Movice


Zum ersten Jahrestag des Mordes am Aktivisten Carlos Pedraza

Vor einem Jahr, am 21. Januar 2015, wurde Carlos Pedraza ermordet. Der Kolumbianer wurde 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Bogotá erschossen aufgefunden. Der Absolvent der Pädagogischen Universität in Bogotá war Aktivist in mehreren sozialen Organisationen, so wie der Bewegung der Opfer von Staatsverbrechen und dem Dachverband Congreso de los Pueblos. Carlos Pedraza war ein engagierter Aktivist, und das war wohl auch der Grund  […]


Kolumbien Ivan Cepeda. Foto: Otramerica (CC BY-NC 3.0)
Kolumbien

„Uribe ist Teil einer rechten Gegenoffensive der USA“

von José Manuel Martín Medem (Madrid, 21. Februar 2015, otramérica).- Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) könnten in den Verhandlungen mit der Regierung von Juan Manuel Santos eine Einigung erzielen, wenn garantiert wird, dass der Paramilitarismus beendet wird und die Aufständischen nicht wie eine besiegte Armee behandelt werden. Das zumindest erklärte der kolumbianische Senator für den Polo Democrático, Iván Cepeda*. Er hat in Madrid mit José Manuel Martín Médem über den Friedensprozess gesprochen, über den gegenwärtig die kolumbianische Regierung und die FARC in Havanna verhandeln. Cepeda warnte zudem vor der internationalen Kampagne des Ex-Präsidenten Álvaro Uribe gegen die Verhandlungen, die im Rahmen des Plans der US-Republikaner, einen dritten Bush aufzustellen stattfände, um die extreme Rechte in Lateinamerika von den USA aus zu verstärken. […]


Gutgelaunter Drahtzieher von Menschenrechtsverbrechen? Kolumbiens Ex-Präsident Alvaro Uribe (2010) / Foto: Gobierno de Guatemala, CC BY-NC-SA 2.0, flickr
Kolumbien

Weiterhin keine Reaktion der Justiz: Schwere Anschuldigungen gegen Ex-Präsident Álvaro Uribe

von Marcela Belchior (Fortaleza, 01. Oktober 2014, adital).- Soziale Bewegungen sowie kolumbianische Politiker*innen fordern als Antwort auf mehrere Anzeigen, die sich bei den Gerichten des Landes angesammelt haben, die Einleitung rechtlicher Schritte gegen den Ex-Staatspräsidenten und Ex-Gouverneur des Departements Antioquia, Álvaro Uribe Vélez. In zwei von der Nachrichtenagentur ‚Colombia Informa‘ jeweils am 24. und 26. September 2014 veröffentlichten Artikeln wird der Name des Politikers unter anderem in Verbindung mit diversen Mordfällen, von Paramilitärs durchgeführten Massakern, Folter, Amtsübertretung und –missbrauch sowie illegalem Handel gebracht. […]


kolumbien gustavo petro. Foto: Archiv
Kolumbien

Todesdrohungen gegen Bürgermeister Petro

(Venezuela, 26. September 2014, telesur/poonal).- Der Bürgermeister der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá, Gustavo Petro, hat nach eigenen Angaben am Freitag den 26. September anonyme Drohungen erhalten. Er werde „sein Mandat nicht beenden“ und ihm werde „eine Lektion“ wegen seiner Führung der Stadtverwaltung erteilt. Obwohl es sich um anonyme Drohungen handelt, zeigte sich Petro überzeugt, dass diese von rechtsextremen Gruppen kommen: „(Die Urheber) haben eine paramilitärische Ideologie, auch wenn der Begriff ‚militärisch‘ nicht passt, obwohl sie versichern, dass sie Uniformierte in ihren Reihen haben. Tatsächlich handelt es sich um rechtsextreme Gruppen“, erklärte der Bürgermeister auf einer Pressekonferenz in Bogotá. Auch andere Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung seien bedroht worden. Petro habe Anzeige erstattet. […]


kolumbien - Cacerolazo in Bogotá. Foto: Documental Amarillo (CC)
Kolumbien

Agrar-Streik nimmt an Schärfe zu

von Ricardo Marapi Salas (Buenos Aires, 26. August 2013, púlsar/movice).- Der landesweite Agrar-Streik, mit dem Bauern Teile Kolumbiens lahm legen, ging am 26. August in seinen achten Tag. Die protestierenden Bauern haben die wichtigsten Straßen Kolumbiens blockiert und so ganze Provinzen isoliert, wie Boyacá, Cundinamarca, Nariño, Huila und Caquetá. Eine der herausragendsten Charakteristiken dieses Agrar-Streiks tausender Bauern ist, dass sie es geschafft haben, viele Stimmen der kolumbianischen Gesellschaft zu vereinen. Denn auch Mitglieder anderer Organisationen und Berufszweige wie Bergarbeiter, Student*innen, Lehrer*innen, Kraftfahrer und Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens haben sich den Protesten angeschlossen und sich mit der Bauernbewegung solidarisiert. […]


