Ixil


Rios Montt am 29.Verhandlungstag im Mai 2013 / Foto: coolloud, CC BY NC ND 2.0, flickr
Guatemala

Zwei Mal Ríos: der eine nicht prozessfähig, die andere darf nicht kandidieren. Vorläufig

(Montevideo, 09. Juli 2015, la diaria).- Die Verteidigung von José Efraín Ríos Montt war sich sicher, dass der guatemaltekische Ex-Diktator einen Schuldspruch wegen Völkermordes aufgrund des Ermordung von 1.771 Indigenen vom Volk der Ixil während seiner Regierungszeit vom März 1982 bis August 1983 würde umgehen können. Im Jahr 2013 war Ríos Montt bereits zu 80 Jahren Haft verurteilt worden, doch nur wenige Tage danach kam das Verfassungsgericht zu dem Schluss, dass es Unregelmäßigkeiten im Prozess gegeben habe, annullierte die richterliche Entscheidung und verfügte, dass eine erneute mündliche Verhandlung stattfinden müsse. […]


Ixil-Frauen hören der Spanisch-Ixil-Übersetzung am 20. Prozesstag gegen Ríos Montt zu / Foto: Bobertson, mimundo.org, CC BY-NC 2.0, flickr
Guatemala

Richterin die Ríos Montt verurteilte für ein Jahr suspendiert

von Redaktion (Mexiko-Stadt, 07. April 2014, cimac-poonal).- Yassmín Barrios Aguilar, Vorsitzende Richterin des Hochsicherheitsgerichts A in Guatemala, die im Mai 2013 den Ex-Diktator Efraín Ríos Montt wegen des Mordes an Tausenden Ixil-Indigenen während des Bürgerkriegs zu 80 Jahren Haft verurteilt hatte, ist am vergangenen 4. April aufgrund ihrer Prozessführung im Fall Ríos Montt für ein Jahr von der Anwaltskammer von ihren Amt suspendiert worden. Außerdem wurde sie zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt. […]


guatemala juan-tuyuc-1-300x224. Foto: Medio a medio
Guatemala

Führender indigener Aktivist getötet

von PIA (Concepción, 23. Januar 2014, medio a medio/cerigua).- Der 56-jährige Juan León Tuyuc Velásquez wurde am Morgen des 15. Januar am Straßenrand der Interamericana bei Sololá, etwa 150 Kilometer westlich der Hauptstadt Guatemalas, tot aufgefunden. Seine Leiche weise „Schläge am ganzen Körper und Schussverletzungen“ auf, so Mario Itzep, Sprecher der Beobachtungsstelle für Indigene Völker (Observatorio de Pueblos Indígenas). Juan Tuyuc hat eine Laufbahn als Aktivist hinter sich, vom Kommandanten der Guerilla EGP (Ejército Guerrillero de los Pobres) bis zum indigenen Anführer. Sein Tod ist von enormer Bedeutung in einem Land, in dem die wirtschaftlichen, politischen und militärischen Mächte einen Komplott der Straflosigkeit für diejenigen schmieden, die das Massaker an tausenden Indigenen während der blutigen Diktatur von Ríos Montt verübt haben. […]


Rios Montt vor Gericht. Foto: Archiv
Guatemala

Keine Amnestie für Montt

(Mexiko-Stadt, 15. August 2013, cimac).- Der Ex-Diktator Guatemalas, Efraín Ríos Montt, bleibt weiterhin strafrechtlich verantwortlich für Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Indigenen des Maya-Stammes Ixil in den Jahren 1982 und 1983. Das hat der guatemaltekische Verfassungsgerichtshof CC (Corte de Constitucionalidad) entschieden. Daher wird der Prozess gegen ihn fortgesetzt. […]


Foto: Archiv
Guatemala

Montt soll wegen Völkermordes vor Gericht

(Guatemala-Stadt, 28. Januar 2013, cerigua/poonal).- Der guatemaltekische ehemalige Diktator José Efraín Ríos Montt und Ex-General José Mauricio Rodríguez Sánchez sollen sich wegen Völkermordes und Menschenrechtsverbrechen vor Gericht verantworten. Es existierten genügend Beweise für deren Verstrickung in die in der Ixil-Region begangenen Massaker, befand der Richter am Strafgerichtshof Miguel Ángel Gálvez. Laut Medienberichten bezog sich Richter Gálvez damit auf Unterlagen, die von der Anklagevertretung präsentiert wurden: 142 Zeugenaussagen, 61 Gutachten und Dutzende Erklärungen. […]


Héctor Mario López Fuentes
Guatemala

Erster hochrangiger Militär wegen Genozids vor Gericht

(Guatemala-Stadt, 24. Juni 2011, cerigua).- Der im Ruhestand befindliche General Héctor Mario López Fuentes ist festgenommen worden und wurde den Gerichtsbehörden überstellt. Der Oberbefehlshaber der Armee von 1982 bis 1983 der de-facto-Regierung des Generals Ríos Montt, wurde wegen Menschenrechtsverbrechen und Völkermord angeklagt. […]


Guatemala Lateinamerika

Amerikanisches Sozialforum in Guatemala: Hintergrund zu besetzten Gemeinden im Hochland Guatemalas

Hintergrundbeitrag anlässlich des Amerikanischen Sozialforums vom 7.-12. Oktober in Guatemala 12 Jahre nach dem offiziell verkündeten Ende des Krieges warten die guatemaltekischen Landlosen immer noch auf die im Friedensabkommen festgelegten Maßnahmen zur Landumverteilung – vergeblich. 2006 besetzten 150 indigene Kleinbauernfamilien schließlich ein Stückchen Land in der bürgerkriegszerrütteten Region Ixil im Department Quiché – einer einstigen "Guerillahochburg" -, um ihrer gerechten Forderung  […]


Guatemala

Visan – eine besetzte Gemeinde im Hochland Guatemalas

12 Jahre nach dem offiziell verkündeten Ende des Krieges warten die guatemaltekischen Landlosen immer noch auf die im Friedensabkommen festgelegten Maßnahmen zur Landumverteilung – vergeblich. 2006 besetzten 150 indigene Kleinbauernfamilien schließlich ein Stückchen Land in der bürgerkriegszerrütteten Region Ixil im Department Quiché – einer einstigen "Guerillahochburg" -, um ihrer gerechten Forderung nach Land Nachdruck zu verleihen, bzw. – selbst Fakten zu schaffen…  […]