Libertarismus
Libertarismus ist eine politische und ökonomische Ideologie, die individuelle Freiheit, Privateigentum und freie Märkte über staatliche Regulierung stellt. Der Staat soll auf ein Minimum reduziert werden und sich weitgehend aus Wirtschaft, Sozialpolitik und öffentlicher Daseinsvorsorge zurückziehen. Kritiker*innen sehen darin eine Ideologie, die soziale Ungleichheit verstärkt und kollektive Rechte schwächt. In Lateinamerika wird Libertarismus zunehmend populistisch zugespitzt, etwa durch den argentinischen Präsidenten Javier Milei, der mit der symbolischen „Kettensäge“ den radikalen Abbau staatlicher Strukturen propagiert. Diese Polemik steht für massive Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Umweltbereich und wirft Fragen nach sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Verantwortung auf.
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