Funa

aus dem Mapudungun: funa = „verfault“. In Chile wird als Funa eine Kundgebung bezeichnet, die der öffentlichen Beschuldigung einer Person oder Gruppe dient.
Am 1. Oktober 1999 wurde die „Comisión Funa“ von der Menschenrechtsorganisation „Acción, Verdad y Justicia“ (HIJOS-Chile) ins Leben gerufen. Besorgt über die mangelnde Gerechtigkeit bei der Ahndung von Diktaturverbrechen, wollten Angehörige von Verschwundenen und Hingerichteten der Gesellschaft die Straflosigkeit vor Augen führen, in der viele Täter teils Alltagsleben als unbescholtene Bürger fortsetzten konnten. Die erste Aktion richtete sich gegen den Kardiologen Alejandro Forero. Er hatte Folterungen an Häftlingen beaufsichtigt, von denen später jede Spur fehlte.
Bei der Funa werden Flugblätter vorgelesen und an Passant*innen verteilt, die darüber informieren, was der beschuldigten Person vorgeworfen wird, an welchen Fällen von Verschleppung, Hinrichtung oder Folter sie beteiligt war etc. Die Aktionen werden meist farbenfroh gestaltet, mit Trillerpfeifen, Töpfen oder Instrumente soll die Aufmerksamkeit der Passant*innen gewonnen werden.

CC BY-SA 4.0 Funa von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Beiträge zu „Funa“

Nachrichtenpool Lateinamerika
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.