Cofadeh


honduras cidh. Foto: Adital
Honduras

Straflosigkeit bis 98 Prozent

von Cristina Fontenele (Fortaleza, 10. Dezember 2014, adital).- Die Interamerikanische Menschenrechtskommission CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) der Organisation Amerikanischer Staaten hat Honduras vom 1. bis zum 5. Dezember eines Besuch abgestattet. Ziel der Visite war, die allgemeine Menschenrechtssituation im Land auszuwerten. Ersten Beobachtungen zufolge sind die Gewalt und die Unsicherheit die schwerwiegendsten Probleme im Land; und das bei einem Teufelskreis der Straflosigkeit, die sich bei 95 bis 98 Prozent der Fälle bewegt. […]


Dina Meza in ihrer Funktion als Mitglied der COFADEH. Foto: Flickr/oea-oas (CC BY-NC-ND 2.0)
Honduras

Schutzmaßnahmen für Journalistin gefordert

(Guatemala-Stadt, 11. Juli 2014, cerigua).- Die Organisation Reporter ohne Grenzen RoG hat die Regierung von Honduras aufgefordert, Schutzmaßnahmen für die honduranische RoG-Korrespondentin Dina Meza zu ergreifen. Aufgrund ihrer journalistischen Arbeit hat Meza schon seit längerem Drohungen und Einschüchterungen erlitten; diese haben seit Anfang Juli jedoch zugenommen. Seit den ersten Julitagen hat die Journalistin Todesdrohungen per Telefon, E-Mail und auch öffentlich erhalten. Zudem sei sie mehrfach von Unbekannten verfolgt und fotografiert worden, beklagte RoG in einer Erklärung an den honduranischen Sicherheitsminister, Arturo Corrales. […]


Screen Shot der Wahlprognose 2013-11-24-at-8.55.22-PM.www.hondurassolidarity.org
Honduras

Honduras: Polizeiaktionen gegen internationale WahlbeobachterInnen

von Jutta Blume,Tegucigalpa (Tegucigalpa, 24. November 2013, amerika21.de).- Kurz vor den Wahlen in Honduras sind Beamt*innen der Ausländerbehörde sowie der Militärpolizei massiv gegen Wahl- und Menschenrechtsbeobachter*innen vorgegangen. Am Samstagvormittag drangen bewaffnete und maskierte Angehörige der Generaldirektion für Migration und Ausländerangelegenheiten in das Hotel Suite Aurora in der Hauptstadt Tegucigalpa ein, wo sich Mitglieder einer Wahlbeobachtungsdelegation aus verschiedenen amerikanischen Ländern aufhielt. […]


Honduras: Räumung der Siedlung Panamá / hondurasblog, flickr
Honduras

Das Leid der Mütter in Honduras

von Hedme Fátima Castro* (Fortaleza, 30. April 2012, adital-poonal).- Seit mehreren Monaten schon verfolge ich die Berichterstattungen verschiedener Zeitungen unseres Landes, die unaufhörlich über neue Todesfälle von Jugendlichen berichten. Ihre Überreste werden in verschiedenen Teilen des Landes aufgefunden und weisen Anzeichen dafür auf, dass sie auf die grausamste, makaberste und unmenschlichste Art und Weise gefoltert wurden, die sich eine Mutter nur vorstellen kann. […]


CIDH-logo
Honduras

CIDH fordert Schutz für Community-Radios

(Buenos Aires, 04. Juni 2011, púlsar).- Die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) fordert die Regierung in Honduras auf, Schutzmaßnahmen zugunsten aller Mitarbeiter des Community-Radios La Voz de Zacate Grande zu verfügen. Die Umsetzung der Maßnahmen solle gemeinsam mit den Betroffenen beschlossen werden. Außerdem solle die Regierung regelmäßig über Fortschritte bei der Untersuchung der angeklagten Fälle informieren. […]


Foto: agencia púlsar
Honduras

Gewerkschaftschef Pedro Elvir überlebt weiteres Attentat

(Rio de Janeiro, 24. Februar 2011, púlsar).- Pedro Vicente Elvir, Vorsitzender der Gewerkschaft der Angestellten beim Landesweiten Institut für Kinderrechte SITRAPANI (Sindicato de Trabajadores del Patronato Nacional de la Infancia), hat am 17. Februar einen Mordversuch unverletzt überlebt. […]


Honduras

Aufgebot von 300 Militärs: Radio „La Voz de Zacate Grande“ geschlossen

(Rio de Janeiro, 04. Juni 2010, púlsar).- Etwa 300 Militärs sorgten am 3. Juni für die Schließung des Community Radios „La Voz de Zacate Grande“. Den Radiomacher*innen wird Steuerhinterziehung vorgeworfen. In einem Interview mit Radio Progreso de Honduras schilderte Pedro Canales, Mitarbeiter der geschlossenen Radiostation La Voz de Zacate Grande, den Ablauf der Schließung. Die mehr als 300 Uniformierten hätten den Ort regelrecht „überschwemmt“, so der Mitarbeiter. Diese Vorfälle verdeutlichten „die Wehrlosigkeit, in der wir uns gegenwärtig befinden“, so Canales. […]


Honduras

Selektive Repression

von Tobias Lambert(Darmstadt, 19. Februar 2010, amerika21.de).- Tegucigalpa. Menschenrechtsorganisationen und die Widerstandsbewegung in Honduras verzeichnen weiterhin eine hohe Anzahl selektiver politischer Verbrechen in dem mittelamerikanischen Land. So kamen dieses Jahr bereits mindestens zehn Mitglieder*innen des Widerstandes gewaltsam ums Leben. Seit der Amtsübergabe an Porfirio Lobo am 27. Januar wurden mit Vanessa Zepeda und Julio Fúnez Benítez zwei Gewerkschaftsmitglieder*innen gezielt getötet. Ein weiterer Gewerkschafter, Porfirio Ponce, wurde Mitte Februar in seinem Haus überfallen. Dabei entwendeten die Eindringlinge seinen Computer und beschmierten das Innere des Wohnhauses mit Blut. […]


Honduras

Zwei weitere Mitglieder des Widerstandes in Honduras ermordet

von M. Daniljuk(Darmstadt, 04. Oktober 2009, amerika21.de).- Menschenrechtsgruppen und Vertreter*innen der Widerstandsfront in Honduras weisen darauf hin, dass in den vergangenen Tagen zwei weitere Mitglieder der Widerstandsfront ermordet wurden. Die Umstände der Verbrechen lassen befürchten, dass es sich um Auftragsmorde handelt. Der Lehrer Abelardo Fortín wurde am Samstag, nur wenige Meter von seinem Haus entfernt, von Unbekannten aus einem Auto heraus erschossen. Am Vortag wurde die Leiche eines anderen Mitglieds der Widerstandsfront im Westen von Honduras gefunden. Antonio Leiva war zuvor entführt worden. Das Komitee der Angehörigen von Verschwundenen COFADEH (Comité de Familiares de Detenidos Desaparecidos en Honduras) und das Zentrum für Folteropfer CPTRT (Centro para la Prevención, Tratamiento y Rehabilitación de las Víctimas de la Tortura y sus Familiares) erklärten, dass in beiden Fällen Hinweise auf ein gewöhnliches Verbrechen fehlen. Stattdessen müsse man davon ausgehen, dass die Opfer aus politischen Gründen ermordet wurden. […]