Tamaulipas


Mexiko

Tamaulipas: Anhebung des Mindestalters bei Eheschließung auf 18 Jahre

Von Rosa María Rodríguez Quintanilla. (Ciudad Victoria, 31. Mai 2016, cimac).- Im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas können Minderjährige nicht mehr heiraten, seitdem das örtliche Abgeordnetenhaus Reformen und Zusätze verabschiedet und andere Artikel des Gesetzbuches von Tamaulipas außer Kraft gesetzt hat. Der entsprechende Artikel 220 wurde wie folgt geändert: Die Eheschließung ist nichtig, sobald eine oder beide Personen zum Zeitpunkt der Heirat unter 18 Jahren alt sind. Die von der Landesregierung vorgeschlagene Änderung der Satzung wurde einstimmig verabschiedet. Zuvor lag das Mindestalter der Eheschließung bei 16 Jahren. […]


Mexiko

Wenn aus Holzstücken Knochenreste werden – Freiwillige Suchbrigade findet geheime Gräber in Veracruz

Von Gert Goertz

(Mexiko-Stadt, 7. Mai 2016, npl).- Zwei Wochen reichten aus, um zu finden, was die Regierung nicht finden will. Am 9. April kamen Mitglieder der „Nationalen Suchbrigade Verschwundener Personen“ in den Bundesstaat Veracruz. Am 22. April präsentierten sie in den Räumlichkeiten des Menschenrechtszentrums Miguel Agustín Pro Juárez in Mexiko-Stadt ihre Ergebnisse: Nur acht Kilometer von den Grenzen der 200.000 Einwohnerstadt Córdoba entfernt, fanden sie in 15 verschiedenen, nahe beieinander gelegenen klandestinen Gräbern Kleider- und Knochenreste mit Brandspuren.  […]


Mexiko

Initiative kämpft für die Anhebung des Mindestalters für Eheschließungen

von Gloria Analco (Mexiko, Oktober 2014, semlac).- Vor einigen Monaten wurde in Mexiko auf Betreiben von Verónica Beatriz Juárez Piña, Präsidentin der Kommission für Kinderrechte des Abgeordnetenhauses in Mexiko, eine Initiative gegründet, die sich für die Anhebung des Mindestalters für Eheschließungen auf 18 Jahre einsetzt und somit die Reform, Erweiterung und Aufhebung mehrerer Bestimmungen des bürgerlichen Zivilrechts anstrebt. […]


Straflosigkeit tötet. Foto: Flickr/Articulo 19 (CC BY-NC 2.0)
Mexiko

Aufklärung für Mord an Bloggerin gefordert

(Guatemala-Stadt, 23. Oktober 2014, cerigua).- Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die mexikanischen Behörden aufgefordert, den Mord an der Bloggerin María del Rosario Fuentes Rubio zu untersuchen. Fuentes Rubio hat bei der Webseite „Valor por Tamaulipas“ mitgearbeitet, die Bürger*innen vor Auseinandersetzungen und Operationen des Organisierten Verbrechens warnt; allem Anschein nach wurde sie nun selbst von der Drogenmafia ermordet. […]


Demo 2011 gegen den Drogenkrieg. Foto: Flickr/Jesus Villaseca (CC BY-NC-SA 2.0)
Mexiko

Nach wie vor deutlich über 20.000 Morde im Jahr

(Berlin, 01. August 2014, poonal).- Nach vorläufigen Angaben der mexikanischen Statistikbehörde INEGI sind im vergangenen Jahr fast 23.000 Menschen eines gewaltsamen Todes im Land gestorben. Das sind durchschnittlich 62 Morde pro Tag. Gegenüber dem Jahr 2012 bedeutet dies einen Rückgang von 12,45 Prozent, aber immer noch eine äußerst hohe Mordrate von 19 Personen pro 100.000 Einwohner*innen. Dabei ist das Ausmaß der Gewalt in den 31 Bundesstaaten und der Hauptstadt sehr unterschiedlich. Bezogen auf die Einwohnerzahl geschehen die meisten Morde im Bundesstaat Guerrero (63 pro 100.000). Es folgen die nördlichen Bundesstaaten Chihuahua und Sinaloa. Über dem Bundesdurchschnitt liegen ebenfalls Morelos, Colima, Tamaulipas, Durango, Sonora, Baja California, Michoacán und der Bundesstaat Mexiko. […]


