Bereits 29 Mitglieder von Marcha Patriótica getötet

kolumbien Piedad Cordoba. Foto: Telesur(Venezuela, 20. Januar 2014, telesur).- Die kolumbianische politisch-soziale Organisation Marcha Patriótica, eine linke Basisbewegung, die seit 2012 besteht, hat am 20. Januar die juristische und bewaffnete Verfolgung ihrer Mitglieder angeprangert. Wie die Menschenrechtlerin und ehemalige kolumbianische Senatorin Piedad Córdoba mitteilte, seien bislang 200 Personen juristisch verfolgt und 29 Mitglieder der Marcha Patriótica ermordet worden.

Von diesen Opfern, so die Aktivistin auf einer Pressekonferenz, seien 15 Bauern und Indigene, die entweder von Auftragskillern oder von Beamten der Aufstandsbekämpfungseinheit ESMAD (Escuadrón Móvil Antidisturbios) der kolumbianischen Polizei getötet worden.

Dies sei „eine perverse und alltägliche Vorgehensweise“ im Land, erklärte Córdoba und bezeichnete die Führungspersonen des Landes als „Drahtzieher“. Diese würden sich doppelzüngig verhalten: „Einerseits sprechen sie davon, den Frieden zu schaffen; auf der anderen Seite stigmatisieren, verfolgen und bedrohen sie diejenigen, die es wagen, Fragen zu stellen und die soziale Krise anzuprangern“.

Droht dasselbe Schicksal wie der Partei Unión Patriótica?

Die Ex-Senatorin stellte die Frage in den Raum, ob in Kolumbien „wieder ein Genozid beginnt wie gegen die Unión Patriótica (UP)“. Von Mitte der 1980er bis zu Beginn der 1990er Jahre wurden die Aktivist*innen der UP Opfer von Morden, Bedrohungen und Vertreibungen im Rahmen einer Vernichtungsaktion der kolumbianischen Regierung. Bei den Aktionen gegen die UP verloren zwei Präsidentschaftskandidaten der Partei, Jaime Pardo (1987) und Bernardo Jaramillo (1990) das Leben, sowie acht Kongressabgeordnete, 13 Landtagsabgeordnete, 70 Stadträte, elf Bürgermeister und etwa 5.000 Aktivist*innen der Partei.

„Die politischen Rechte der Marcha Patriótica sind die Rechte aller Kolumbianer. Eine Opposition zu bilden ist ein verfassungsgemäßes Recht“, stellte Córdoba klar und versicherte, dass die Bewegung Marcha Patriótica beschlossen habe, keine Angst zu haben: „Wir werden nicht schweigen“.

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