La Guajira


Kolumbien

Wieder Kinder an Unterernährung gestorben

(Caracas, 23. Februar 2016, telesur).- In der nordkolumbianischen Provinz La Guajira sind erneut vier Kleinkinder an Unterernährung und fehlender medizinischer Betreuung gestorben. Damit sind in diesem Jahr bereits elf Kinder der Unterernährung in La Guajira zum Opfer gefallen; in der abgelegenen Provinz leben über zwei Millionen Menschen mit wenig Zugang zu Elektrizität, ungenügender Trinkwasserversorgung, ohne Kanalisation und wenigen medizinischen und Bildungseinrichtungen. […]


Die Menschenkette gegen den Kohleabbau in Garzweiler. Foto: Flickr
Deutschland Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Kohleabbau hinterlässt Geisterstädte

von Antje Vieth (Berlin, 27. Oktober 2015, npl).- Deutschland im Sommer 2015. Tausende fordern in einer großen Protestaktion den sofortigen Braunkohleausstieg, 1500 Menschen besetzen für mehrere Stunden die Braunkohlegrube im rheinländischen Garzweiler. In der Lausitz, im Nordosten der Republik, protestieren seit Jahren die Anwohner*innen gegen die Vertreibung aus ihren Dörfern. Aber auch fast zehntausend Kilometer davon entfernt, in Kolumbien setzen sich Gewerkschaften und indigene Gruppen seit Jahren gegen Kohleminen, gegen Vertreibung und Menschenrechtsverletzungen zur Wehr. In Venezuela konnte ein geplantes Megaprojekt im August 2015 aufgrund der starken Proteste der indigenen Gruppe der Wayúu zunächst abgewendet werden. […]


Jährlich werden Zehntausende Tonnen Lebensmittel nach Kolumbien geschmuggelt. Foto: Amerika21/Telesur
Kolumbien Venezuela

Spannungen halten an

von Philipp Zimmermann (Caracas/Bogotá, 16. September 2015, amerika21.de).- Die Grenzübergänge zwischen Venezuela und Kolumbien bleiben vorerst geschlossen. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte die Grenzschließung am 19. August angeordnet, nachdem eine venezolanische Militärpatrouille im Bundesstaat Táchira mutmaßlich von kolumbianischen Paramilitärs angegriffen und drei Soldaten verletzt wurden. […]


Foto: Agencia Medio a Medio
Europa Kolumbien

Kohlemine bedroht Existenz des indigenen Volkes Wayúu

(Concepción, 06. August 2012, medio a medio-poonal).- Die Kohlemine Cerrejón, der „Schwarze Tod“, gelegen auf der Halbinsel La Guajira im Norden Kolumbiens, ist nicht nur die größte Tagebaumine der Welt. Sie hat auch das indigene Volk der Wayúu an den Rand des Aussterbens gebracht. Die Kohlestaubwolke der multinationalen Unternehmen, das Ablassen der Säure und die Dynamitrückstände im Fluss Ranchería haben Todesfälle, genetische Veränderungen, blutigen Durchfall, ernste Atemwegserkrankungen sowie Fehlgeburten bei Tieren verursacht. Insgesamt wurden mehr als 800 Krankheitsfälle festgestellt. […]


ONIC-logo
Kolumbien

2010: bisher 90 Morde an Indígenas

(Fortaleza, 18. Oktober 2010, adital).- Der landesweite Dachverband kolumbianischer Indígenaorganisationen ONIC (Organización Nacional Indígena de Colombia) teilte mit, dass im Jahr 2010 bisher 90 Indígenas in Kolumbien ermordet worden seien. Die Opfer seien überwiegend Angehörige der Nasa aus dem Departement Cauca sowie der Wayúu aus dem Departement La Guajira. […]


Kolumbien

USA errichten Militärstützpunkt in Kolumbien

(Fortaleza, 18. Juni 2008, adital).- Der ehemalige venezolanische Vizepräsident José Vicente Rangel erklärte am 15. Juni, die Vereinigten Staaten hätten im kolumbianischen Departement La Guajira mit dem Bau von Landebahnen für einen Militärstützpunkt begonnen. Im Mai hatte der venezolanische Präsident Hugo Chávez vor der Errichtung eines US-amerikanischen Stützpunktes nahe der Grenze zu Venezuela gewarnt. Er sagte damals, sollte Kolumbien den Stützpunkt in der Guajira zulassen, werde er das Territorium der Halbinsel La Guajira zurückfordern, das Chávez zufolge einmal venezolanisches Gebiet gewesen sei. Nun wird eine Stellungnahme des kolumbianischen Präsidenten erwartet. […]