Mexiko

Radio „La Voz de Campesinos“ erhält UNESCO-Auszeichnung


(Guatemala-Stadt, 25. März 2010, cerigua).- Das Community-Radio La Voz de los Campesinos („Die Stimme der Landbevölkerung“) aus Veracruz wurde vom UNESCO-Programm für Kommunikationsentwicklung IPDC (International Programme for the Development of Communication) mit dem Preis für Ländliche Kommunikation ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre in Paris vergeben. Die mit 20.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung wurde Ende März auf der 27. Sitzung des IPDC-Büros überreicht, das gleichzeitig auch als Jury fungiert hatte.

La Voz de los Campesinos ist das erste Indígena-Radio Mexikos. Es wurde vor 32 Jahren im östlichen Bundesstaat Veracruz gegründet und erhielt die Auszeichnung für seine innovative und verdienstvolle Arbeit um die Verbesserung der Kommunikation in den ländlichen Gemeinden. Die Station sendet in Spanisch und in indigenen Sprachen, wie Otomí, Náhuatl und Tepehuán und kann potentiell 100.000 Hörer*innen aus 400 Gemeinden und Ansiedlungen erreichen.

Nach Angaben der Katholischen Organisation für Kommunikation in Lateinamerika und der Karibik OCLACC (Organización Católica Latinoamericana y Caribeña de Comunicación) bemüht sich die prämierte Radiostation besonders um einen interaktiven Austausch zwischen den Gemeinden, bei dem die Hörer*innen ihre Geschichten, ihre Bräuche und ihre Musik durch das Radio miteinander austauschen.

CC BY-SA 4.0 Radio „La Voz de Campesinos“ erhält UNESCO-Auszeichnung von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

Neun Jahre Haft für Ex-Gouverneur von Veracruz
35
(Mexiko-Stadt, 27. September 2018, desinformémonos).- Der Ex-Gouverneur der mexikanischen Provinz Veracruz, Javier Duarte, ist zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Darüber hinaus muss er eine Strafe von knapp 59.000 Pesos (2720 Euro) zahlen. Duarte hatte sich zuvor der Geldwäsche und der Bildung einer kriminellen Vereinigung für schuldig erklärt. Im Gegenzug wurde sein Strafmaß reduziert. Allerdings muss Duarte nur noch siebeneinhalb Jahre in Haft verbringen, da er berei...
Neues Massengrab in Veracruz
83
(Mexiko-Stadt, 7. September 2018, npl).- Bei dem am vergangenen Donnerstag, den 6. September bekannt gemachten Fund eines Massengrabes im Landkreis Alvarado im mexikanischen Bundesstaat Veracruz gehen die Behörden aufgrund der Schädelanzahl inzwischen von mindestens 174 verscharrten Leichen aus. Es handelt sich mutmaßlich um die Opfer von Gewaltverbrechen. Am Wochenende hatten bereits mehr als 100 Familienangehörige von Verschwundenen aus dem gesamten Bundesstaat den Sitz der...
Mexiko: Die Präsidentschaftskandidaten und ihre (fehlenden) Pläne für die Landwirtschaft
69
(Mexiko-Stadt, 22. Juni 2018, La Jornada).- Schaut man sich die Vorschläge der beiden Präsidentschaftskandidaten Anaya und Meade an, sieht man sofort ihre große Unkenntnis, was die Situation auf dem mexikanischen Land angeht. Ricardo Anaya von der Partei der Nationalen Aktion PAN (Partido Acción Nacional) stellte sechs Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft vor. Keine einzige davon bezieht den Landwirtschaftssektor ein: Armut und Straffreiheit beenden, Wirtschaftswachstum, ...
Welches ist das beste Modell für Landwirtschaft in Mexiko?
159
(Mexiko-Stadt, 27. Mai 2018, la jornada).- US-Präsident Donald Trump lässt die Neuverhandlungen des Freihandelsvertrages Nafta in der Luft hängen. Der mexikanische Präsident Peña Nieto, die Präsidentschaftskandidaten Meade (PRI) und Anaya (PAN-PRD), Regierungsfunktionär*innen und Mitglieder der Agroindustrie und Landwirtschaftsvereinigungen dagegen halten am Freihandel als einziger Idee für die Landwirtschaft fest. Sie kritisieren die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln als ...
Alarmstufe Rot auf dem mexikanischen Land
186
(Mexiko-Stadt, 21. April 2018, la jornada).- Das mexikanische Land ist kein beschaulicher Ort mehr, um in Kontakt mit der Natur zu treten. Oder die Lebensform verschiedener Gesellschaften kennenzulernen, die von dem abhängen, was die Erde ihnen gibt. Es ist zu einem gefährlichen Ort geworden, begehrt von verschiedenen Interessen, die sich in die Quere kommen: Energie- und Rohstoffförderunternehmen, „Narcos“ [Mitglieder der Drogenkartelle], Agroindustrie, Grundstücksgesellscha...