
Foto: H. Zell via wikimedia
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(Santiago, 13. Oktober 2026, la jornada).- Die Arbeiter*innen von Escondida, der größten Kupfermine der Welt mit Sitz in Chile, kündigten an zu streiken. Das letzte Angebot des australischen Unternehmens BHP für einen neuen Tarifvertrag bezeichneten sie als unzureichend, wie ihre Gewerkschaft mitteilte.
Auswirkungen auf den Kupferweltmarkt sind nicht ausgeschlossen
Diese Entscheidung könnte den Kupfermarkt empfindlich treffen, der für die Energiewende, die künstliche Intelligenz und die Rüstungsindustrie eine entscheidende Rolle spielt. Eine längere Betriebsunterbrechung in Escondida würde den Rückgang der Kupferproduktion in Chile, dem weltweit führenden Land im Kupferabbau, weiter beschleunigen. Diese war im August aufgrund von Unwettern und betrieblichen Problemen auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gesunken. In einer Erklärung warf die Gewerkschaft BHP vor, die Verhandlungen abgebrochen zu haben, nachdem sie den Beschäftigten ein „mangelhaftes Angebot“ unterbreitet hatte. Die Gewerkschaftsvertreter*innen kritisierten, das Unternehmen habe in seinem letzten Angebot wesentliche Forderungen nicht berücksichtigt, beispielsweise eine Lohnerhöhung, einen monatlichen Produktionsbonus oder marktgerechte Abfindungsleistungen zum Abschluss der Verhandlungen. Das Unternehmen teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass es derzeit weder zu den Verhandlungen noch zur Streikankündigung Stellung nehmen werde. Die in der Atacama-Wüste gelegene Mine Escondida, in der ein Viertel des chilenischen Kupfers gefördert wird, war 2017 Schauplatz eines 43-tägigen Streiks, der den weltweiten Kupfermarkt in Atem hielt. Auch wenn noch unklar ist, ob der Streik der Aufsichtskräfte die Produktion lahmlegen wird, warnte eine Gewerkschaft der Bergleute, dass ihre Mitglieder die Arbeit niederlegen werden, sollten Mindestanforderungen an die Sicherheit nicht erfüllt werden.
Sektor steht hinsichtlich der Arbeitssicherheit unter Druck
Der Streik kommt zu einer turbulenten Zeit für den chilenischen Bergbausektor. Letzte Woche traten Arbeiter*innen der Mine Centinela in der Atacama-Wüste in den Streik, nachdem sie das letzte Angebot des Unternehmens im Rahmen von Tarifverhandlungen abgelehnt hatten. Der Sektor sieht sich zudem zunehmendem Druck hinsichtlich der Arbeitssicherheit ausgesetzt. In den letzten Wochen kam ein Arbeiter in Escondida ums Leben, ein weiterer starb in Radomiro Tomic (im Norden) und zwei Leiharbeiter verloren bei einem Unfall in El Teniente (im Zentrum) ihr Leben.
Streik in der größten Kupfermine der Welt von Nachrichtenpool Lateinamerika ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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