Antioquia


Kolumbien

Paramilitärischer Angriff in Antioquia

Am 3. Juni sind bewaffnete und schwarz uniformierte Männer mit Booten in den Bezirk El Guaimaro nahe der Gemeinde Cáceres eingedrungen und haben vier Menschen erschossen, darunter einen Minderjährigen. Die Gemeinde Cáceres liegt in der Region Bajo Cauca, einem Teil des kolumbianischen Departments Antioquia. Der Angriff ist der jüngste in einer Serie von Attacken, denn seit einiger Zeit kämpfen die paramilitärischen Organisationen Caparrapos und die Gaitanistischen Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens AGC (Autodefensas Gaitanistas de Colombia) um die Kontrolle über den Bajo Cauca und die dortigen Drogenrouten, den informellen Bergbau und die Schutzgelderpressung. […]


Santiago Gallón Henao
Kolumbien

Drogenhändler und Finanzier der Paramilitärs vorläufig frei

Am 31. Dezember hat ein Richter in Medellín den Drogenhändler und Paramilitär Santiago Gallón Henao freigelassen. Das 31. Strafgericht von Medellín hat seine Freilassung angeordnet, da die Verfahrensfrist abgelaufen sei. Der 56-jährige Gallón Henao kann nun zuhause das Ergebnis des Gerichtsverfahrens abwarten, das gegen ihn wegen der Verschickung von Kokain nach Europa geführt wird. […]


Dalaider Ortiz
Kolumbien

Ehemaliger FARC-Kämpfer in Antioquia erschossen

Der ehemalige Kämpfer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC, Dalaider de Jesús Vásquez, genannt Dalaider Ortiz, wurde in der Stadt Ituango im Depatment Antioquia von zwei Personen angegriffen und getötet. Weitere Personen wurden bei der Schießerei verletzt. Die Täter sind bisher nicht identifiziert. […]


Kolumbien

Wieder Bauernführer ermordet

(Caracas, 8. März 2016, telesur/prensarural).- Am 7. März wurde der Gemeindesprecher und Menschenrechtsverteidiger William Castillo Chima in der Gemeinde El Bagre in der nordkolumbianischen Provinz Antioquia von einer Gruppe Bewaffneter ermordet. Das teilte die Bauernorganisation Aheramigua ( Asociación de Hermandades Agroecológicas y Mineras de Guamocó) mit.  […]


Alejandro Ordonez gilt als reaktionär und als Uribe-Freund. Foto: Archiv
Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Generalstaatsanwalt torpediert Friedensprozess

(Havanna, 14. Oktober 2015, prensa latina).- Am 14. Oktober hat der kolumbianische Ex-Präsident César Gaviria den Generalstaatsanwalt Alejandro Ordóñez beschuldigt, die Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla zu torpedieren. Die Friedensverhandlungen sollen einen Schlussstrich unter den kolumbianischen Bürgerkrieg ziehen, der seit über 50 Jahren andauert. […]


Andrés Gil, Bauernführer und Sprecher der Organisation Marcha Patriótica, ist einer von neun Personen, die von den Águilas Negras bedroht werden. Foto: verdadabierta.com
Kolumbien
Fokus: Menschenrechte 2015

Wieder Drohungen gegen Journalist*innen und Aktivist*innen

von Yhoban Hernández (IPC) (Bogotá, 08. Oktober 2015, verdadabierta).- Immer wieder kommt es in Kolumbien zu politisch motivierter Gewalt und in Wahlkampfzeiten gehen Journalist*innen dabei ein besonders hohes Risiko ein. Jüngste Beispiele hierfür sind die Todesdrohungen gegen Pascual Gaviria, Reporter der Sendung La Luciérnaga von Caracol Radio und Kolumnist der Tageszeitung El Espectador; sowie gegen die alternative kolumbianische Nachrichtenagentur Prensa Rural. Solche Drohungen sind ein großes Problem für die Meinungs- und Pressefreiheit, aber sie sollten auch als Problem für die Ausübung der Demokratie, die Beteilung der Zivilgesellschaft an öffentlichen Debatten und das Recht auf Opposition gesehen werden. […]


Kolumbien

Organisationen verurteilen Mord an Journalisten in Kolumbien

(Guatemala-Stadt, 13. August 2014, cerigua).- Presseorganisationen verurteilten den Mord an dem kolumbianischen Journalisten Luis Carlos Cervantes. Er wurde am Dienstag, 12. August 2014, in der Stadt Antioquia erschossen, als er mittags seinen Sohn von einer Bildungseinrichtung abholen wollte. Für den Korrespondenten waren Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, die man jedoch einige Wochen zuvor wieder zurückgezogen hatte. […]


kolumbien hidroituango. Foto: Radio Mundo Real
Kolumbien

Weiterer Gemeindeaktivist ermordet

(Berlin, 19. September 2013, poonal/Radio Mundo Real).- Der kolumbianische Gemeindesprecher und Bergarbeiter Nelson Giraldo Posada wurde am 17. September am Ufer des Flusses Cauca in der Region Sardinas der Gemeinde Ituango (Bundesstaat Antioquia, nordwestliches Kolumbien) getötet. Er war ein führendes Mitglied der Bewegung Ríos Vivos in Antioquia, die die Interessen der Menschen vertritt, die seit März 2013 aus mehreren Gemeinden im Norden und Westen des Bundesstaates vertrieben wurden. […]


