Neokolonialismus
Als Neokolonialismus werden Formen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Abhängigkeit bezeichnet, die nach dem formalen Ende des Kolonialismus fortbestehen. Staaten des Globalen Südens sind dabei nicht mehr direkt kolonial beherrscht, bleiben jedoch durch ungleiche Handelsbeziehungen, Schulden, Investitionen multinationaler Konzerne, Rohstoffabhängigkeit oder politische Einflussnahme strukturell benachteiligt. Internationale Institutionen, Handelsabkommen oder Entwicklungsprogramme können diese Machtasymmetrien verstärken. Kritiker*innen sprechen von Neokolonialismus, wenn wirtschaftliche Interessen des Globalen Nordens Entwicklung, Umwelt und soziale Rechte im Süden beeinträchtigen.
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