
Foto: Franziska Schminke / DIO via flickr
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(Caracas, 24. September 2026, la jornada/poonal).- Nur einen Tag nach der Rede von Präsidentin Delcy Rodríguez vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen gingen in Caracas Hunderte von Menschen zu Protestmärschen auf die Straße. Mehrere hundert Anhänger*innen von María Corina Machados Partei Vente Venezuela blockierten für eine halbe Stunde den Verkehr auf der Hauptverkehrsader der Hauptstadt, um gegen das Einreiseverbot gegen die Politikerin zu protestieren. Machado hatte Tage zuvor vergeblich versucht, von Panama aus einzureisen. Doch der Privatjet, der die Oppositionsführerin am Dienstag in Panama abholen sollte, war laut Angaben ihres Teams nicht einmal gestartet, da drei Länder – Bonaire, Aruba und Curaçao – den Antrag auf Landeerlaubnis nicht bewilligt hatten. „María Corina kann auf ein ganzes Land zählen, wir warten hier auf sie. Wir werden sie ins Präsidentenamt bringen, und wer denkt, er kann uns davon abhalten, hat sich gründlich getäuscht“, so Carlos Fernández, nationaler Jugendkoordinator von Vente Venezuela. Machado hatte Anfang des Jahres ihren Friedensnobelpreis an US-Präsident Trump weitergereicht, als Dank für den Sturz und die Entführung von Nicolás Maduro. Die Demonstrierenden sammelten sich vor einer Zweigstelle des Nationalen Wahlrats, um einen konkreten Wahltermin zu fordern. Präsidentin Delcy Rodríguez hatte am Vortag vor der UN-Generalversammlung einen politischen Wandel angekündigt und Wahlen in Aussicht gestellt. Man sei diesbezüglich mit Teilen der Opposition im Gespräch, so Rodriguez.
Mehr Geld für Arbeitnehmer*innen und Rentner*innen
Eine weitere Demonstration, die nicht mit der ersten in Zusammenhang stand, forderte eine Anhebung von Mindestlöhnen und Altersrenten. Der Nominallohn liegt bei 0,16 US-Dollar, während der Warenkorb für eine vierköpfige Familie 700 US-Dollar kostet. Dutzende Gewerkschaftsaktivist*innen und Senior*innen trugen ihren Protest vor das Arbeitsministerium. Als sie versuchten, das Gebäude zu betreten, stellte sich ihnen eine Polizeisperre in den Weg, dabei kam es zu Rangeleien.
Der Generalsekretär der Gewerkschaftszentrale „Central Unitaria de Trabajadores de Venezuela“, Pedro Eusse, versicherte, die Mobilisierung sei „Teil eines fortlaufenden Kampfplans“, der in allen Bundesstaaten des Landes wiederholt werde. Sie forderten ein Ende der „Politik der Unterwerfung dieser Regierung“ und kritisierten das kürzlich mit den Vereinigten Staaten unterzeichnete Ölabkommen. Dass die Ressourcen des Landes „an eine ausländische Macht ausgeliefert werden“, bringe der einheimischen Bevölkerung keinerlei Vorteile.
Demonstrierende fordern Wahltermin und Lohnerhöhung von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.
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