Sarayaku


Ecuador
Fokus: Menschenrechte 2015

Ecuador: Gutes Leben statt schwarzem Gold

Ecuador war lange Zeit bekannt als die Nachspeisennation. Doch Bananen und Kakao wurden in den 1970er Jahren von einem anderen Exportschlager verdrängt. Erdöl. Diktatoren, Neoliberale, Sozialisten des 21. Jahrhunderts – sie alle feierten und feiern das schmutzige Schmiermittel nationaler Entwicklung. Doch welcher Nation eigentlich? Ecuador hat sich 1996 mit einer Verfassungsreform zum plurinationalen Staat erklärt. Indigenas werden seitdem eine Vielzahl von Kollektivrechten garantiert. Mehr als  […]


Buen Vivir (Das gute Leben) darf auch sportlich sein und Spaß machen: Wettlauf zwischen Jose und Pater Fernando / Foto: pororoca.red
Ecuador
Fokus: Buen Vivir und Nachhaltigkeit / Buen Vivir Menschenrechte 2015

Gutes Leben statt schwarzem Gold

von Nils Brock, Sarayaku (03. Dezember 2015, npl).- Ecuador war lange Zeit bekannt als „Nachspeisennation“. Doch Bananen und Kakao wurden in den 1970er Jahren von einem anderen Exportschlager verdrängt. Erdöl. Diktatoren, Neoliberale, Sozialisten des 21. Jahrhunderts – sie alle feierten und feiern das schmutzige Schmiermittel nationaler Entwicklung. Doch welcher Nation eigentlich? Zwar hat sich Ecuador 1996 zum plurinationalen Staat erklärt, die Mitbestimmung und Selbstbestimmung indigener Gruppen hört beim Thema Erdöl jedoch auf. Der staatliche Druck, auf indigenen Territorien zu fördern ist groß und für viele Gemeinden zur kollektiven Zerreißprobe geworden. Auch in Sarayaku, einer Gemeinde mitten im Amazonas sollten längst Bohrtürme stehen, doch die Kichua-Indigenas haben einen anderen Weg eingeschlagen… […]


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onda-info 368

Hallo und willkommen zum onda-info 368! Weder hochtechnisierte Grenzanlagen, noch die unzähligen Kontrollen durch Militär- oder Polizeiposten entlang der Migrationsroute, auch nicht die ansteigenden Zahlen der verschwundenen Migrantinnen und Migranten auf der Strecke und noch nicht einmal die Deportationen in ihre Herkunftsländer halten sie auf: Die Hunderttausende, die jährlich ihre mittelamerikanische Heimat verlassen. Die Flüchtenden aus Guatemala, El Salvador und Honduras. Darunter immer mehr  […]


Ecuador

Ecuador vor der Wende?

von Ximena Montaño

ECUADOR

ecuador protestas Juni 2015. Foto: Flickr/agencia andes (CC BY SA 2.0)(Quito, 25. August 2015, npl).- Präsident Rafael Correa, seit 2007 im Amt, könnte leicht als eines der beliebtesten Staatsoberhäupter in die Geschichte Ecuadors eingehen. Seine Regierung hat das südamerikanische Land flächendeckend modernisiert und mit Straßen, Schulen, Krankenhäusern und Finanzhilfen für die Ärmsten spürbare Verbesserungen im Alltag gebracht. Durch die – 2013 zurückgenommene- Yasuní-Initiative und das politische Asyl für Julian Assange von Wikileaks galt die Regierung Ecuadors zudem auch international als progressiv und innovativ. Doch seit einigen Monaten ist Correa mit anhaltenden Protesten verschiedener gesellschaftlicher Gruppen konfrontiert, die letzte Woche in heftige Auseinandersetzungen mündeten, bei denen auch die Armee gegen die Bevölkerung eingesetzt wurde.

