Nicaragua

UNESCO: Nicaragua frei von Analphabetismus


(Buenos Aires, 23. Juni 2009, púlsar).- Eine UNESCO-Kommission der Vereinten Nationen gab am 22. Juni bekannt, dass der Index des Analphabetismus in Nicaragua unter 4,73 Prozent liege und Nicaragua deshalb „frei von Analphabetismus“ sei.

Nach den Richtlinien der UNESCO muss der Index unter 5 Prozent liegen, damit ein Staat als „frei von Analphabetismus“ bezeichnet werden kann.

Die sandinistische Regierung unter Daniel Ortega nutzte für die Alphabetisierung die Unterrichtsmethodik „Yo, si puedo“ (Klar kann ich’s!) aus Kuba. Innerhalb von zwei Jahren sank der Index des Analphabetismus von 19 auf 4,73 Prozent.

Der Bildungsminister, Miguel de Castilla erklärte allerdings, noch sei in 18 Gemeinden der Index höher als 5 Prozent. Castillo versicherte, man werde die Zahl der Lese- und Schreibunkundigen in diesen Gemeinden in den noch verbliebenen Monaten des Jahres weiter senken.

Außerdem gab der Minister bekannt, man wolle erreichen, dass im Jahr 2015 alle Bürger*innen des Landes mindestens die 6. Klasse abgeschlossen hätten.

CC BY-SA 4.0 UNESCO: Nicaragua frei von Analphabetismus von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Amnesty-Bericht prangert massive Polizeigewalt an
21
(Berlin, 21. Oktober 2018, poonal).- Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International dokumentiert in einem 55 Seiten starken Bericht schwere Menschenrechtsverletzungen und Verletzungen des Völkerrechts durch Nicaraguas Staatsmacht. Im Blickpunkt steht der Zeitraum vom 30. Mai bis 18. September dieses Jahres, nachdem es Ende Mai bereits einen ersten Bericht gegeben hatte. Das Spektrum reicht von willkürlichen Festnahmen über Folter bis zu außergerichtlichen Hinrichtungen....
“Ortega wollte eine miliärische Lösung”
121
(Managua, 27. August 2018, taz).- Interview mit Azahálea Solis, Mitglied des nicaraguanischen oppositionellen Bündnisses Alianza Cívica und der Autonomen Frauenbewegung (MAM). Täglich werden in Nicaragua Menschen verhaftet, viele sind auf der Flucht. Ist die Bewegung gegen das Regime gescheitert? Nein, die Regierung von Daniel Ortega hat lediglich einen militärischen Sieg errungen, nicht mehr. Innerhalb der Allianza Cívica schreitet der Organisationsprozess voran. Auch ...
Das Regime schlägt zu
167
(Managua, 28. August 2018, taz).- Wer in diesen Tagen in Nicaragua oppositionelle Student*innen und andere Aktivist*innen treffen will, verbringt viel Zeit in Cafés, Hinterzimmern von Restaurants und Einkaufszentren. Kaum jemand lebt zuhause, viele wollen sich nicht unnötig in der Öffentlichkeit zeigen, die großen Universitäten sind geschlossen. Doch dieses Mal ist das Warten umsonst. „Ich kann aus Sicherheitsgründen nicht kommen“, schreibt Edwin, den alle unter dem Namen „El...
„Stoppe sofort die Repression!“
15
(Mexiko-Stadt, 25. Juli 2018, desinformémonos/medio a medio).- "Ich verlange, dass diese Repression sofort aufhört, unter der unsere Bevölkerung leidet. Schon seit mehreren Monaten kommt es im ganzen Land zu Massakern, Entführungen, Festnahmen und Folterungen." Das forderte der nicaraguanische Dichter, Theologe und Schriftsteller Ernesto Cardenal in einem offenen Brief an den Präsidenten Daniel Ortega. Ortega wird vorgeworfen, die gewaltsame Unterdrückung der Proteste gegen d...
Nicaragua kommt nicht zur Ruhe
157
Nicaragua kommt nicht zur Ruhe. Im Gegenteil, es sieht sogar so aus, als wenn die Situation dort immer schlimmer wird. Die anhaltende Repression im Land sorgt zunehmend auch für Gegengewalt, die Zahl der Toten seit dem 18. April ist bereits auf 200 gestiegen. Die Lage ist unübersichtlich, die Desinformation überall. Hier der Versuch einer Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse: Am 30. Mai demonstrierten in der Hauptstadt Managua und in anderen nicaraguanischen Städten Hun...