig Katastrophenmeldungen die Runde. […]


Panama

Wasserkraftprojekt Barro Blanco: Ngobe Buglé lehnen Abkommen mit Regierung ab

(Panama-Stadt, 18. September 2016, prensa latina).- Der Nationalkongress der indigenen Ngobe Buglé hat das Abkommen mit der Regierung Panamas zum weiteren Vorgehen in Bezug auf ein umstrittenes Wasserkraftwerkes abgelehnt. Die Ngobe Buglé sind ein indigenes Volk, welches im nordwestlichen Panama in dem gleichnamigen Territorium Ngobe Buglé lebt. Nach Meinung von Analyst*innen könnte dadurch eine politische Krise wieder aufflammen, die bereits überwunden schien. […]


Mexiko

Zwei Jahre nach Flusskontamierung durch Kupfermine: Bleibende Schäden für Menschen und Natur

Von Gerold Schmidt. (Mexiko-Stadt, 20. Juli 2016, npl).- Am 6. August 2014 ergossen sich im nördlichen Bundesstaat Sonora 40 Millionen Liter Sulfatsäure und mehrere hundert Tonnen Schwermetalle aus einem Rückhaltebecken der Kupfermine des mexikanischen Bergbau-Unternehmens Buenavista del Cobre direkt in den Sonora-Fluss. Dutzende Kilometer verseuchter Flussläufe, Hautverätzungen bei Menschen, die mit dem Wasser in Berührung kamen und zahlreiche geschlossene Trinkwasserbrunnen waren die unmittelbare Folge. Der Mutterkonzern Grupo México im Besitz des mexikanischen Milliardärs Germán Larrea versprach umfassende Wiedergutmachung – gegenüber den Menschen und der Natur. […]


Honduras

Mutmaßliche Verwicklungen von Militärs und Politiker*innen in den Mordfall Berta Cáceres

Von Jutta Blume (Berlin, 16. Mai 2016, npl).- Fast genau zwei Monate nach dem Mord an der bekannten Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres wurden am 2. Mai vier Tatverdächtige verhaftet, kurz darauf ein weiterer. Drei der Männer sind oder waren Militärangehörige, einer ist Angestellter des Unternehmens Desarrollos Energéticos S.A. (DESA). Mitglieder des Zivilen Rats der Basis- und indigenen Organisationen von Honduras (COPINH), deren Koordinatorin Cáceres war, glauben, dass es sich bei den Festgenommenen allenfalls um die materiellen Täter, nicht aber um die Auftraggeber*innen des Mordes handelt. […]


Grünes Gold - Kakaopflanzungen der Awajun / Foto: ideele revista
Peru

Grünes Gold in Gefahr: Der Kampf der Awajun-Indigenen gegen den Goldabbau und für ihre Wasserquellen

von Sandy El Berr, Lima (Berlin, 19. November 2015, ideele revista-npl).- Pancho Kantuash verschneidet vorsichtig seine Kakaobäume, die sich unter der Last der vielen roten und gelben Kakaoschoten biegen. Pancho ist ein etwa 60-jähriger Familienvater und Landwirt. Er ist Teil eines technischen Teams, das andere Awajun-Familien im nördlichen Amazonasgebiet Perus im ökologischen Kakaoanbau fortbildet. Das Projekt wird von der Europäischen Union finanziert und vor kurzem haben die Produzent*innen die Ökozertifizierung von Biolatina erhalten. In der Zukunft könnte ihnen das höhere Einnahmen sichern. Schon seit zwei Jahren verkaufen die Awajun ihren Kakao nach Europa. Aufgrund seines exzellenten Aromas wurde er dort bereits ausgezeichnet. […]


Argentinien

Greenpeace klagt an: Das Trinkwasser in Argentinien ist in Gefahr

ARGENTINIEN

Verschmutzung im Matanza-Riachuelo-Flussbecken / Foto: vocesenelfenix(Fortaleza, 23. Juli 2015, adital).- Sieben Jahre nach der Urteilsverlesung zur Sanierung des Matanza-Riachuelo-Flussbeckens im Großraum Buenos Aires bleibt der Petrochemie-Komplex Dock Sud eine der größten Quellen der Verschmutzung – und gleichzeitig eine der am wenigsten kontrollierten. Die Umweltorganisation Greenpeace prangert in einem Bericht das Eindringen der Kohlenwasserstoffe (Benzin, Heizöl, Chemikalien, Schmierstoffe) in den Boden an, die auf diesem Wege in das Grundwasser gelangten und so die Trinkwasserreserven der ganzen Region in Gefahr brächten.

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Mexiko

Die Verdammten der Sierra Norte

von Francisco López Bárcenas

MEXIKO

Protest gegen das Wasserkraftwerk Puebla 1 / Bildquelle: consejotiyattlali.blogspot.de(Mexiko-Stadt, 02. Juli 2015, la jornada).- Zu den Landesregionen, in denen Megaprojekte die Territorien der indigenen Völker außerordentlich beeinträchtigen, gehört die Sierra Norte von Puebla. Und zwar wirklich heftig. Mehr als 180.000 Hektar dieser Gebirgsregion sind für Bergbauprojekte, Wasserkraftwerke und Vorhaben mit fossilen Brennstoffen konzessioniert. Allein im Bergbau gibt es 103 Konzessionen in den Händen von Unternehmen aus acht Ländern.

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Mexiko

Gerichtsentscheid gibt Yaquis neue Hoffnung auf ihre Wasserrechte

von Ceccam

MEXIKO

(Berlin, 16. Januar 2015, poonal).- Wie die Tageszeitung La Jornada (http://www.jornada.unam.mx/2015/01/15/sociedad/035n1soc ) berichtet, wird das mexikanische Verfassungsgericht die Umweltverträglichkeitsprüfung des Bundesumweltminsteriums für das Aquädukt „Independencia“ im Bundesstaat Sonora für ungültig erklären. Damit geben die Richter einer Verfassungsklage der Landkreise San Ignacio Río Muerto und Cajeme statt.

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Cecop-Protestaktion (Archiv) / Bildquelle: kaosenlared
Mexiko

Staudamm La Parota: Cecop-Sprecher Marco Suástegui verhaftet

(Berlin, 23. Juni 2014, poonal).- Am 17. Juni verhaftete die Polizei in Acapulco Marco Antonio Suástegui, Sprecher des Ejido- und Gemeinderates gegen den Staudamm La Parota, Cecop (Consejo de Ejidos y Comunidades Opositoras a la presa La Parota). Bei der Verhaftung soll Suástegui brutal geschlagen worden sein. Innerhalb weniger Tage wurde er in drei verschiedene Gefängnisse verlegt. Derzeit befindet er sich im Hochsicherheitsgefängnis von Tepic im Bundesstaat Nayarit. […]