Anfang September fast 1000 Brandherde im Amazonasgebiet

Satellitenbild vom 3. September 2019. Quelle: Servindi

(Brasilia, 3. September 2019, prensa latina).- Zu Beginn des Monats September wurden 980 Brandherde im Amazonasgebiet registriert. Dies berichtete das Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf das brasilianische Nationale Institut für Weltraumforschung INPE (Instituto Nacional de Investigación Espacial). Die Daten wurden am 1. September im Rahmen der täglich aktualisierten Waldbrandstatistik des INPE erhoben. Ein Jahr zuvor, am 1. September 2018 wurden 880 aktive Flammenherde verzeichnet. Die entsprechenden Statistiken werden auf der Basis von Satellitenaufnahmen erstellt.

Von Januar bis zum 1. September 2019 wurden in sämtlichen Ökosystemen des Amazonasgebietes 47.805 Flammenherde verzeichnet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres zählte man 23.045 – damit hat sich diese Zahl verdoppelt.

Der monatliche Durchschnitt der letzten Jahre für September lag bei 33.426 Brandherden. Ein Rekordjahr war 2007 – damals wurden zu diesem Zeitpunkt 73.141 Brände registriert. Seit Beginn der Überwachung im Jahr 1998 ist die Zahl der Brandherde im September fast immer höher als die im August – in den letzten 21 Jahren war die Zahl im September nur insgesamt fünf Mal niedriger.

Der Zeitraum, in dem es im Amazonasgebiet normalerweise brennt, liegt in der trockeneren Jahreszeit von Juli bis Oktober. Dies kann allerdings von Bundesland zu Bundesland variieren.

31.000 Brandherde im August

Allein im August 2019 wurden 30.901 Flammenherde im Amazonasgebiet verzeichnet – das ist die größte Zahl in diesem Monat in den letzten neun Jahren, so das INPE. Dies bedeutet einen Anstieg um 196 Prozent verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Jahres 2018, in dem 10.421 Brandherde verzeichnet wurden.

In ganz Brasilien wurden von Januar bis August 2019 90.501 Brände registriert – eine Steigerung um 71 Prozent, verglichen mit den 52.926 Brandherden, die im gleichen Zeitraum 2018 gezählt wurden. Auch diese Zahl ist die höchste der letzten neun Jahre.

Für die Brände in der ‚grünen Lunge des Planeten‘ wird der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro verantwortlich gemacht. Er steht in der Kritik wegen seiner Politik zugunsten der Agrar- und der Bergbauindustrie im Amazonasgebiet, welche zu Lasten der indigenen Schutzgebiete und der Umwelt geht. Außerdem wird ihm eine zu langsame Reaktion auf die Brände vorgeworfen.

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