
Foto: Tschips via wikimedia
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(Mexiko-Stadt, 11. August 2026, Desinformémonos).- Sechs Prozent der weltweiten Mangrovenwaldflächen befinden sich in Mexiko. Damit steht das Land auf Platz vier der Länder, in denen dieses Ökosystem beheimatet ist. Zwischen 2020 und 2025 gingen 27.622 Hektar Mangrovenwald verloren, vor allem aufgrund von Immobilienprojekten, illegaler Rodung, Landwirtschaft und Aquakultur. Laut einer Studie der Nationalen Kommission für die Erforschung und Nutzung der biologischen Vielfalt, Conabio, schrumpfte die Fläche der Mangrovenwälder in diesem Zeitraum von 905 086 Hektar auf 877 464 Hektar.
Die Studie zeigt, dass sich 61,3 Prozent der gesamten Mangrovenwälder Mexikos auf die Bundesstaaten Quintana Roo, Campeche und Yucatán konzentrieren. Den größten Verlust verzeichnete der Bundesstaat Nayarit mit einem Rückgang um 19.310 Hektar, gefolgt von Campeche mit 13.636 Hektar und Quintana Roo mit 12.927 Hektar. Die Conabio fand außerdem heraus, dass 52.130 Hektar Mangrovenwälder geschädigt, also entweder abgestorben oder im Prozess der Erholung waren. Dies bedeutet einen Anstieg der geschädigten Flächen von 538,53 Prozent gegenüber den im Jahr 2020 erfassten 9.680 Hektar. In Nayarit sind die Schäden mit 16.834 Hektar am größten, gefolgt von Campeche, Quintana Roo, Sinaloa und Yucatán. Die Behörde wies darauf hin, dass die Hauptursachen für die Verschlechterung in den meisten Fällen noch nicht ermittelt worden sind.
Wichtige Funktion der Mangrovenwälder
Die Mangrovenwälder bedecken 0,4 Prozent der Landfläche in Mexiko und wachsen in allen 17 Küstenstaaten. Sie dienen nicht nur verschiedenen Tierarten als Rückzugsgebiet und Brutstätte, sondern sind auch natürliche Barrieren gegen Hurrikane, Stürme und Überschwemmungen. In Sinaloa identifizierte die Conabio die Aquakulturen als Hauptbelastung für diese Ökosysteme, da für deren Errichtung Wald gerodet wird und die Wasserqualität beeinträchtigt wird. Angesichts des Rückgangs der Mangrovenwälder empfahl sie, jährliche Überprüfungen durchzuführen, um Belastungen festzustellen und Maßnahmen zur Wiederaufforstung der Wälder zu ergreifen.
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