Die Großstadt Reynosa an ruhigeren Tagen. Foto: Wikipedia
Mexiko Mittelamerika

Mexikanische Behörden retten 68 Migrant*innen aus Zentralamerika

(Guatemala-Stadt, 26. Mai 2014, cerigua).- Mitarbeiter*innen der mexikanischen Bundespolizei sowie des Marineministeriums retteten 68 Migrant*innen aus Zentralamerika, die in den Städten Reynosa und Madero im an die USA grenzenden Bundesstaat Tamaulipas gefangen gehalten wurden. Die Zentralamerikaner*innen konnten während zwei Operationen am vorletzten Maiwochenende befreit werden, wobei sieben Personen festgenommen sowie Waffen beschlagnahmt wurden, darunter ein Granatwerfer, so die Grupo de Coordinación Tamaulipas (GCT). […]


mexiko entrevista migrantesmexico reproducao. Foto: Adital
Mexiko

„Ein Migrant ist ein Toter ohne Namen“

von Ilka Oliva Corado (Fortaleza, 22. April 2014, adital).- Interview mit Pedro Pantoja, Pfarrer der Migranten-Anlaufstelle Posada Belén. Ich bekam die Chance, ein Interview mit Padre Pedro Pantoja, Pfarrer der Posada Belén, einer Herberge für Migrant*innen in Saltillo im mexikanischen Bundesstaat Coahuila zu führen. Seit 40 Jahren setzt sich der Geistliche für die Menschenrechte von Migrant*innen ohne Aufenthaltstitel ein. Seit 40 Jahren nimmt er sich der hoffnungslosen Fälle an, die von niemandem Unterstützung erhalten, im Gegenteil: Es geht um Menschen, denen niemand Respekt zollt, die zerstört und vergessen wurden, die man zur Ware gemacht hat, um auf ihrem Rücken ganze Imperien zu errichten, und die weggeworfen wurden, nachdem man das letzte Bisschen aus ihnen herausgequetscht und nur noch eine wertlose Hülle übriggelassen hat, die irgendwo in einer versteckten Grube zu Staub zerfällt. […]


Freigesprochene Adriana Manzanares / Foto: cayetano-silvia-castillo milima, medio a medio/Sinembargo
Mexiko

Oberster Gerichtshof spricht wegen Abtreibung verurteilte Indigene frei

(Mexiko-Stadt, 23. Januar 2014, cimacmedio a medio-poonal).- Der Oberste Gerichtshof in Mexiko ordnete am 23. Januar die sofortige Freilassung von Adriana Manzanares Cayetano an, einer jungen Indigenen aus dem Bundesstaat Guerrero, die nach einer Abtreibung zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt worden war und ihre Haftstrafe im Gefängnis von Chilpancingo absaß. Der Gerichtshof traf ein einstimmiges Urteil zugunsten von Adriana Manzanares und begründete seine Entscheidung damit, dass die Beschuldigte kein faires Verfahren gehabt habe. […]


Protest von MigrantInnen gegen Entführung und Gewalt im April 2011 / Brenmorado, Flickr
Mexiko Mittelamerika

Karawane von Müttern verschwundener MigrantInnen

(Buenos Aires, 14. November 2011, púlsar/poonal).- Eine Gruppe von 33 Müttern aus den zentralamerikanischen Staaten Honduras, Nicaragua und El Salvador hat eine zweiwöchige Karawane durchgeführt, um nach ihren in Mexiko verschwundenen Söhnen und Töchtern zu suchen. Die Karawane begann am 30. Oktober und endete am 16. November. Die Frauen folgten der Route, die von zentralamerikanischen MigrantInnen genutzt wird, um in die Vereinigten Staaten zu gelangen. […]


Maisvielfalt / archivo de proyectos, cc-by-sa 2.0, flickr
Mexiko

Wer Wind sät – Genmais im Norden Mexikos

von Ana de Ita (Mexiko-Stadt, 19. November 2011, la jornada/poonal).- In Mexiko soll die Maisproduktion um dreieinhalb Millionen Tonnen geringer ausfallen als ursprünglich erwartet. Grund dafür sind verspätet einsetzende Regenfälle und Frühfröste im Hochland. Außerdem wird das Absinken des Wasserspiegels der Stauseen im Nordosten des Landes die dortige Mais-Aussaat im nächsten Anbauzyklus Herbst-Winter mindestens um 50 Prozent einschränken. Angesicht einer möglichen Unterversorgung und Verteuerung dieses Getreides ist das eine alarmierende Situation für das Land. […]