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Foto: heatheronhertravels, CC BY-NC-SA 2.0, flickr
Ecuador

Doku über den Fall Sarayaku gewinnt Filmpreis des National Geographic

(Lima, 01. November 2012, servindi-poonal).- Am 1. November hat ein Dokumentarfilm, der die Reise von Vertreter*innen der Indígenas aus der Kichwa-Gemeinde Sarayaku zum Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte in San José, Costa Rica, erzählt, das Filmfestival der Zeitschrift National Geographic gewonnen. In dem Film geht es um Forderungen nach Gerechtigkeit für Schäden, die die Indígenas in den Jahren 2002 und 2003 – durch die Aktivitäten einer argentinischen Ölgesellschaft erlitten haben. […]


Foto: anticapitalistes.net
Ecuador

Entschädigung für Indigene nach Ölsuche

von Gerhard Dilger (Berlin, 30. Juli 2012, taz). „Die Trommeln schallen durch den Urwald“: Unter diesem Motto wollen die 1.300 Bewohner*innen der ecuadorianischen Amazonasgemeinde Sarayaku feiern. Vor dem Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof in Costa Rica war Ende Juli ein neun Jahre währender Musterprozess über die Rechte indigener Völker mit einem bemerkenswerten Urteil zu Ende gegangen. […]


Shiwiar / Foto: zero-deforestation.org
Ecuador

Shiwiar, ein Volk im Widerstand

von Luis Ángel Saavedra (Lima, 19. September 2011, noticias aliadas).- Nur wenige Ecuadorianer*innen, indigene Volksgruppen miteinbezogen, wissen etwas über die Shiwiar. Sie sind nicht den Schulbüchern zu finden, und auf der offiziellen Webseite des Ministeriums für Völker und soziale Bewegungen der Regierung (Secretaría de Pueblos y Movimientos Sociales del Ecuador) werden sie nur mit wenigen Zeilen beschrieben. […]


yasuni-itt
Ecuador

Ölpolitik bedroht Völker des Amazonasgebietes

von Luis Ángel Saavedra (Lima, 19. August 2011, noticias aliadas).- Die Entscheidungen des ecuatorianischen Präsidenten Rafael Correa hinsichtlich der in indigenen Gebieten liegenden Erdölvorkommen zeigen immer mehr den mangelnden Willen der ecuatorianischen Regierung, die verfassungsrechtlichen Vorgaben einzuhalten. Denn diese sollen eigentlich die Rechte der Völker Ecuadors und der Natur schützen. […]


Ecuador

Mónica Chuji: „Indigene Frauen gewinnen an Einfluss“

von Luis Ángel Saavedra(Lima, 10. Juni 2010, noticias aliadas).- Mónica Chuji Gualinga ist eine indigene Führungskraft der Kichwa aus dem ecuadorianischen Amazonastiefland. Sie wurde 1973 in Sarayaku in der Provinz Pastaza geboren. Sie hat Sozialkommunikation studiert und im Jahre 2002 Fortbildungen im Rahmen des „Bildungsprogramms für Indigene Völker“ vom Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen in Genf absolviert sowie am Institut für Menschenrechte „Pedro Arrupe“ der Universidad de Deusto in Bilbao im Bereich Menschenrechte sowie Rechte indigener Völker studiert. Im Jahre 2008 gehörte sie der Verfassunggebenden Versammlung Ecuadors an; zu Beginn der Präsidentschaft von Rafael Correa war sie Regierungssprecherin. […]


Ecuador

Sprengstoff auf indigenem Territorium: Indígenas protestieren erneut vor Interamerikanischem Gerichtshof

(Buenos Aires, 08. Februar 2010, púlsar).- Mitglieder des indigenen Volkes der Sarayaku, aus der Amazonasregion in Ecuador, wandten sich am vergangenen 3. Februar auf einer Sitzung in Costa Rica an den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte, damit dieser weitere Maßnahmen zum Schutz ihres Territoriums ergreift. Die indigene Delegation verlangte vom Gerichtshof, den ecuadorianischen Staat erneut dazu aufzufordern, die rund 400 kg Sprengstoff aus dem Erdreich zu entfernen, die zuvor auf „heiligem Boden“ vergraben worden waren. […]