Freilassung von Geiseln der FARC geplant

(Venezuela, 08. März 2012, telesur).- In Kolumbien hat am 8. März ein hochrangiges Treffen stattgefunden, um die Planung für die Freilassung von Geiseln der FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) voranzubringen. An der Versammlung nahmen der brasilianische Botschafter, eine Abordnung des Internationalen Roten Kreuzes und der kolumbianische Vize-Verteidigungsminister Jorge Enrique Bedoya teil.

Als die Vertreter*innen des Roten Kreuzes und der Regierungen Kolumbiens und Brasiliens ihre Versammlung vom 8. März beendeten, war auch der Entwurf des Sicherheitsprotokolls zur Freilassung der Geiseln der FARC vorangekommen. Das Dokument muss jedoch noch von der NGO Kolumbianer*innen für den Frieden (Colombianos y Colombianas por la Paz) und der Guerillaorganisation FARC überprüft werden, bevor es unterzeichnet werden kann.

Gemeinsam mit dem Internationalen Komittee des Roten Kreuzes verzeichneten damit die Regierungen Kolumbiens und Brasiliens Fortschritte für das geplante logistische Vorgehen bei der unilateralen Freilassung von zehn Gefangenen. Diese Freilassung war bereits vor einigen Wochen von den revolutionären Streitkräften Kolumbiens FARC angekündigt worden.

Freilassung könnte schon Ende März stattfinden

Wie lokale Medien bekannt gaben, soll der Text nun den Kolumbianer*innen für den Frieden und der FARC übermittelt werden. Anschließend soll der Text unterzeichnet und mit dem Vorgehen zur Freilassung der Geiseln begonnen werden. Die zehn Gefangenen sind Angehörige des staatlichen Sicherheitsapparats.

Für den Vize-Verteidigungsminister Jorge Bedoya, Kolumbiens Verantwortlichen für die Freilassung der Geiseln, ist das Dokument seitens der Regierung bereits unterschriftsreif. „Wir haben das Protokoll fertiggestellt. Nun warten wir auf die genauen Koordinaten und Daten, um die Geiseln nach Hause zu bringen.“ Der hochrangige Beamte betonte „die Dankbarkeit der kolumbianischen Regierung gegenüber der Regierung Brasiliens“ für deren Einsatz zur Freilassung der Gefangenen.

An der Versammlung nahmen der Vizeminister, der Befehlshaber der Luftwaffe General Tito Pinilla und der Botschafter Brasiliens Antonia Mena teil. Nach Angaben der kolumbianischen Regierung war zudem ein Beauftragter der Kolumbianer*innen für den Frieden eingeladen, der jedoch nicht erschien.

Befreit werden sollen die Soldaten Luis Alfonso Beltrán Franco, Luis Arturo Arcia, Robinson Salcedo Guarín und Luis Alfredo Moreno Chagüeza, sowie die Polizisten Carlos José Duarte, César Augusto Lasso Monsalve, Jorge Trujillo Solarte, Jorge Humberto Romero, José Libardo Forero und Wilson Rojas Medina. Die Soldaten waren zwischen 1998 und 1999 gefangen genommen worden. Piedad Córdoba, die Anführerin der Kolumbianer*innen für den Frieden, gab Ende Februar bekannt, dass die Übergabe der Geiseln Ende März stattfinden könnte.

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