
(Mexiko-Stadt, 26. Juni 2026, amerika21/poonal).- Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela hat Mexiko Rettungsteams entsandt. Die erste Brigade besteht aus 250 Soldaten, fünf Suchhunden, vier Flugzeugen, einer Drohne sowie Ausrüstung für Such- und Rettungsmaßnahmen und medizinische Versorgung. Auch das Technische Hilfswerk schickte über 40 Einsatzkräfte in das Krisengebiet. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte am Donnerstag an, dass diese Brigade noch am selben Tag nach Venezuela fliegen würde. Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez rief kurz nach den Beben der Stärke 7,2 und 7,5 auf der Richterskala den nationalen Notstand aus und bedankte sich ausdrücklich für die Solidarität Mexikos. Bisher wurden 235 Tote und über 4300 Verletzte gezählt. Das Gesundheitsministerium befürchtet eine weitere Zunahme beider Zahlen.
Zivile Rettungsbrigade hilft bei der Suche nach Überlebenden
Auch die zivile Rettungsbrigade Los Topos de México (Die Maulwürfe von Mexiko) gab bekannt, dass internationale Rettungsteams bereits auf dem Weg nach Caracas seien, um bei der Suche nach Überlebenden zu helfen. Der Leiter der Organisation, Héctor Rafael Méndez, betonte, der sofortige Zugang zu eingestürzten Gebäuden sei entscheidend, um die Suche nach Überlebenden zu beschleunigen. Los Topos haben mit den Vorbereitungen für ihren Einsatz in den Katastrophengebieten Venezuelas begonnen. Alex Méndez, Koordinator der Organisation, bestätigte am Donnerstag, dass man sich derzeit in einer kritischen Phase der logistischen Planung befinde, um Personal und Spezialausrüstung nach Venezuela zu transportieren und bei der Suche nach Überlebenden in den Trümmern mitzuwirken.
„Los Topos“ entstand nach schwerem Erdbeben in Mexiko-Stadt
Die Gruppe ziviler Rettungskräfte, die auf eingestürzte Gebäude spezialisiert ist, entstand im Zuge der sozialen Mobilisierung nach dem Erdbeben von 1985 in Mexiko-Stadt. Die staatlichen Zivilschutzstrukturen waren damals in Mexiko so gut wie inexistent, die Bevölkerung organisierte die Rettung und Versorgung der Überlebenden selbst. Nach dem damaligen Erdbeben der Stärke 8,0 auf der Richterskala, das über 10.000 Tote forderte, wurde eine Gruppe von zivilen Freiwilligen in Frankreich ausgebildet, wo sie Techniken im Umgang mit eingestürzten Gebäuden, Rettung mit Hundeteams, die Kennzeichnung von Gefahrenzonen und weitere Sicherheitsprotokolle erlernte. Seitdem hat die in ganz Lateinamerika bekannte Brigade unter anderem an erfolgreichen Rettungseinsätzen nach Erdbeben in Haiti, Indonesien, Peru und der Türkei teilgenommen.
Nach dem Erdbeben: Mexiko schickt Rettungsteams von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
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