Sandinist*innen
Die Sandinistische Nationale Befreiungsfront (FSLN), kurz Sandinisten, entstand in den 1960er Jahren in Nicaragua als revolutionäre Bewegung gegen die Somoza-Diktatur. 1979 stürzte sie das autoritäre Regime und leitete einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel ein, getragen von Basisdemokratie, Bildungsreformen und internationaler Solidarität. Bereits in den 1980er Jahren kam es jedoch zu internen Konflikten über Machtkonzentration und Führung. Unter Daniel Ortega entwickelte sich die FSLN zunehmend autoritär. Kritische Sandinistinnen wurden marginalisiert oder ausgeschlossen. Spätestens seit den Protesten 2018 regiert Ortega repressiv. 2022 folgten Massenverhaftungen und die Ausbürgerung politischer Gegnerinnen, darunter die frühere Revolutionärin Dora María Téllez.
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