Bolivien

Bolivianischer Vorschlag angenommen: Recht auf sauberes Trinkwasser ist Menschenrecht


(Buenos Aires, 29. Juli 2010, púlsar).- Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am vergangenen 28. Juli das Recht auf sauberes, trinkbares Wasser als Menschenrecht festgeschrieben. Ebenfalls verankert wurde das Recht auf sanitäre Grundversorgung. Der vom bolivianischen Präsidenten Evo Morales eingebrachte Vorschlag wurde als „menschliches Grundrecht“ eingeordnet.

Bei der Abstimmung votierten 122 Länder für den Vorschlag, 41 Delegationen enthielten sich der Stimme, darunter auch die USA. Die Vereinigten Staaten begründeten ihre Enthaltung damit, dass der Vorschlag von Morales bereits in Gang gesetzte Projekte des UN-Menschenrechtsrates gefährden könne. Gegenstimmen gab es keine.

Morales bedankte sich bei den Staaten, die seinen Vorschlag bei den Vereinten Nationen unterstützt hatten. Er äußerte außerdem die Hoffnung, dass nach der Anerkennung des Rechts auf Wasser als ein menschliches Grundrecht durch die internationale Gemeinschaft, auch die Privatisierung der Wasserversorgung zurückgefahren werde. „Die Wasserversorgung sollte vom Staat und nicht von Privatunternehmen bereitgestellt werden“, so Morales. Derzeit haben nach UN-Angaben 884 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

CC BY-SA 4.0 Bolivianischer Vorschlag angenommen: Recht auf sauberes Trinkwasser ist Menschenrecht von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren

onda-info 451
75
Hallo und Willkommen zum onda-info 451! Wie immer beginnen wir mit Nachrichten: Drei kommen aus Mexiko, über die Ermordung von Sinar Corzo, eine Entschuldigung bei der Journalistin Lydia Cacho und - mal wieder - Massengräber in Mexiko. Eine weitere Nota gibt euch ein Update zum Machtkampf um die Kommission gegen die Straflosigkeit in Guatemala. In unserem onda-Studio hatten wir Laura Reyes aus Mexiko zu Besuch. Die Radioaktivistin berichtet von der aktuellen Situation u...
Wahlen 2019: Wohin geht der Weg für Bolivien?
353
(Buenos Aires, 17. Dezember 2018, marcha noticias).- Weniger als ein Jahr vor den geplanten Präsidentschaftswahlen in Bolivien hat das Oberste Wahlgericht TSE (Tribunal Supremo Electoral) entschieden, dass Evo Morales und Álvaro García Linera sich als Kandidaten für diese Wahl aufstellen lassen dürfen. Aussichten und Auswirkungen mit der Feministin Adriana Guzmán. Am 29. Oktober 2019 werden im Plurinationalen Staat Bolivien Präsidentschaftswahlen stattfinden. Und bereits j...
Radios Comunitarias und der Kampf gegen den Bergbau
42
Im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca wurden über 300 Bergbau-Konzessionen vergeben. Doch in vielen der betroffenen indigenen Gemeinden formiert sich Widerstand gegen den Abbau von Gold, Silber und anderen Erzen. Eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Minen spielen die "Radios Comunitarias" der Gemeinden.
Hinhörer: SDG 5 Geschlechter*gerechtigkeit
27
Onda „Hinhörer“: Nachhaltige Entwicklungsziele in anderthalb Minuten auf den Punkt gebracht. Argumente, Infos und Straßenumfragen aus Deutschland und Lateinamerika. Heute: Geschlechter*gerechtigkeit
Hinhörer: SDG 11 Lebenswerte Städte
6
Onda „Hinhörer“: Nachhaltige Entwicklungsziele in anderthalb Minuten auf den Punkt gebracht. Argumente, Infos und Straßenumfragen aus Deutschland und Lateinamerika. Heute: Lebenswerte Städte