Infoblatt Community Radio: Deutschland


Community Radio: Interkulturell, nichtkommerziell und unübersichtlich

Infoblatt Community Radios DeutschlandEs ist schwierig, den Begriff Community Radio auf die unübersichtlichen Strukturen und Möglichkeiten von partizipativem Hörfunk in Deutschland zu übertragen. Zu verschieden sind die Modelle und damit auch die Akteure, die die Bundesländer neben öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Radios in ihren Mediengesetzgebungen zulassen und fördern. Sowohl Offene Kanäle und Bürgerradios als auch Freie Radios ermöglichen Interessierten den Zugang zu Produktionstechnik und Sendestudios. Doch die Unterschiede sind groß: Während Offene Kanäle und Bürgerradios unter Anleitung vor allem Medienkompetenz und lokale Berichterstattung fördern, entscheiden Redakteur*innen Freier Radios kollektiv über das Programm der selbstverwalteten Sender. PDF


Das könnte dich auch interessieren

Regierung bekämpft Teile des eigenen Mediengesetzes Von Knut Hildebrandt (Oaxaca-Stadt, 14. Februar 2017, npl).- Als Teil des „Paktes für Mexiko“ ließ der frisch gebackene Präsident Enrique Peña Nieto 2013 den Artikel 29 der mexikanischen Verfassung überarbeiten. Artikel 29 regelt unter anderem die Bedingungen nach denen Rundfunkanstalten betrieben werden. Viele der neuen Regelungen wurden als fortschrittlich angesehen, da sie die Rechte kommunaler und indigener Medien, sowie die des Publikums stärken. Wie wenig die ...
Infoblatt Recht auf Kommunikation Eine Spurensuche in Lateinamerika Wer Zugang zu Medien hat und womit kommuniziert wird, ist das Ergebnis gesellschaftlicher Aushandlungen. Klingt gut, heißt in der Praxis aber oft, dass längst nicht alle mitreden können. Zu selten gelingt es der Zivilgesellschaft, ihre Ansprüche gegen Regierungen und Telekommunikationsriesen durchzusetzen. Lateinamerika bildet da keine Ausnahme. Anders als in Deutschland findet dort jedoch eine lebhafte Auseinandersetzung über das „Recht a...
Argentinische Radiokollektive trotzen rückschrittlicher Medienpolitik Von Christian Rollmann und Jessica Zeller (Buenos Aires-Berlin, 30. August 2016, npl).- Von 2009 bis 2015 hatte Argentinien ein neues, fortschrittliches Mediengesetz. Doch bereits kurz nach seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres erklärte der rechtskonservative Präsident Mauricio Macri wesentliche Teile des Gesetzes per Dekret für ungültig. Seitdem liegt das Projekt auf Eis. Ungeachtet dessen streiten Medienaktivist*innen im Land weiterhin für ihr Recht auf Kommunik...
Urteil in der „Megacausa“ von Córdoba: „Dieser Prozess geht uns alle an!“ Von Ute Löhning (Berlin, 17. September 2016, npl).- Lebenslängliche Haftstrafen für 28 Militärs und Polizisten sind das Ergebnis eines der größten Menschenrechtsprozesse Argentiniens. In der sogenannten „Megacausa“ hatte die argentinische Justiz über Verbrechen in der zentralargentinischen Provinz Córdoba verhandelt. In Zeiten der rechts-konservativen Regierung Mauricio Macris fordern Menschenrechtsorganisationen, Basismedien und Bildungseinrichtungen die Aufklärung d...
El juicio es de todos! – Dieser Prozess geht uns alle an In argentinischen Medien wurde er schon als „Nürnberg von Córdoba“ bezeichnet. Mit der sogenannten „Megacausa“ geht einer der größten Menschenrechtsprozesse in der Geschichte des Landes zu Ende. Am 25. August wurde nach 350 Verhandlungstagen das Urteil gesprochen. Verhandelt wurden Verbrechen in den Jahren 1975 bis 1979, also während der argentinischen Diktatur und auch schon davor, in der zentralargentinischen Provinz Córdoba. Allein in "La Perla",  dem größten Folterlager ...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.