Peru

Radio La Voz geht vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte


(Buenos Aires, 07. Oktober 2009, púlsar).- Der Leiter des kommunitären Radiosenders La Voz de Bagua, Carlos Flores Borja, wird am 1. November in die USA reisen, um den Fall der Schließung des Senders vor der Kommission des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte CIDH (Corte Interamericana de Derechos Humanos) zu präsentieren.

Flores Borja wird die Situation von Radio La Voz vor dem Referat für Meinungsfreiheit des internationalen Gerichtshofes darlegen. Der Sender unternahm die diesbezüglich beim peruanischen Ministerium für Transport und Kommunikation MTC (Ministerio de Transportes y Comunicaciones) notwendigen Schritte.

Das MTC wies die von Radio La Voz ergriffenen Maßnahmen jedoch als völlig unbegründet zurück. Das Ministerium hatte dem Radiosender am 8. Juni dieses Jahres, nach der Repression gegen Proteste von Indígenas in Bagua, bei denen mindestens 30 Indígenas ums Leben gekommen waren, entzogen. Nach den Ereignissen in Bagua beschuldigten Regierungsangehörige den Radiosender, er habe „zu Gewalt aufgerufen“ und entzogen dem Sender die Lizenz. Begründet wurde dies jedoch damit, dass Radio La Voz einen „Prüfbericht über die Sendetechnik“ nicht rechtzeitig vorgelegt habe (vgl. poonal 849, 850).

Der Anwalt des Radiosenders konnte allerdings dokumentieren, dass die Sendetechnik den Vorschriften entspreche und legte Widerspruch gegen die Aberkennung der Sendelizenz ein. Das Spezialreferat für Meinungsfreiheit des CIDH hatte sich bereits besorgt über die Entscheidung der peruanischen Regierung geäußert, dem Sender weiterhin keine Lizenz zu erteilen.

CC BY-SA 4.0 Radio La Voz geht vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.


Das könnte dich auch interessieren

Praxisworkshop: Konnektivität und digitale Netze Konnektivität und digitale Netze – Schlüsselressourcen für die entwicklungspolitische Arbeit und freie Medien Praxisworkshop des Nachrichtenpools Lateinamerika für NGO-Mitarbeitende und Medienmachende. Mit Medien- und Tech-Expert*innen aus Lateinamerika und Berlin Bonn Datum: 13.06. 2018 (im Rahmen des Global Media Forums der Deutschen Welle Akademie) Zeit: 12:30 – 14:00 | 14:30 – 16:00 Ort: World Conference Center Bonn | Raum Room Bonn I+II Platz der Vereinten Natio...
La lucha Mapuche Primer programa Radio Matraca, nueva temporada 2018 La causa mapuche por la autodeterminación territorial y política, se ha convertido cada vez con mayor fuerza en un factor de politización para otros movimientos sociales y para la ciudadanía en general, tanto en Chile como en Argentina. Esta es sin duda una razón, aunque no la única ni la más persistente, que explica el nivel de represión y el ataque – judicial y policial – desatado por los Estado nacionales contra las comu...
„Warum bloß immer noch Colonia Dignidad?“ Colonia Dignidad heißt übersetzt ins Deutsche „Kolonie der Würde“. Bis heute aber ist dieser Name ein Synonym für religiösen Fanatismus, moderne Sklaverei, sexuellen Missbrauch, Folter und Mord. Und auch für Straflosigkeit. Die Opfer der deutschen Sektensiedlung im Süden Chiles kämpfen noch immer für Gerechtigkeit. Ende April ist eine Delegation deutscher Staatsanwälte und Justizbeamter nach Chile und auch in die Colonia Dignidad gefahren. Sie haben Gespräche mit Vertretern ...
onda-info 432 Hallo und Willkommen zum onda-info 432! Wir starten mit einer kurzen Nachricht zu den Wahlen in Paraguay vom 23. April 2018. Dann geht es nach Kuba. Auch dort hat es "Wahlen" gegeben - die Nationalversammlung hat Miguel Díaz-Canel zum neuen Präsidenten Kubas ernannt. Damit ist zumindest formell kein Castro mehr an der Staatsspitze. Wir haben uns in Havanna mal umgehört, wie die Leute die Veränderungen der letzten Jahre bewerten und ob sie Erwartungen an die neue Staatsf...
onda-info 429 Hallo und Willkommen zum onda-info 429 unschöne Nachrichten erreichten uns diesmal aus Brandenburg: In Cottbus demolierten Nazis einen Bus der Flüchtlingsfrauen* Organisation Women in Exile. Diese veranstalteten im Rahmen des internationalen Frauentags eine Demonstration in der Cottbusser Innenstadt um auf den zunehmenden Rassismus und Übergriffe auf Geflüchtete aufmerksam zu machen. Mehr Infos findet ihr auf ihrer Webseite: www.women-in-exile.net Wir bleiben noch e...

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.