AGENTES TERNA
Die Agentes Terna sind Mitglieder einer peruanischen Spezialeinheit für taktische und operative Stadtfahndung. Sie untersteht der Division „Escuadrón Verde“ der peruanischen Nationalpolizei (PNP). Nach Angaben des Innenministeriums wurde die Terna-Einheit im April 2012 gegründet, um Taschendiebstahl, Handtaschenraub und andere geringfügige Eigentumsdelikte zu bekämpfen. Ihre Existenz wurde erst zwei Jahre später bekanntgemacht. Terna-Agenten arbeiten mit taktischer operativer Intelligenz sowie Beobachtung, Überwachung und Verfolgung, daher tragen sie gern Zivilkleidung, tarnen sich als Eisverkäufer, Mechaniker oder Obdachlose und infiltrieren die Straßen, um bei Straftaten unmittelbar einzugreifen. Die Taktik der Spezialeinheit wurde in Frankreich entwickelt. 2014 reisten Beamte der französischen Polizei nach Peru, um die Polizeikräfte bei der Bekämpfung der allgemeinen Kriminalität zu schulen. Bei der Bekämpfung von Straßendelikten blieb es jedoch nicht. Spätestens 2020, nach der Absetzung von Präsident Martín Vizcarra, geriet die Spezialeinheit in die Kritik, als sich Terna-Agenten unter die Demonstrierenden mischten. Bei der Demonstration am 14. November 2020 in Lima wurden zwei Menschen getötet, es gab Verletzte und Vermisste. Die Aussage eines Demonstranten, er sei von Terna-Agenten geschlagen und drei Tage lang ohne Essen und ohne Wasser in einem Versteck festgehalten worden, rief weitreichende Empörung hervor. Zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen forderten die Auflösung der PNP-Einheit.
Zu Beginn der WM 2026 mischten sich Terna-Agenten in lebensgroßen Stofftier-Verkleidungen unter die Menge und verhafteten einen mutmaßlichen Drogenhändler.
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