Kolumbien

Lokaler Organisator des Friedensmarsches erschossen

(Berlin, 11. April 2013, poonal/movice).- Wie die kolumbianische Nationale Bewegung der Opfer von Staatsverbrechen MOVICE (Movimiento Nacional De Víctimas de Crimenes de Estado) am 11. April mitteilte, ist ein führender Menschenrechtsaktivist erschossen worden. Elver Cordero Oviedo verließ am 9. April morgens um sechs Uhr sein Haus in Valencia, Córdoba, als er von zwei auf einem Motorrad sitzenden Männern erschossen wurde. Elver Cordero wollte gerade zur Demonstration gehen, die dort als Teil des Nationalen Marsches für den Frieden stattfand. […]


Luz Marina Bernal. Foto: Semlac
Kolumbien

Im Zeichen der Kunst: Ein Musikvideo klagt Militärverbrechen an

von Fabiola Calvo Ocampo (Lima, April 2011, semlac).- Am 7. April 2011 wurde das Musikvideo „Lagrimas“ im Kulturzentrum Cinemateca Distrital in Bogotá gezeigt. Gesungen wird das Lied von Liz Porras, der Schwester von Leonardo Porras. Leonardo Porras wurde Anfang des Jahres 2008 in Norte de Santander, im Nordosten Kolumbiens getötet. Er war einer von vielen anderen Jugendlichen, die verschwanden und vom Militär ermordet wurden. Militär und Medien bezeichneten diese Jugendlichen zynisch als „falsos positivos“, als im Gefecht Getötete. […]


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Kolumbien

Alberto Franco: Keine Verbesserung der Menschenrechtssituation in Sicht

von Darius Ossami (Berlin, 03. Dezember 2010, npl).- Alberto Franco ist Priester und arbeitet für die Menschenrechtsorganisation „Justicia y Paz“, sowie für die Opfervereinigung MOVICE (Movimiento Nacional de Víctimas de Estado). Die kirchliche Organisation unterstützt afrokolumbianische und indigene Gemeinden im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen. „Justicia y Paz“ erhält bereits seit Jahren Morddrohungen, was Amnesty International schon zu einer Eilaktion veranlasst hat. […]


Kolumbien

Pater Alberto Franco über Menschenrechtslage in Kolumbien

Treffen sich zwei Kolumbianer in Berlin. Der eine sieht sich in seiner Heimat Morddrohungen durch Paramilitärs ausgesetzt. Der andere – wird Staatspräsident. Getroffen haben sie sich dann aber doch nicht. Denn Juan Manuel Santos, ehemaliger Verteidigungsminister und zukünftiger Präsident Kolumbiens sollte am 7. Juli von Angela Merkel im Bundeskanzleramt empfangen werden. Gleichzeitig referierte der Menschenrechtler Alberto Franco im nur wenige Kilometer entfernt liegenden Haus  […]


Kolumbien

Keine Verbesserung der Menschenrechtslage in Sicht

von Darius Ossami(Berlin, 12. Juli 2010, npl).- Am Mittwoch, 7. Juli hätten sich zwei Kolumbianer in Berlin treffen können: Juan Manuel Santos, ehemaliger Verteidigungsminister und zukünftiger Präsident des von Bürgerkrieg und Menschenrechtsverletzungen geprägten Landes, und Pater Alberto Franco, Menschenrechtler, der wegen seinem Engagement Morddrohungen ausgesetzt ist. Während Santos am Nachmittag von Angela Merkel im Bundeskanzleramt empfangen werden sollte, referierte Franco am Vormittag im nur wenige Kilometer entfernt liegenden Haus für Demokratie und Menschenrechte. So gesehen befand sich also jeder an dem für ihn geeigneten Ort. […]