Reinaldo Domico. Foto: Servindi
Kolumbien

Embera trauern um Reinaldo Domicó

(Lima, 01. Januar 2013, servindi).- Nach dem westlichen Kalender hat das neue Jahr 2013 begonnen, doch an der düsteren Realität für die kolumbianischen Indigenen hat sich nichts geändert. Am 1. Januar um 12.30 wurde Reinaldo Domicó ermordet, während er zuhause das neue Jahr mit Freund*innen und seiner Familie feierte. Domicó war ein Anführer des Embera-Volkes. Der Mörder war von hinten in das Haus in der Gemeinde Dabeiba (Provinz Antioquia) gelangt. Er griff Domicó an, als dieser ins Haus hineinging, um die Musik zu wechseln. Er schoss viermal von hinten und traf ihn in den Kopf, Hals und Rücken. Danach flüchtete er auf einem Motorrad, das zehn Meter vom Haus entfernt stand. […]


Kolumbien

Zehn Landarbeiter*innen ermordet aufgefunden

(Rio de Janeiro, 09. November 2012, púlsar).- Im Departamento Antioquia wurden am 8. November die Leichen von zehn ermordeten Landarbeiter*innen aufgefunden. Die Regierung ging in einer ersten Stellungnahme davon aus, dass es sich bei den Tätern um Paramilitärs handelt und kündigte an, eine Kommission zur Aufklärung der Morde zu bilden. […]


Ituango / Foto: Servindi
Kolumbien

Ituango – Wenn der Staat die Bevölkerung sich selbst überlässt

von ACIN (Lima, 05. Juni 2012, servindi-poonal-acin).- Obwohl die geostrategische Lage des Gemeindebezirks Ituango, im Nordwesten Kolumbiens (Departement Antioquia) der Grund dafür ist, dass auf diesem Gebiet verschiedene legale und illegale bewaffnete Gruppen auftauchen und bleiben, bedeutet dies noch lange nicht, dass die 27.000 Einwohner*innen des Gemeindebezirks in irgendeiner Form Mitglieder von einer dieser Gruppen sind. Vielmehr hat die systematische Aufgabe dieses Gebiets durch den Staat dazu geführt, dass die Bevölkerung auf sich allein gestellt war. […]


Kolumbien

Luftwaffe bombardiert Indígena-Reservat

(Havanna, 01. Februar 2010, prensa latina).- Bogotá, 1. Feb. (PL) Am letzten Januarwochenende wurde ein indigenes Schutzgebiet der Volksgemeinschaft Embera Katío von der kolumbianischen Luftwaffe bombardiert. Das Reservat heißt Urada Jimiaguandó es befindet sich in Alto Guayabal in der Provinz Antioquia. Der Kommandant der Luftwaffe, der General Jorge Ballestero gab den Angriff öffentlich zu und erklärte als Begründung, man vermute, dass das besagte ländliche Gebiet in der Provinz Antioquia von Guerilleros als Rückzugsgebiet genutzt werde. Die Bombardierung habe sich gegen einen Anführer der FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) und 25 seiner Leute gerichtet, so Ballestero weiter. Die Annahme, dass sich die Guerrilleros dort aufhielten, gehe auf eine Information des kolumbianischen Geheimdienstes zurück. In der betroffenen Region hätten sich keine Wohnhäuser befunden, sondern lediglich Maisspeicher. […]


Kolumbien

Indígenaorganisationen prangern Morde an

(Fortaleza, 19. Mai 2009, adital).- Die indigenen Völker aus der Region des kolumbianischen Flusses Río Cauca haben die Ermordung von zwei weiteren Indígenaführern gemeldet. Die Zahl der Opfer erhöht sich damit von Woche zu Woche. Die jetzt ermordeten Vertreter hatten vorher wiederholt Morddrohungen erhalten und diese öffentlich angezeigt. […]


Kolumbien

Anzahl der gewaltsam Vertriebenen steigt

(Fortaleza, 23. April 2009, adital-poonal).- Im Jahr 2008 hat sich in Kolumbien die Zahl der gewaltsam Vertriebenen als Konsequenz aus dem bewaffneten Konflikt erhöht. So waren nach Angaben der Beratungsstelle für Menschenrechte und Vertreibungen Codhes (Consultoría para los Derechos Humanos y Desplazamientos) 380.863 Personen (76.172 Familien) gezwungen, ihren Wohn- bzw. Arbeitsort zu verlassen. Da sind im Vergleich zu 2007 24,47 Prozent mehr Fälle. Die Anzahl der pro 100.000 Einwohner Vertriebenen stieg von 713 (2007) auf 888 Personen. […]


Kolumbien

Rätselhafter Mord an Ex-Paramilitär

(Venezuela, 23. April 2009, telesur).- Nach Auskunft der Polizei von Medellín ist nahe der Stadt ein Ex-Paramilitär von Unbekannten erschossen worden. Der Mord wirft Fragen auf, da der Ermordete, Cristian Barreto alias Francisco Enrique Villalba, den kolumbianischen Präsidenten Uribe beschuldigt hat, an einem Massaker beteiligt gewesen zu sein, bei dem 15 Menschen getötet wurden. […]


Kolumbien

Afrokolumbianer*innen und Emberá-Katío stimmen über Bergbau ab

(Fortaleza, 17. Februar 2009, adital).- Die indigenen und afrokolumbianischen Gemeinschaften am Mittleren Atrato-Fluss in den Departements Chocó und Antioquia in der kolumbianischen Pazifikregion stimmen vom 24. bis 28. Februar darüber ab, ob der heilige Berg Usa Kirrandarra (auf Spanisch Cara de Perro bzw. Careperro genannt) durch Bergbau ausgebeutet werden darf oder nicht. Die Volksbefragung findet auf den Territorien der Indígenas (Resguardos) sowie in den afrokolumbianischen Gemeinschaften des Gebietes statt und wird von kolumbianischen wie internationalen sozialen, Menschenrechts- und Umweltorganisationen der Zivilgesellschaft beobachtet. […]