Bergbau


Brasilien

Bisher 134 Tote bei Dammbruch in Minas Gerais

Im südbrasilianischen Bundesstaat Minas Gerais brach am 25. Januar der Staudamm eines Rückhaltebeckens in Brumadinho, im Ballungsgebiet von Belo Horizonte. Der Damm gehörte zur Eisenerzmine „Córrego do Feijão“ des Bergbaukonzerns Vale. Mittlerweile geht man von 134 Toten und 199 Verschwundenen aus. 192 Menschen konnten gerettet werden; 108 waren gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Die Regierung des Bundesstaates hält die Bevölkerung aufgrund der Verschmutzung an, nicht in Kontakt mit dem Flusswasser zu kommen oder es zu trinken. Es wird empfohlen, 100 Meter Abstand zum Flussbett zu wahren. […]


Don Alejandro & die Tigres
Mexiko

Radios Comunitarias und der Kampf gegen den Bergbau

Im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca wurden über 300 Bergbau-Konzessionen vergeben. Doch in vielen der betroffenen indigenen Gemeinden formiert sich Widerstand gegen den Abbau von Gold, Silber und anderen Erzen. Eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Minen spielen die „Radios Comunitarias“ der Gemeinden.


Kolumbien

Gerichtsurteil: Tiefschlag für Volksbefragungen

Das kolumbianische Verfassungsgericht hat ein Urteil zu Gunsten des multinationalen Konzerns “Mansarovar Energy” gefällt. Das Verfassungsgericht hat beschlossen, dass von Bergbauprojekten betroffene Gemeinden in Zukunft keine Volksbefragungen mehr verwenden können, um Projekte zu verhindern, die zum Ziel haben, Mineralien abzubauen oder Erdöl zu fördern. […]


Deutschland Mexiko

Wir dokumentieren: Hambi bleibt! Brief von Mexiko nach Deutschland

Am 20. September erhielten wir die Nachricht vom Tod des Journalisten Steffen Horst Meyn, welcher in Beechtown, einem kleinen Walddorf bestehend aus Baumhäusern im Hambacher Forst, starb. Er stürzte, als er versuchte die Räumungsaktion eines Sondereinheitskommandos zu dokumentieren. Zweck der Räumung – die komplette Zerstörung des Hambacher Forsts zu Gunsten der größten Braunkohlemine Europas. Aus mexikanischer Sicht verurteilen wir die Gewalt, welche die deutsche Regierung gegen die Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen einsetzte, um ihre Interessen umzusetzen. […]


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Argentinien Chile Deutschland Kolumbien Lateinamerika Mexiko Mittelamerika

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Kurznachrichten und zwei Beiträge: Im argentinischen Patagonien schwelt seit vielen Jahren der Konflikt zwischen staatlicher Energiepolitik, Profitinteressen von Unternehmen und der lokalen Bevölkerung, die für ihre Rechte kämpft. In der Provinz Chubut haben sich Bürgerinitiativen lange gegen Bergbau-Projekte gewehrt, doch nun soll dort Uran abgebaut werden. Anschließend beschäftigen wir uns mit der Geschichte im Nachbarland Chile: Von 1970 bis 1973 gab es dort ein Projekt des demokratischen Sozialismus der Unidad Popular unter der Regierung von Salvador Allende. Ein journalistisches Rechercheprojekt beschäftigt sich mit den internationalen Unterstützerinnen und Unterstützern der Unidad Popular. Wir sprachen mit zwei der Initiatoren. […]


Argentinien

Megaminería in Patagonien. Auf Spurensuche in Chubut

Im argentinischen Patagonien schwelt seit vielen Jahren der Konflikt zwischen staatlicher Energiepolitik, Profitinteressen von Unternehmen und der lokalen Bevölkerung, die für ihre Rechte kämpft. Nachdem sich Bürgerinitiativen erfolgreich gegen verschiedene Bergbau-Projekte in der Provinz Chubut gewehrt haben, soll der russische Staatskonzern Uranium One dort nun im Auftrag der argentinischen Regierung hochradioaktives Uran gewinnen – mit gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt. Christian Rollmann  […]


Mexiko

Korruption und Straflosigkeit sorgen für schmutzigen Bergbau

Die Verschmutzung der Luft, des Wassers und des Bodens durch den Bergbau ist in Mexiko wesentlich höher als in den USA oder in Kanada, erklärte María Colín von Greenpeace Mexiko bei der Präsentation des Berichts „Ausstoß und Übertragung von Umweltgiften in Nordamerika“. Grund dafür sei ein Klima der „Korruption und Straflosigkeit“, in dem die Bergbaufirmen agieren. Dieses Klima der Straflosigkeit „ist auch ein Ergebnis der Kontrolle, welche die großen Bergbaufirmen auf die Regierung ausüben“. Die von den Bergwerken ausgestoßenen Umweltgifte seien nicht nur ein Verstoß gegen die Grundrechte, sondern führten auch zu „irreparablen Schäden an der Gesundheit, den Ökosystemen und der Nahrungsmittelproduktion“. […]


Mexiko

Waldflächen von Bergbau bedroht

Die Waldgebiete in Mexiko stehen im Zentrum eines Territorialkonflikts angesichts der Expansion der Bergbauindustrie. In dem lateinamerikanischen Land gibt es derzeit 895 Bergbauprojekte und 58 Prozent der mexikanischen Waldflächen (d.h. 64,5 Millionen Hektar) im ganzen Land sind von den Erkundungs- und Abbaulizenzen betroffen. […]


Mexiko

Konflikt um die Mine Media Luna spitzt sich weiter zu

Die Gemeinde Real del Limón hat den Nutzungsvertrag über die Ländereien mit dem kanadischen Unternehmen Torex Gold, Eigentümer der Mine Media Luna, aufgehoben. Am 22. Februar verschafften sich die Gemeindelandbesitzer*innen Zugang zu ihren Ländereien. Dabei kam es zu gewaltvollen Auseinandersetzungen. Währenddessen kappten die Gemeindelandbesitzer*innen von Atzcala die Wasserversogung, die sie bisher für die Mine bereitgestellt hatten. Die Anhörung vor dem Schiedsgericht, um den Konflikt zu lösen, wurde bereits zum dritten Mal verschoben. […]


Ecuador
Fokus: Recht auf Stadt und Land / Derecho a la ciudad y tierra

Indigene Shuar gegen den Bergbau in Ecuador

Im August 2016 räumten die ecuadorianische Polizei und Armee das Dorf Nankints in der Amazonasprovinz Morona Santiago im Süden Ecuadors. Das Gebiet wird von einer chinesischen Bergbaufirma beansprucht – sie hat insgesamt 41.000 Hektar Land in der Cordillera del Cóndor erworben, um dort Kupfer und Gold abzubauen. Die indigenen Shuar, die dort seit Jahrhunderten leben, befürchten den Verlust ihrer Lebensgrundlage. Die Shuar  […]