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Präsident Correa: „Ecuador wird der Pazifik-Allianz nicht beitreten“


Präsident Rafael Correa beim Fernsehinterview / Bildquelle: www.elciudadano.gob.ec(09. April 2014, amerika21.de).- Ecuadors Präsident Rafael Correa hat den Beitritt seines Landes zur Pazifik-Allianz ausgeschlossen. Die Allianz sei ein Freihandelsbündnis und ein Anschluss Ecuadors mit seiner “dollarisierten” Wirtschaft wäre “fast selbstmörderisch”, so Correa. Dem Bündnis, das 2011 gegründet wurde, gehören Chile, Costa Rica, Kolumbien, Mexiko und Peru an. Ecuador gehört zu den assoziierten Staaten.

Mehr Nähe zum Integrationsbündnis Mercosur

Die Prinzipien der neoliberalen Allianz, wie sie in ihrem Gründungsvertrag festgehalten sind, würden Ecuador seiner Fähigkeit und der Instrumente berauben, eine autonome Handelspolitik zu entwickeln und die Außenwirtschaft auszugleichen, sagte Correa in einem Interview mit TC Televisión de Ecuador am vergangenen Sonntag. Auch sei das Ziel der Pazifik-Allianz, den Einfluss der Freihandelspolitik in Lateinamerika wieder zu stärken.

Selbst wenn Ecuador eine eigene Landeswährung hätte, würde er daher den Schritt bedenken. Es gehe bei diesem Thema auch um eine ideologische Frage: “Wir sind in der Wirtschaftspolitik viel näher am Gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur )”, so Correa. Ecuador ist derzeit assoziiertes Mitglied dieses Integrationsbündnisses und hat im Dezember 2011 einen Antrag auf Vollmitgliedschaft gestellt. Dem Mercosur gehören bislang Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela an. Bolivien hat ebenfalls die Mitgliedschaft beantragt.

Souveränität des Landes nicht durch Freihandel gefährden

Correa bekräftigte erneut, dass seine Regierung bei dem Handelsabkommen mit der Europäischen Union, das aktuell verhandelt wird, an keinem Punkt nachgeben werde, wenn die Souveränität des Landes in Gefahr sei und dies gelte insbesondere bei den Rechten bezüglich des geistigen Eigentums.

In dem Interview verteidigte er auch das soziale Projekt seiner Regierung seit dem Amtsantritt im Januar 2007. Es gehe darum, die Machtverhältnisse für die großen Mehrheiten zu ändern. Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts bedeute soziale Gerechtigkeit, so Correa. Die Armut in Lateinamerika sei keine Folge des Mangels an Ressourcen sondern der sozialen Ungleicheiten.

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