Bergbau


Eduardo Gudynas
Bolivien Ecuador Südamerika

„Die progressiven Regierungen haben sich von linken Ideen entfernt“   vor kurzem aktualisiert!

Der Umwelt- und Entwicklungs-Experte Eduardo Gudynas ist Direktor des Lateinamerikanischen Zentrums für Soziale Ökologie CLAES (Centro Latino Americano de Ecología Social) in Montevideo, Uruguay. In dem folgenden Interview analysiert er die Krise der progressiven Regierungen in Südamerika, insbesondere die Wahl in Ecuador. Seiner Meinung nach sind die progressiven Regierungen in eine Falle geraten, weil sie zu sehr auf Entwicklung um jeden Preis setzen, was die Natur zu stark ausbeutet. […]


Peru

Klares Urteil zur vorherigen Konsultation indigener Gemeinden

Die Zivilkammer des Obersten Gerichtes der Provinz Puno hat eine Vergabe von Bergbau-Konzessionen für verfassungswidrig erklärt, wenn vorher die betroffenen ländlichen Gemeinden weder informiert noch angehört wurden. Das Urteil ist bei Vertreter*innen der peruanischen Zivilgesellschaft auf einhellige Zustimmung gestoßen. So unterstrich die Nationale Koordinationsstelle für Menschenrechte CNDDHH (Coordinadora Nacional de Derechos Humanos), dass das Urteil einen wichtigen Präzedenzfall darstelle, um die kollektiven Rechte der indigenen Völker Perus zu garantieren. […]


Chile Ecuador

Die Natur ist nicht stumm

Von Nils Brock. (Santiago de Chile, 25. Dezember 2016, npl).- „5. Juni. Die Natur ist nicht stumm. Die Wirklichkeit malt naturalezas muertas, Stillleben. Katastrophen werden Naturkatastrophen genannt, ganz so als ob die Natur der Henker und nicht das Opfer wäre.“ So beginnt eine Kalendergeschichte, die der uruguayische Autor Eduardo Galeano dem Weltumwelttag widmete. Dieser sei zugleich „ein guter Tag, die neue Verfassung eines Landes namens Ecuador zu feiern, das im Jahr 2008 zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Natur als Quell und Träger besonderer Rechte anerkannte.“ […]


El Salvador

Schiedsgericht der Weltbank lehnt Klage eines Bergbaukonzerns gegen El Salvador ab

(Berlin, 22. Oktober 2016, onda-poonal).- Mitte Oktober wies ein Schiedsgericht der Weltbank eine Klage des Kanadisch-Australischen Bergbaukonzerns OceanaGold gegen El Salvador zurück und gestand dem mittelamerikanischen Land die Summe von 8 Millionen US-Dollar für entstandene Kosten zu. Damit endete ein sieben Jahre dauernder, vorwiegend hinter verschlossenen Türen geführter Prozess vor dem Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten der Weltbank (ICSID). […]


Mexiko

Widerstand gegen Bergbauprojekte im Isthmus von Tehuantepec

(Mexiko-Stadt/Berlin, 12. Oktober 2016, poonal).- „Das Land gehört uns, nicht ihnen“, brachte es ein Gemeindevertreter auf den Punkt. Etwa 500 Personen aus sieben Landkreisen, die zur Region Isthmus von Tehuantepec im Bundesstaat Oaxaca gehören, beschlossen in einer Versammlung in dem Ort San Pedro Tapanatepec ein Bündnis gegen Bergbauprojekte.  […]


Deutschland Kolumbien Mexiko Uruguay

onda-info 392

Über Kolumbien war in den letzten Tagen viel in den Nachrichten. Der bisherige Friedensvertrag war schon ein wackeliges Konstrukt, jetzt wird alles noch unklarer. Wir haben einen Bericht für euch über die Bergbauregion Cesar. Zahlreiche Zeugenaussagen belegen, dass dort Paramilitärs ermordet und vertrieben haben – Im Auftrag der Bergbauunternehmen Drummond und Glencore. Doch die weisen jede Verantwortung von sich. Organisationen kämpfen auf  […]


El Salvador

Urteil im Fall Pacific Rim gegen El Salvador erwartet

Mit großer Spannung wird in El Salvador die Entscheidung des Internationalen Zentrums zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (CIADI) erwartet. Der transnationale Konzern Pacific Rim hatte im Jahr 2009 Klage gegen den Staat El Salvador und die Forderung auf Entschädigungszahlung von 300 Millionen US-Dollar eingereicht, weil das mittelamerikanische Land den Abbau von Gold in der Mine El Dorado in San Isidro untersagt hatte. Im letzten Moment hatte Pacific Rim noch vergeblich versucht, eine gütliche Einigung mit der salvadorianischen Regierung herbeizuführen. […]


Mexiko

Zwei Jahre nach Flusskontamierung durch Kupfermine: Bleibende Schäden für Menschen und Natur

Von Gerold Schmidt. (Mexiko-Stadt, 20. Juli 2016, npl).- Am 6. August 2014 ergossen sich im nördlichen Bundesstaat Sonora 40 Millionen Liter Sulfatsäure und mehrere hundert Tonnen Schwermetalle aus einem Rückhaltebecken der Kupfermine des mexikanischen Bergbau-Unternehmens Buenavista del Cobre direkt in den Sonora-Fluss. Dutzende Kilometer verseuchter Flussläufe, Hautverätzungen bei Menschen, die mit dem Wasser in Berührung kamen und zahlreiche geschlossene Trinkwasserbrunnen waren die unmittelbare Folge. Der Mutterkonzern Grupo México im Besitz des mexikanischen Milliardärs Germán Larrea versprach umfassende Wiedergutmachung – gegenüber den Menschen und der Natur. […]